Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 24. März 2016
  • Arbeitsmarkt

    Immer mehr Franzosen ohne Job

    Inmitten politischer Turbulenzen um eine geplante Arbeitsmarktreform erreicht die Arbeitslosigkeit in Frankreich ein neues Rekordniveau. Ende Februar waren mehr als 3,59 Millionen Menschen ohne Job gemeldet, wie das Arbeitsministerium in Paris mitteilte. Das sind 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Frankreich leidet seit Jahren unter einer schlechten Lage am Arbeitsmarkt und musste im vergangenen Jahr immer wieder neue Höchststände der Arbeitslosigkeit melden. (dpa)

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  • Dienstag, 28. Februar 2017
  • Pharmakonzern
    Bayer belohnt 30.600 Deutschland-Beschäftigte

    Vom Rekordgewinn des Bayer-Konzerns im vergangenen Jahr profitieren auch die Beschäftigten. An die 30.600 Mitarbeiter des Unternehmens in Deutschland werde eine Erfolgsbeteiligung von insgesamt 460 Millionen Euro ausgeschüttet, teilte Bayer in Leverkusen mit. Weltweit nannte Bayer eine Summe von 1,1 Milliarden Euro für knapp 100 000 Beschäftigte.

    Sie erhielten die Bonuszahlung mit ihren Monatsgehältern Ende April. Im Tarifbereich belaufe sich die Erfolgsbeteiligung auf 120 bis 180 Prozent eines tariflichen Monatsentgeltes. (dpa)

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  • Aktienmärkte
    Norwegens Staatsfonds streicht 50 Milliarden Euro ein

    Der norwegische Pensionsfonds, größter Staatsfonds der Welt, hat vor allem durch gut laufende Aktiengeschäfte seinen Wert im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Er wuchs 2016 um 447 Milliarden Kronen (50 Milliarden Euro) auf umgerechnet fast 850 Milliarden Euro, wie die mit der Fondsverwaltung beauftragte norwegische Zentralbank mitteilte. Am besten entwickelten sich demnach die Investitionen des Fonds in Aktien, mit einer Rendite von 8,7 Prozent.

    Mit Staatsanleihen erzielte der norwegische Staatsfonds demnach eine Rendite von 4,3 Prozent, mit Immobilien von 0,8 Prozent. Der Fonds hat in rund 9000 Unternehmen weltweit Geld investiert und gilt als sehr einflussreich, weil andere Investoren seinen Entscheidungen folgen. (AFP)

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  • Unternehmen
    Siemens darf Mentor Graphics übernehmen

    Die EU-Kommission hat der Übernahme des US-Softwareherstellers Mentor Graphics durch Siemens zugestimmt. Wegen der "moderaten kombinierten Marktposition" beider Unternehmen gebe es keinen Anlass für Sorgen um den Wettbewerb, erklärte die EU-Behörde in Brüssel. Siemens hatte im November angekündigt, das Unternehmen für 4,5 Milliarden Dollar (4,14 Milliarden Euro) kaufen zu wollen. Mentor Graphics hat seinen Sitz im US-Bundesstaat Oregon und mehr als 5700 Mitarbeiter. Das Unternehmen stellt Automatisierungssoftware her, unter anderem für die Anwendung in der Automobilelektronik. (AFP)

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  • Unternehmer
    SAP-Chef McDermott ist neuer Spitzenverdiener

    SAP-Chef Bill McDermott hat im vergangenen Jahr Daimler-Chef Dieter Zetsche als Spitzenverdiener unter den Dax-Konzernen abgelöst. Einschließlich mehrjähriger Bonusprogramme flossen dem Vorstandschef des Walldorfer Softwarekonzerns 2016 knapp 15,6 Millionen Euro zu, wie aus dem Geschäftsbericht von SAP hervorgeht. Zetsche verdiente im vergangenen Jahr 13,8 Millionen Euro. Nach einer Übersicht der Vergütungsberatung hkp liegen die beiden mit zweistelligen Millionen-Einnahmen weit vor dem drittplatzierten Siemens-Chef Joe Kaeser, der 8,4 Millionen Euro auf sein Konto überwiesen bekam. Allerdings haben noch nicht alle der im Leitindex Dax gelisteten 30 Konzerne ihre Geschäftsberichte vorgelegt. (rts)

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  • Arbeitsmarkt
    Zahl der Existenzgründer geht zurück

    Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hat im vergangenen Jahr den Drang zur Selbstständigkeit gemindert. Die Zahl der Existenzgründer in Deutschland sank um 13 Prozent auf den bisher tiefsten Stand von 672.000 Personen, wie die staatseigene Förderbank KfW in Frankfurt berichtete. Die Jobchancen seien gut wie lange nicht. "Dies setzt der Gründungstätigkeit besonders zu", erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Für dieses Jahr erwartet die KfW wieder eine Zunahme der Gründungstätigkeit. (dpa)

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  • Unternehmen
    Blohm und Voss streicht 300 Stellen

    Bei der Hamburger Werft Blohm und Voss sollen rund 300 von gegenwärtig fast 1000 Arbeitsplätzen wegfallen. Das teilten Geschäftsführung und Aufsichtsrat bei einer Betriebsversammlung in Hamburg mit. Durch hohe Kostenstrukturen, versäumte Investitionen und einen zu niedrigen Auftragsbestand befinde sich Blohm und Voss in einem kritischen Zustand, teilte die Bremer Lürssen-Gruppe als Eigentümer der Werft im Anschluss an die Versammlung mit. (dpa)

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  • Jahresbilanz
    Salzgitter fährt Nettogewinn ein

    Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern Salzgitter ist im vergangenen Jahr unter dem Strich in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Unternehmen habe 2016 einen Nettogewinn von 56,8 Millionen Euro eingefahren nach einem Verlust von 56 Millionen im Jahr davor, teilten die Niedersachsen mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 29,6 Millionen Euro gerechnet. Salzgitter profitierte von Kostensenkungen und den sich in der zweiten Jahreshälfte stabilisierenden Stahlpreisen. Vor Steuern steht nach den vorläufigen Zahlen ein Gewinn von 53,2 Millionen Euro in den Büchern. Vor einem Jahr waren es gerade mal 4,1 Millionen. Für 2017 peilt Salzgitter einen Vorsteuergewinn von 100 bis 150 Millionen Euro an. Der Konzernumsatz solle auf rund neun Milliarden Euro klettern, nachdem er im vergangenen Jahr wegen des Preisverfalls beim Stahl auf 7,9 Milliarden von 8,6 Milliarden geschrumpft war. (rts)

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  • Konjunktur
    Japans Industrie schwächelt

    Die Industrieproduktion in Japan ist im Januar überraschend gesunken. Das Wirtschaftsministerium machte dafür vor allem eine Abschwächung der Ausfuhren japanischer Autos in die USA verantwortlich. Die Produktion sank den amtlichen Daten zufolge zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent. Dies ist der kräftigste Rückgang seit Mai 2016. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet. Die Daten zeigen, dass die Entwicklung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter auf wackligen Beinen steht. (rts)

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