Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 19. Januar 2015
  • Konjunktur

    Industrieproduktion der Ukraine bricht ein

    In der Ukraine schmälern die Kämpfe im Osten des Landes massiv die Produktion der Industrie. Die Betriebe stellten im vergangenen Jahr 10,7 Prozent weniger her als 2013, teilte das nationale Statistikamt mit. Dies war der stärkste Rückgang in den vergangenen Jahren. 2013 betrug das Minus 4,3 Prozent und 2012 0,7 Prozent. Im Dezember 2014 brach die Produktion sogar um 17,9 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat ein. Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten machen der Wirtschaft zu schaffen. Viele Fabriken mussten wegen des Konfliktes die Arbeit einstellen. (rts)

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  • Donnerstag, 30. März 2017
  • Elektronik
    Toshiba verkauft Tafelsilber

    Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende japanische Technologiekonzern Toshiba spaltet sein Geschäft mit Speicherchips ab. Die Anteilseigner stimmten diesem Schritt bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zu. Toshiba braucht wegen massiver Probleme im US-Atomkraftwerksgeschäft dringend Geld. Erst am Vortag hatte Toshiba bekanntgegeben, dass die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt wurde.

    Toshiba wird möglicherweise eine Mehrheit oder sogar alle Anteile an dem Geschäft mit Speicherchips verkaufen. Laut Medienberichten sind unter anderem das taiwanesische Unternehmen Hon Hai Precision Industry und der US-Konzern Western Digital sowie der südkoreanische Rivale SK Hynix interessiert. Im Mai will sich Toshiba entscheiden. (dpa)

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  • Mittwoch, 29. März 2017
  • Tarifverhandlungen
    Versicherungsangestellte wollen mehr

    Für rund 170.000 Versicherungsangestellte in Deutschland fordert die Gewerkschaft Verdi 4,5 Prozent mehr Geld sowie Regeln für flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten. Die Tarifverhandlungen beginnen an diesem Donnerstag in Düsseldorf. Die Arbeitgeber sollen nach dem Willen der Gewerkschaft betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 ausschließen und Verdi-Mitgliedern monatlich 80 Euro für die Altersvorsorge zahlen. Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland nannte die Forderungen überzogen. Die Versicherungen wollen sich auch nicht auf die geforderte Laufzeit von nur einem Jahr einlassen. (dpa)

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  • Unternehmen
    Pötsch verlängert als Chef von Porsche SE

    Die Familienholding Porsche SE hält an dem Vorstandsvorsitzenden Hans Dieter Pötsch fest. Der Manager, der auch Aufsichtratschef von Volkswagen ist, soll die Holding bis November 2022 leiten. Sein Vertrag wurde um fünf Jahre verlängert, wie das Unternehmen mitteilte. Die Bestellung von Philipp von Hagen, Vorstand Beteiligungsmanagement, sei um drei Jahre bis Februar 2021 verlängert worden. Neben Pötsch und von Hagen gehören dem Vorstand der Porsche SE auch VW-Chef Matthias Müller (Strategie und Unternehmensentwicklung) sowie Manfred Döss (Recht und Compliance) an. Die Porsche Holding verfügt über die Mehrheit der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern und gilt daher als eigentliches Machtzentrum des weltweit größten Autoherstellers. (DJ)

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  • Unternehmen
    Massenrückruf von Mercedes und VW in China

    Die Autobauer Mercedes und Volkswagen rufen in China fast eine Million Fahrzeuge zurück. Wie die chinesische Regulierungsbehörde Aqsiq am späten Dienstagabend mitteilte, sind 398.500 Autos verschiedener Modelle von Mercedes Benz betroffen, die zwischen Mai 2015 und Februar 2017 produziert wurden. Volkswagen ruft demnach 572.400 Wagen seiner Tochter Audi zurück, hierbei sind Modelle von Juni 2010 bis August 2016 betroffen. Bei den Mercedes-Wagen kann es beim Start des Motors zu Überhitzungen kommen, vor allem bei mehrmaligen Startversuchen, wie die chinesische Behörde mitteilte. Bei den Audi-Fahrzeugen warnte der Hersteller vor Problemen mit dem Schiebedach. Diese könnten zu Beeinträchtigungen der Sicherheitsvorkehrungen führen, vor allem bei den Airbags. (AFP)

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  • Unternehmen
    Toshiba schickt Atomtochter in Insolvenz

    Die US-Atomsparte des kriselnden japanischen Technologiekonzerns Toshiba beantragt Insolvenz. Westinghouse Electric Company (WEC) sowie Firmen der Unternehmensgruppe hätten sich zu diesem Schritt entschlossen, teilte Toshiba mit. Demnach hat Westinghouse Electric Gläubigerschutz beantragt. Massive Probleme bei der US-Atomsparte hatten ein gewaltiges Loch in die Bilanz von Toshiba gerissen. Mit der Insolvenz von Westinghouse will Toshiba die Sparte aus den Büchern bekommen. Fürs laufende Geschäftsjahr rechnet Toshiba jetzt mit einem Verlust von 1,01 Billionen Yen (rund 8,3 Milliarden Euro) statt minus 390 Milliarden Yen wie noch im Februar mitgeteilt. (dpa)

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