Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 12. Mai 2015
  • Unternehmen

    Henkel kauft Marken für 220 Millionen Euro

    Der Konsumgüterkonzern Henkel stärkt sein Waschmittelgeschäft mit einer Übernahme in Australien und Neuseeland. Die Düsseldorfer erwerben vom Konkurrenten Colgate-Palmolive dort mehrere Waschmittelmarken, wie der Dax-Konzern mitteilte. Für Marken wie Cold Power, Dynamo, Fab und Sard zahlt Henkel 220 Millionen Euro. Durch die Übernahme wird der Konzern nach eigenen Angaben einer der größten Anbieter im Waschmittelsegment in der Region und will dort künftig auch eigene Marken verkaufen. Henkel hatte das Waschmittelgeschäft im vergangenen Jahr bereits gezielt mit Übernahmen ausgebaut. Der Umsatz der Sparte kletterte im ersten Quartal 2015 um 13,2 Prozent. Aber auch das Geschäft mit Artikeln rund um die Körperpflege wuchs. Hier könnte sich Henkel möglicherweise ebenfalls verstärken. Insider hatten in der Vergangenheit berichtet, Henkel habe ein Auge auf das Haarpflegegeschäft Wella des US-Konzerns Procter & Gamble (P&G) geworfen. Der Düsseldorfer Konzern schweigt sich dazu aus. (rts)

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  • Mittwoch, 18. Januar 2017
  • Übernahmen
    Italiener übernehmen griechische Bahn

    Eine weitere Privatisierung in Griechenland ist unter Dach und Fach: Die staatlichen italienischen Eisenbahnen (Ferrovie Dello Stato Italiane) haben die griechische Staatsbahn Trainose gekauft. Ein entsprechender Vertrag wurde mit dem Privatisierungsfonds (TAIPED) unterzeichnet. Dies meldete das griechische Staatsfernsehen. Nach Berichten der Athener Finanzpresse soll der Kaufpreis bei 45 Millionen Euro liegen. Privatisierungen sind wesentlicher Bestandteil des griechischen Spar- und Reformprogramms und Voraussetzung für weitere Hilfen der Gläubiger des hoch verschuldeten Lands. Der relativ niedrige Kaufpreis sei Folge des schlechten Zustands, in dem sich die Bahn in Griechenland befindet, hieß es in den Berichten. Fast das gesamte Einsenbahnnetz auf der Halbinsel Peloponnes ist in den vergangenen vier Jahren aufgegeben worden. Die traditionsreichen Schlafwagenzüge zwischen Athen und Thessaloniki sowie auf der Strecke Thessaloniki-Istanbul fahren nicht mehr. (dpa)

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  • Unternehmen
    HSBC verlegt wegen Brexit Teile nach Paris

    Rückschlag für das deutsche Finanzzentrum Frankfurt: Europas größte Bank HSBC will nach einem EU-Abschied Großbritanniens einen Teil ihrer Aktivitäten nach Paris verlagern. Etwa 20 Prozent der Handelsumsätze würden nach dem Brexit in die französische Hauptstadt gehen, kündigte Konzernchef Stuart Gulliver am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos an. "Wir gehen nicht dieses Jahr und vielleicht auch nicht nächstes Jahr", sagte Gulliver. "Wir gehen in etwa zwei Jahren, wenn der Brexit wirksam ist." HSBC habe alle notwendigen Lizenzen für solch einen Schritt. Nach dem Brexit-Entscheid im Juni 2016 hatte die Bank von etwa 1000 Jobs gesprochen, die aus London abwandern könnten.

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  • Unternehmen
    DB fährt positives Betriebsergebnis ein

    Die Deutsche Bahn hat 2016 nach einem Verlustjahr wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente der bundeseigene Konzern 1,8 Milliarden Euro, wie Bahnchef Rüdiger Grube bekanntgab. Damit hat das Unternehmen wieder das Niveau von 2014 erreicht. 2015 hatte die Bahn noch einen operativen Verlust von 154 Millionen Euro verbucht. Unterm Strich musste sie damals sogar ein Minus von 1,31 Milliarden Euro ausweisen. Das lag vor allem an Abschreibungen auf den Schienengüterverkehr. Die Bahn habe nun "die Trendwende geschafft", sagte Grube angesichts der besseren Zahlen. "Hierauf wollen wir 2017 aufbauen und uns weiter steigern." Ziel sei es, die Bahn "jeden Tag für unsere Kunden ein Stück besser und attraktiver zu machen". In Sachen Pünktlichkeit sei das 2016 bereits gelungen. Im Fernverkehr sei der Anteil pünktlicher Züge von 74,4 Prozent (2015) auf 78,9 Prozent gestiegen. Das selbstgesteckte Ziel von 80 Prozent wurde damit allerdings verfehlt. Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeitsquote bei 94,8 Prozent (Vorjahr: 94,2 Prozent) und im Güterverkehr bei 76,0 Prozent (Vorjahr: 72,8 Prozent). Nach der Definition der Bahn ist ein Zug noch pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät ankommt. (dpa)

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