Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 06. Februar 2016
  • Rohstoffe

    Iran setzt 300.000 bpd an Erdöl nach Europa ab

    Seit Aufhebung der Atom-Sanktionen ist der Erdölabsatz des Iran nach Europa laut einem Agenturbericht auf mehr als 300.000 Barrel pro Tag (bpd) gestiegen. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Schana unter Berufung auf den iranischen Ölminister Bidschan Sanganeh. Zu den Abnehmern gehöre unter anderem der französische Ölkonzern Total. Auch der italienische Mitbewerber Eni und die Raffinerie Saras seien interessiert. Unklar ist, wie viel Öl die Islamische Republik in den vergangenen Jahren nach Europa geliefert hat. Auf dem Rekordhoch 2011 hatte der Iran insgesamt mehr als drei Millionen Barrel pro Tag exportiert. Mit den schärferen Sanktionen ein Jahr später wegen des Atomprogramms sanken die Ausfuhren auf etwas mehr als eine Million Barrel pro Tag. Mit dem weitgehenden Ende der internationalen Sanktionen will der Iran nun trotz des Ölpreisverfalls seine Produktion um 500.000 Barrel pro Tag steigern. (rts)

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  • Mittwoch, 29. Juni 2016
  • Inflation
    Preise ziehen leicht an

    Verbraucher haben im Juni für das Bestreiten der Lebenshaltungskosten etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Inflation legte leicht um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wie das Statistische Bundesamt vorläufig mitteilte. Die Teuerungsrate bleibt damit aber weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die erst bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen spricht. Einmal mehr bremsten dabei sinkenden Energiepreise den Anstieg. Allerdings sanken sie mit 6,4 Prozent nicht mehr ganz so stark wie in den vorangegangenen Monaten. Im Mai hatte das Minus noch bei 7,9 Prozent gelegen. (dpa/AFP)

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  • Verkehr
    Alstom baut neue U-Bahn-Strecke in Dubai

    Ein vom französischen Zugbauer Alstom angeführtes Konsortium hat den Zuschlag für den milliardenschweren Ausbau der U-Bahn von Dubai erhalten. Alstom soll zusammen mit dem spanischen Bauunternehmen Acciona und dem türkischen Transportkonzern Gulermak die Verlängerung der U-Bahn zum Gelände der Expo 2020 bauen, wie die Regierung des Emirats mitteilte. Der Vertrag mit einem Wert von umgerechnet 2,6 Milliarden Euro umfasst den Bau einer 15 Kilometer langen U-Bahn-Strecke und den Kauf von 50 Zügen. Das Expolink genannte Konsortium soll noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Die Strecke soll im Mai 2020 und damit einige Monate vor Beginn der Weltausstellung in dem Stadtstaat eröffnet werden. (AFP)

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  • Konjunktur
    Deutscher Stellenindex auf Rekordniveau

    Die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland bleibt auf einem sehr hohen Niveau. Im Juni blieb der Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit unverändert bei 216 Punkten, teilte die Behörde in Nürnberg mit. Dies ist gegenüber dem Juni des Vorjahres ein Plus von 25 Punkten und bedeutet ein Verharren auf Rekordniveau. Der Zuwachs an freien Stellen betreffe fast alle Branchen. In vier Fünfteln der Wirtschaftsabteilungen der Unternehmen in Deutschland falle der Arbeitskräftebedarf höher aus als vor einem Jahr, erklärte die Bundesagentur. Besonders stark fällt der Arbeitskräftebedarf demnach rund um das Thema Flüchtlingsmanagement aus, in der öffentlichen Verwaltung stieg der Stellenbedarf im Vorjahresvergleich um 86 Prozent, bei Wach- und Sicherheitsdiensten um 56 Prozent. Aber auch am Bau und im Bereich Erziehung und Unterricht gebe es eine verstärkte Nachfrage. (AFP)

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  • Autobranche
    Toyota beordert Hybrid-Autos zurück

    Der japanische Autobauer Toyota ruft weltweit 1,43 Millionen Fahrzeuge wegen eines möglichen Airbag-Defekts zurück in die Werkstätten. Betroffen seien Hybrid-Fahrzeuge des Typs Prius und Lexus CT200h aus den Jahren 2010 bis 2012, teilte der Konzern mit. Bei diesen Autos könne es vorkommen, dass der Gasgenerator des Airbags einen kleinen Riss an der Schweißnaht habe. Dies könne letztlich dazu führen, dass der Airbag teilweise aufgeblasen werden und der Generator ins Wageninnere geraten könne. Dadurch bestehe die Gefahr von Verletzungen. Nach Firmenangaben sind bislang keine solchen Verletzungen bekannt. (rts)

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  • Banken
    Arbeitgeber mit Tarifangebot

    In den Tarifverhandlungen für die privaten und öffentlichen Banken haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot vorgelegt. Es sehe eine Erhöhung der Tarifgehälter um insgesamt 2,8 Prozent in drei Stufen vor, teilte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Heinz Laber, mit. Die Laufzeit soll demnach 36 Monate betragen. Laber sprach von einer "klaren Reallohnverbesserung", die es trotz "hoher Belastungen der Unternehmen" geben solle. Er hoffe, dass auf dieser Basis bei der nächsten Verhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt werde. Die Gespräche zwischen dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) und den Gewerkschaften sollen am 12. Juli fortgesetzt werden. Verhandelt wird über die Gehälter von rund 230.000 Beschäftigten. Die Gewerkschaften Verdi und DBV hatten eine Gehaltserhöhung um 4,9 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Die Gewerkschaft DHV war mit einer Forderung von 4,6 Prozent mehr Gehalt in die Verhandlungen gegangen. (rts)

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