Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 12. Mai 2015
  • Unternehmen

    Henkel kauft Marken für 220 Millionen Euro

    Der Konsumgüterkonzern Henkel stärkt sein Waschmittelgeschäft mit einer Übernahme in Australien und Neuseeland. Die Düsseldorfer erwerben vom Konkurrenten Colgate-Palmolive dort mehrere Waschmittelmarken, wie der Dax-Konzern mitteilte. Für Marken wie Cold Power, Dynamo, Fab und Sard zahlt Henkel 220 Millionen Euro. Durch die Übernahme wird der Konzern nach eigenen Angaben einer der größten Anbieter im Waschmittelsegment in der Region und will dort künftig auch eigene Marken verkaufen. Henkel hatte das Waschmittelgeschäft im vergangenen Jahr bereits gezielt mit Übernahmen ausgebaut. Der Umsatz der Sparte kletterte im ersten Quartal 2015 um 13,2 Prozent. Aber auch das Geschäft mit Artikeln rund um die Körperpflege wuchs. Hier könnte sich Henkel möglicherweise ebenfalls verstärken. Insider hatten in der Vergangenheit berichtet, Henkel habe ein Auge auf das Haarpflegegeschäft Wella des US-Konzerns Procter & Gamble (P&G) geworfen. Der Düsseldorfer Konzern schweigt sich dazu aus. (rts)

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  • Mittwoch, 27. Juli 2016
  • Unternehmen
    Richter verknackt Solarworld zu Millionenstrafe

    Der Bonner Solarkonzern Solarworld soll knapp 800 Millionen Dollar (etwa 727 Millionen Euro) an den US-Siliziumlieferanten Hemlock zahlen. Das habe in erster Instanz das zuständige Gericht in Michigan entschieden, teilte Solarworld mit. Solarworld werde Rechtsmittel einlegen. Konzernchef Frank Asbeck bekräftigte, er sehe für Hemlock in Deutschland keine Durchsetzungsmöglichkeit ihrer Forderung. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung um nicht abgenommenes Silizium. Im Geschäftsbericht warnt Solarworld, dass eine Verurteilung auf Zahlung der geforderten Summe das Unternehmen in seinem Bestand gefährden würde. (rts)

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  • Quartalszahlen
    Bayer steigert Gewinn deutlich

    Gut laufende Geschäfte mit neuen Medikamenten haben dem Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnschub beschert. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,38 Milliarden Euro - 18,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Konzern in Leverkusen mitteilte. Der Umsatz ging von April bis Juni wegen negativer Wechselkurseffekte um 1,4 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie um Wechselkursschwankungen wäre der Umsatz um 2,3 Prozent gestiegen. Zum milliardenschweren Übernahme-Poker um den US-Saatgutspezialisten Monsanto hielt sich Bayer bedeckt. Im Bericht zum zweiten Quartal wurde die Rekordofferte für Monsanto in Höhe von zuletzt rund 64 Milliarden US-Dollar mit keinem Wort erwähnt. (dpa)

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  • Unternehmen
    Boeing sichert sich Großauftrag aus Malaysia

    Der US-Flugzeughersteller Boeing hat einen Auftrag für bis zu 50 Maschinen des Typs 737 Max von Malaysia Airlines erhalten. Die Order, die sich auf 25 Festbestellungen und 25 Absichtserklärungen aufteilt, habe ein Volumen von 5,5 Milliarden US-Dollar zu Listenpreisen. Allerdings bekommen Käufer bei derart hohen Auftragsvolumina in der Regel einen Preisabschlag, der bis zu 30 Prozent vom Listenpreis betragen kann. Die Auslieferungen der Maschinen sollen in drei Jahren beginnen. Malaysia Airlines verfügt aktuell über eine Flotte von 56 Maschinen des Typs 737-800. (DJ)

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  • Fusionen
    Milliardenübernahme in Chipbranche

    In der Chipbranche kommt es zu der nächsten Großübernahme. Der US-Konzern Analog Devices kündigte den Kauf des heimischen Konkurrenten Linear Technology für rund 14,8 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen wolle so sein Geschäft mit Halbleitern ausbauen, die analoge in digitale Signale umwandeln. Die Technik ist etwa für Smartphones und andere Geräten mit Verbindung zum Internet wichtig. Linear gilt schon seit längerem wegen seiner lukrativen Geschäfte als attraktiver Übernahmekandidat. Analog Devices ist der Deal ein Aufschlag von 24 Prozent auf den Linear-Schlusskurs von Montag wert. (rts)

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