Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 19. März 2016
  • Geldpolitik

    "Helikoptergeld ist Quatsch"

    Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, hat sich ablehnend zur Idee eines sogenannten Helikoptergeldes geäußert. "Das "Helikoptergeld" ist Quatsch", sagte Schmieding. "Es würde die Illusion nähren, die Notenbank könne für die Bürger einfach immer mehr Geld drucken und damit die Probleme lösen", sagte Schmieding. Das "Helikoptergeld" wird zunehmend unter Experten diskutiert als weiteres mögliches Mittel einer ultralockeren Geldpolitik. Der Kerngedanke: Statt Geld über den Ankauf von Wertpapieren in den Markt zu pumpen, wird Zentralbankgeld quasi verschenkt. Die Befürworter sehen darin den Vorteil, dass das Geld über Konsumausgaben direkt in den Wirtschaftskreislauf gelangen würde. (dpa)

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  • Donnerstag, 23. März 2017
  • Unternehmen
    Leoni will profitabler werden

    Der Automobilzulieferer Leoni rechnet dieses Jahr mit Zuwächsen sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis. Mittelfristig stellte das Unternehmen zudem eine deutlich höhere Profitabilität in Aussicht. Dieses Jahr soll der Umsatz auf rund 4,6 von 4,4 Milliarden Euro steigen. Das EBIT sieht der im Mdax notierte Konzern zwischen 180 bis 200 Millionen Euro. 2016 brach das EBIT belastet von einem Betrugsfall und Kosten für die Sanierung des Unternehmens auf 78 von 151 Millionen Euro ein. Bereinigt um Sondereinflüsse sei das operative Ergebnis um 12 Prozent gestiegen. Der Umsatz sank leicht auf 4,4 (Vorjahr 4,5) Milliarden Euro. Leoni war vergangenes Jahr Opfer eines Internetbetrugs geworden, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. In der Folge waren 40 Millionen Euro auf Konten im Ausland transferiert worden. Leoni musste in Folge die Jahresprognose kappen. Aktuell rechnet das Unternehmen nicht damit, "substanzielle Gelder" aus dem Betrugsskandal wieder zu bekommen. (DJ)

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  • Unternehmen
    Beschwerde gegen Daimler in China

    Der chinesische Autobauer Chery sieht seine Markenschutzrechte durch die Daimler-Elektromarke EQ verletzt. Chery nutze bereits seit zwei Jahren die Marke "eQ" für bestimmte Elektroautos, sagte eine Chery-Sprecherin. Deshalb habe man bei der zuständigen chinesischen Behörde eine Beschwerde wegen Verletzung der Markenschutzrechte eingereicht. Eine Daimler-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Der deutsche Premiumhersteller hat angekündigt, bis Ende des Jahrzehnts Elektroautos unter der Marke "EQ" in Deutschland zu fertigen. Die Fahrzeuge sollen auch in China auf den Markt gebracht werden; einen Zeitpunkt dafür nannte Daimler im vergangenen Jahr nicht. Sollte Chery mit seiner Beschwerde Erfolg haben, wäre das ein Rückschlag für Daimler im wichtigen chinesischen Elektroautomarkt. In dem fernöstlichen Land werden mehr Elektrofahrzeuge verkauft als im Rest der Welt zusammen.  (rts)

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  • Unternehmen
    Investor nimmt GFK von der Börse

    Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK soll nach mehr als 17 Jahren bald von der Börse verschwinden. Der GfK-Verein als Mehrheitsaktionär und die Finanzholding Acceleratio wollen kurzfristig ein Verfahren zur Zwangsabfindung (Squeeze-Out) der restlichen Kleinaktionäre einleiten, wie GfK mitteilte. Der Finanzinvestor KKR hatte die Finanzholding Acceleratio für den Einstieg bei der GfK gegründet. Acceleratio hatte nach dem Einstieg bei dem Marktforscher Verträge mit mehreren Großaktionären über den Erwerb von weiteren 20,9 Prozent der GfK-Anteile geschlossen. Nach Vollzug der Verträge, der noch in diesem Monat erwartet wird, kommen der GfK-Verein und Acceleratio zusammen auf 96,7 Prozent des Grundkapitals, wie der Konzern weiter erklärte. Mit mehr als 95 Prozent - im Zuge einer Übernahme reichen auch 90 Prozent - kann ein Großaktionär die übrigen Anteile gegen eine Abfindung übernehmen. (rts)

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