Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 18. Januar 2016
  • Rohstoffe

    JP Morgan prophezeit Ölförderern Ausverkauf

    Der anhaltende Ölpreisverfall zwingt die Förderstaaten nach Einschätzung von JP Morgan zu massiven Verkäufen ihres Tafelsilbers. Zur Stabilisierung ihrer Haushalte würden die Länder im laufenden Jahr weltweit Vermögenswerte für insgesamt 240 Milliarden Dollar auf den Markt werfen, prognostizierte die US-Bank. Größtenteils werde es sich dabei um Aktien und Anleihen handeln. Demnach würden Währungsreserven abgebaut und die Anlagen von Staatsfonds reduziert. Zusammen müssten die ölfördernden Staaten ein Etatloch von 260 Milliarden Dollar stopfen. Nach Erhebung von JP Morgan hatten die betroffenen Länder im vergangenen Jahr, als der Preisrückgang bereits Fahrt aufnahm, Vermögenswerte im Umfang von 70 Milliarden Dollar losgeschlagen. Die Berechnungen von JP Morgan basieren auf der Annahme, dass Öl dieses Jahr im Schnitt 31 Dollar je Barrel kosten wird. (rts)

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  • Samstag, 25. Februar 2017
  • Konjunktur
    Volkswirte erwarten stabilen Arbeitsmarkt

    Volkswirte rechnen trotz unverkennbarer Risiken vorerst mit einer stabilen Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In der zweiten Jahreshälfte dürfte der Stellenmarkt allerdings etwas an Schwung verlieren, prognostizierten die Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Grund dafür sei das im Vergleich zu 2016 voraussichtlich etwas schwächere Wirtschaftswachstum. Risiken etwa durch den geplanten Brexit seien derzeit noch schwer abzuschätzen. Insgesamt dürfte sich nach Einschätzung von Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld der Arbeitsmarkt in diesem Jahr "sehr ordentlich entwickeln". (dpa)

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  • Unternehmen
    Opel hält an Strategie fest

    Opel-Vorstand Tina Müller sieht in der drohenden Übernahme durch den französischen Autokonzern PSA Peugeot Citroen keinen Grund für einen Strategiewechsel. "Der Markenaufbau wird konsequent weitergeführt", sagte Müller der "Rheinischen Post". "Wir befinden uns mitten in der größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte, werden allein 2017 sieben neue Modelle auf den Markt bringen." Müller versicherte: "Alle für dieses Jahr geplanten Kampagnen werden wie vorgesehen eingeführt." (AFP)

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  • Wirtschaftspolitik
    Chinesische Bankenaufsicht hat neuen Chef

    Chinas Regierung hat einen weiteren Schlüsselposten für die Wirtschaftspolitik neu besetzt. Wie die Zeitung "China Daily" berichtete, wurde Guo Shuqing zum neuen Chef der Bankenaufsicht berufen. Sein Vorgänger, der 65-Jährige Shang Fulin, scheidet aus Altersgründen aus. Kommentatoren werten die Berufung vom Guo als Zeichen, dass Peking notwendige Reformen des mit hohen Schulden beladenen Bankensektors vorantreiben will. Die Personalie ist bereits der dritte Wechsel eines hochrangigen Wirtschaftsfunktionärs innerhalb von 24 Stunden. Am Freitag berichteten Staatsmedien, dass He Lifeng neuer Vorsitzender der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission werden soll. Das Handelsministerium soll künftig vom bisherigen Vize-Handelsminister Zhong Shan geleitet werden. (dpa)

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