Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 31. Juli 2014
  • Unternehmen

    HypoVereinsbank verkauft DAB an BNP

    Die HypoVereinsbank hat einen Käufer für ihre Tochter DAB gefunden. Ihren Anteil von 81,4 Prozent will die BNP Paribas übernehmen. Als Kaufpreis wurden 4,78 Euro je Aktie vereinbart. Damit werde der Anteil der HypoVereinsbank mit rund 354 Millionen Euro bewertet, teilte die DAB Bank AG mit. An der Börse wird die Onlinebank DAB mit rund 375 Millionen Euro bewertet. Die HVB hatte den Preis für die Tochter nach einer ersten Sondierung des Marktes auf 500 Millionen Euro angesetzt, hatte es in Finanzkreisen geheißen. Der Vorstand der DAB Bank AG stehe einer Übernahme grundsätzlich positiv gegenüber, hieß es. Sie müsse noch vom Aufsichtsrat der HypoVereinsbank sowie den zuständigen Behörden genehmigt werden. (DJ)

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  • Sonntag, 26. März 2017
  • Vogelgrippe
    Bund plant keinen Antrag auf EU-Hilfen

    Die Bundesregierung will in Brüssel keine Entschädigungen für deutsche Legehennenbetriebe für deren Verluste durch die Vogelgrippe beantragen. "Eine Entschädigung nach Marktordnung ist derzeit nicht vorgesehen", sagte eine Ministeriumssprecherin dem "Tagesspiegel". Das Ministerium verwies demnach darauf, dass "der überwiegende Teil des Lebensmitteleinzelhandels" den Lieferanten die höheren Preise für Freilandeier weiter gezahlt habe, obwohl die Eier wegen der Stallpflicht tatsächlich aus Bodenhaltung gekommen waren. Für Eier aus Freilandhaltung erhalten die Erzeuger elf bis zwölf Cent pro Ei, bei Bodenhaltung sind es sieben bis acht. Einige Handelsketten, darunter Edeka und Rewe, hatten sich zu einer Weiterzahlung der höheren Preise verpflichtet. Allerdings handelt es sich dabei um freiwillige Aktionen einzelner Unternehmen. Die EU-Kommission wäre laut "Tagesspiegel" durchaus bereit, den Legehennenbetrieben zu helfen. Finanzielle Hilfen seien möglich, sollte ein Mitgliedstaat das beantragen, sagte eine Kommissionssprecherin der Zeitung. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft hatte den wirtschaftlichen Schaden durch die Vogelgrippe erst kürzlich mit 40 Millionen Euro beziffert. (AFP)

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  • Bahn
    Güterwaggons sollen künftig leiser bremsen

    Die Deutsche Bahn erwartet, dass bis Jahresende knapp zwei Drittel ihrer Güterwaggons auf leisere Bremstechnik umgerüstet sind. Bisher seien 33.000 von 64.000 Wagen mit Flüsterbremsen ausgestattet, teilte die Bahn am Sonntag mit. Ende 2017 sollen es dann rund 40.000 Waggons sein. Zuvor hatte auch die "Rheinische Post" darüber berichtet. Die gesamte Flotte soll bis 2020 leiser fahren.  Außerdem will die Bahn bis dann auf weiteren 400 Kilometern den Lärmschutz am Gleis verbessern. Außer der Bahntochter DB Cargo gibt es noch eine Reihe anderer europäischer Betreiber von Güterverkehr auf dem deutschen Netz. Die Bundesregierung hatte vor Weihnachten einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, nach dem besonders laute Güterwaggons ab Ende 2020 nicht mehr auf dem deutschen Netz rollen dürfen. (dpa)

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  • Samstag, 25. März 2017
  • Handel
    Kaufhof prüft Ausstieg aus Tarifvertrag

    Die Warenhauskette Galeria Kaufhof prüft laut einem Bericht des "Manager Magazins" einen Ausstieg aus dem Einzelhandelstarifvertrag. Es gebe bereits Gespräche zwischen der Firma, die seit 2015 dem kanadischen Konzern Hudson's Bay (HBC) gehört, und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, berichtete das Magazin. Kaufhof äußerte sich nicht zu möglichen Gesprächen mit Verdi. "HBC Europe und Galeria Kaufhof bekennen sich zur Tarifbindung und zur Sozial- und Tarifpartnerschaft mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften", teilte das Unternehmen am Samstag auf Anfrage mit. Kaufhof setze sich seit vielen Jahren "für moderne und wettbewerbsfähige Vereinbarungen" ein, "die den heutigen Arbeitswelten im Textileinzelhandel entsprechen". Die Vorbesitzerin von Galeria Kaufhof, die Metro AG, hatte sich von HBC damals vertraglich zusichern lassen, dass die Warenhausfirma bis mindestens 2020 im Tarifvertrag bleibt. Allerdings ist laut "Manager Magazin" für einen Bruch der Vereinbarung keine Vertragsstrafe vereinbart. Galeria Kaufhof hatte in den vergangenen Monaten die Kaufzurückhaltung vieler Kunden zu spüren bekommen. Im wichtigen Weihnachtsquartal war das Geschäft in Deutschland und Belgien um zwei Prozent geschrumpft. Konzernchef Olivier van den Bossche hatte in dem Zuge aber angekündigt, man werde sich an die von HBC unterschriebene Sozialcharta halten. Kaufhof beschäftigt nach Angaben auf der Firmenhomepage rund 20.000 Menschen. (dpa)

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