Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 13. September 2014
  • Banken

    HSBC einigt sich mit US-Behörden

    Die größte europäische Bank HSBC hat den Hypothekenpapier-Streit in den USA beigelegt. Der britische Konzern gab einen Vergleich in Höhe von 550 Millionen Dollar (425 Millionen Euro) mit der zuständigen US-Behörde FHFA bekannt. Diese hatte 2011 insgesamt 18 Banken verklagt, die den staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac mit Häuserkrediten abgesicherte Wertpapiere verkauft hatten. Dabei sollen sie verschleiert haben, wie kritisch es um die Häuserkredite bestellt war. Die Papiere verloren in der Finanzkrise massiv an Wert. Fannie und Freddie mussten mit Milliarden an Steuergeld gerettet werden. (dpa)

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  • Donnerstag, 26. Mai 2016
  • Konjunktur
    Großbritanniens Wachstum wird schwächer

    Die britische Wirtschaft büßt vor der Volksabstimmung über einen EU-Austritt des Landes Tempo ein. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März nur noch um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt in London mitteilte und damit eine Schätzung von Ende April bestätigte. Im Schlussquartal 2015 hatte die Wirtschaft noch um 0,6 Prozent zugelegt. Die Briten stimmen am 23. Juni darüber ab, ob das Vereinigte Königreich in der EU bleiben soll oder nicht. Laut Umfrage gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern eines sogenannten Brexit. Regierungschef David Cameron hatte jüngst mit drastischen Worten vor den wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts gewarnt und ihn als "Option zur Selbstzerstörung" bezeichnet. (rts)

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  • Energiebranche
    Dänischer Versorger mit milliardenschwerem IPO

    Der Versorger Dong Energy macht dieses Mal offenbar Ernst mit seinen Börsenplänen. Der dänische Energiekonzern, der schon drei Mal ein IPO angestrebt und dann wieder abgesagt hat, soll am 9. Juni erstmals an der Börse in Kopenhagen gelistet werden. Als Preisspanne nannte die Dong Energy AS 200 bis 255 dänische Kronen. Damit würde Dong Energy eine Marktkapitalisierung von 83,5 bis 106,5 Milliarden Kronen - umgerechnet rund 11,2 bis 14,3 Milliarden Euro - erreichen. Ausgegeben werden sollen 15,1 bis 17,4 Prozent der bestehenden Aktien. Das entspricht 63,2 bis 72,8 Millionen Aktien. Eine Kapitalerhöhung ist nicht geplant. Mehrheitseigner ist mit 58,8 Prozent der dänische Staat, der nach dem Börsengang noch 50,1 Prozent an Dong Energy halten will. Auch die US-Bank Goldman Sachs ist mit 17,9 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. (DJ)

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  • Geschäftszahlen
    Investitionen nagen am Ergebnis von KWS Saat

    Das Saatzuchtunternehmen KWS Saat hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/2016 trotz höherer Umsätze weniger verdient. Während die Erlöse um 7,1 Prozent auf 833,2 Millionen Euro kletterten, ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 128,7 Millionen von 140,1 Millionen Euro vor einem Jahr zurück. Neben negativen Währungseinflüsse und höheren Herstellungskosten belasteten der weitere Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie die Ausweitung der Vertriebstätigkeiten das Ergebnis. An seinen Jahreszielen hält das SDax-Unternehmen fest. Demnach soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 5 bis 10 Prozent wachsen und die Ebit-Marge mindestens 10 Prozent erreichen. (DJ)

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  • Haushalt
    Griechenland will OTE-Anteil verkaufen

    Das hochverschuldete Griechenland will sich von einer fünfprozentigen Beteiligung an seinem führenden Telekomkonzern OTE trennen. Aktualisierte Privatisierungspläne sähen diesen Schritt vor, teilte die Regierung in Athen mit. Der Staat hält zehn Prozent an OTE. Griechenland werde fünf Prozent an die Privatisierungsbehörde HRADF transferieren, die den Verkauf in die Wege leiten soll. Die Deutsche Telekom ist an OTE mit 40 Prozent beteiligt. Dafür hat sie insgesamt 4,2 Milliarden Euro ausgeben. EZB, EU-Kommission und IWF haben Griechenland in insgesamt drei Rettungspaketen im Gesamtvolumen vor mehreren hundert Milliarden Euro an Krediten vor dem Staatsbankrott bewahrt. (rts)

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  • Unternehmen
    KKR an Takata interessiert

    Der US-Finanzinvestor KKR will einem Zeitungsbericht zufolge dem angeschlagenen japanischen Autozulieferer Takata beispringen. Der Fonds wolle 60 Prozent der Anteile kaufen, berichtete die Zeitung "Nikkei". Dazu seien Gespräche mit den Kunden nötig. Eine Takata-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. An der Börse wurde der Bericht positiv aufgenommen: Die Aktien schnellten um mehr als ein Fünftel in die Höhe. Takata steckt wegen Problemen mit den von ihm hergestellten Airbags in Schwierigkeiten. Das Unternehmen hatte jüngst angekündigt, weitere bis zu 40 Millionen Airbags müssten zurückgerufen werden. (rts)

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