Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 06. Februar 2016
  • Rohstoffe

    Iran setzt 300.000 bpd an Erdöl nach Europa ab

    Seit Aufhebung der Atom-Sanktionen ist der Erdölabsatz des Iran nach Europa laut einem Agenturbericht auf mehr als 300.000 Barrel pro Tag (bpd) gestiegen. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Schana unter Berufung auf den iranischen Ölminister Bidschan Sanganeh. Zu den Abnehmern gehöre unter anderem der französische Ölkonzern Total. Auch der italienische Mitbewerber Eni und die Raffinerie Saras seien interessiert. Unklar ist, wie viel Öl die Islamische Republik in den vergangenen Jahren nach Europa geliefert hat. Auf dem Rekordhoch 2011 hatte der Iran insgesamt mehr als drei Millionen Barrel pro Tag exportiert. Mit den schärferen Sanktionen ein Jahr später wegen des Atomprogramms sanken die Ausfuhren auf etwas mehr als eine Million Barrel pro Tag. Mit dem weitgehenden Ende der internationalen Sanktionen will der Iran nun trotz des Ölpreisverfalls seine Produktion um 500.000 Barrel pro Tag steigern. (rts)

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  • Donnerstag, 21. September 2017
  • Unternehmen
    Deutsche Börse deckelt Vorstandsgehälter

    Die Deutschen Börse hat der Bezahlung des Topmanagements Grenzen gesetzt. Wie der Dax-Konzern mitteilte, führt er eine Obergrenze für die Gesamtvergütung des Vorstands ein. Dies habe der Aufsichtsrat beschlossen. Die jährliche Vorstandsvergütung, bestehend aus fixen und variablen Gehaltsbestandteilen sowie betrieblicher Altersversorgung, wird bei 9,5 Millionen Euro begrenzt. Diese Obergrenze soll bereits mit Blick auf die Vorstandsvergütung 2017 wirksam werden. Die Überarbeitung sei bereits seit langem vorbereitet worden. (DJ)

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  • Wirtschaftskrise
    Russland muss weitere Bank retten

    Die russische Zentralbank rettet das krisengeplagte Geldhaus B&N. Wie die Notenbank mitteilte, wird sie Kapital zur Verfügung stellen und damit größter Anteilseigner. Damit solle die Finanzstabilität des Instituts verbessert werden. B&N - die zwölftgrößte Bank im Land - hatte am Mittwoch wegen toxischer Vermögenswerte in der Bilanz einen Rettungsantrag gestellt. Es ist bereits die zweite Bankenrettung in Russland innerhalb von drei Wochen. Zuletzt wurde bereits die Privatbank Otkritie gestützt. Das Land spürt seit Jahren die Sanktionen des Westens im Zuge des Ukraine-Konflikts.

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  • Staatschulden
    Deutschlands Schulden sinken deutlich

    Die Schulden des deutschen Staates sind zur Jahresmitte dank wachsender Steuereinnahmen und niedriger Zinskosten unter die Marke von zwei Billionen Euro gesunken. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen Ende Juni zusammen mit 1,9778 Billionen Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind 2,9 Prozent oder 59,8 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor.

    Die Schuldenlast des Bundes nahm besonders deutlich ab. Sie sank um 3,3 Prozent auf 1,244 Billionen Euro ab. Die Verbindlichkeiten der Länder schrumpften um 2,4 Prozent auf 592,9 Milliarden Euro. Die Gemeinden und Gemeindeverbände verringerten ihre Schuldenlast um 1,8 Prozent auf 140,5 Milliarden Euro.

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  • Konjunktur
    Schweiz senkt erneut Wachstumsprognose für 2017

    Die Schweizer Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2017 erneut gesenkt. Wegen der schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr reduzierte die Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft ihre Erwartung auf 0,9 (bisher: 1,4) Prozent. Schon im Juni war die Prognose von 1,6 auf 1,4 Prozent reduziert worden. Danach sollte die Schweizer Wirtschaft aber zu einem stärkeren Wachstum zurückfinden, für 2018 rechnen die Experten nun mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 (1,9) Prozent.

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  • Unternehmen
    Gewinnziel von Hannover Rück auf der Kippe

    Die Reihe verheerender Wirbelstürme und das schwere Erdbeben in Mexiko könnten Hannover Rück einen Strich durch die Rechnung machen. Denn der Rückversicherer sieht das Erreichen seines Gewinnziels für dieses Jahr in Gefahr. Die Schäden aus den Wirbelstürmen "Harvey" und "Irma" könnten noch durch das Budget für Großschäden in Höhe von 825 Millionen Euro abgedeckt werden, teilte Hannover Rück mit. Allerdings könnten der jüngste Hurrikan "Maria" und das Erdbeben in Mexiko zu weiteren deutlichen Belastungen führen, die dieses Budget übersteigen würden. Daher werde "das angestrebte Konzernjahresergebnis von mehr als eine Milliarde Euro möglicherweise nicht erreicht." (rts)

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