Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 18. Juni 2014
  • Unternehmen

    Haftbefehl gegen Middelhoff vom Tisch

    Der frühere Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, kann aufatmen: Das Thema Haftbefehl ist vom Tisch. Der Arcandor-Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch habe die Vollstreckungsaufträge gegen den Manager zurückgezogen, nachdem Middelhoffs Managerversicherung eine Haftungsgarantie für 3,4 Millionen Euro übernommen habe, berichtete ein Jauch-Sprecher. Damit sei auch das Thema Haftbefehl erledigt. Nach einem Bericht des "Spiegel" hat eine Gerichtsvollzieherin den Haftbefehl beantragt, um den Manager im Zusammenhang mit Zahlungsforderungen des Insolvenzverwalters zur Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse zu zwingen. Das Essener Landgericht hatte Middelhoff im September vergangenen Jahres in einem Zivilverfahren verurteilt, rund 3,4 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter zu zahlen. Es geht vor allem um Bonuszahlungen, die Middelhoff nach Auffassung der Richter zu Unrecht erhalten hat. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da beide Seiten Revision eingelegt haben. Middelhoff hatte bereits am Wochenende berichtete, dass eine Einigung zwischen der Managerversicherung und dem Insolvenzverwalter erzielt worden sei. Der Insolvenzverwalter hatte dies jedoch zunächst nicht bestätigt. (dpa)

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  • Montag, 25. Juli 2016
  • Autobauer
    Airbag-Rückruf kostet Milliarden

    Der Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata trifft deutsche Autobauer hart. Bei BMW, Daimler, Audi und Volkswagen seien mehr als sechs Millionen Autos betroffen, berichtete die "Automobilwoche" mit Verweis auf Angaben der Hersteller. Bei BMW seien es seit 2013 rund vier Millionen Fahrzeuge, bei VW 900.000 Pkw und Transporter. Daimler gab die Zahl der betroffenen Fahrzeuge demnach mit rund einer Million an; Audi mit rund 450.000. "Der Schaden insgesamt dürfte schon jetzt bei über zwei Milliarden Euro liegen", sagte Jan Dannenberg von der Management- und Strategieberatung Berylls der "Automobilwoche". Auf ähnliche Summen kam Autoexperte Stefan Bratzel. Er rechnete pro Auto mit Kosten von bis zu 300 Euro. (AFP)

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  • Unternehmen
    Ericsson sucht neuen Vorstandschef

    Der Netzwerkausrüster Ericsson tauscht seinen Chef aus. Vorstandschef Hans Vestberg trete mit sofortiger Wirkung zurück, teilte der Konzern mit. Der bisherige Finanzchef Jan Frykhammar übernehme übergangsweise seinen Posten. Es werde intern und extern nach geeigneten Kandidaten gesucht. Vestberg war insgesamt 28 Jahre für Ericsson tätig, die letzten sieben als Vorstandschef. Der Konzern steckt in Schwierigkeiten. Bei Vorlage der Quartalszahlen vergangene Woche hatten die Schweden weitere Kostensenkungen angekündigt. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Mrd Euro) zurück. Der Gewinn sank um gut ein Viertel auf 1,6 Milliarden Kronen. (dpa)

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