Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 05. Februar 2016
  • Banken

    Julius Bär erzielt Einigung im Steuerstreit

    Der Schweizer Vermögensverwalter Julius Bär hat einen langwierigen Steuerstreit mit den USA zu den Akten gelegt. Die US-Staatsanwaltschaft gab eine Einigung in Höhe von 547 Millionen Dollar bekannt. Zwei ehemalige Banker bekannten sich vor dem Gericht in Manhattan schuldig, Kunden aus den USA bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Für die erwartete Strafe in dem Verfahren hatte Bär im vergangenen Jahr knapp 550 Millionen Dollar auf die Seite gelegt. Die US-Behörden hatten Bär und zahlreichen anderen Schweizer Banken Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen. UBS und Credit Suisse kauften sich mit Bußgeldzahlungen frei. Vielen anderen Banken bot die USA ein Selbstanzeige-Programm an, das mittlerweile sämtliche der rund 80 involvierten Geldhäuser abgeschlossen haben. Sie hatten insgesamt 1,3 Milliarden Dollar an die US-Behörden gezahlt. (rts)

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  • Donnerstag, 28. Juli 2016
  • Unternehmen
    Oracle kauft Cloud-Spezialisten

    Oracle verstärkt sein Geschäft mit dem Zukauf eines Cloudspezialisten. Für NetSuite zahlt der Softwarekonzern nach eigenen Angaben rund 9,3 Milliarden US-Dollar. Je Aktie seien es 109 Dollar in bar. Die Cloudanwendungen der beiden Unternehmen ergänzten sich und würden am Markt immer nebenher existieren, sagte Oracle-CEO Mark Hurd. Man beabsichtige, umfangreich in beide Produkte zu investieren. Der Zukauf werde sich im ersten Jahr nach Abschluss der Transaktion gewinnsteigernd auswirken. Der Abschluss werde noch in diesem Jahr erwartet. (DJ)

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  • Unternehmen
    Facebook muss in Brasilien Millionenstrafe zahlen

    Facebook muss in Brasilien eine Millionenstrafe zahlen, weil der Konzern den Ermittlungsbehörden dort Daten aus seinem Messenger-Dienst WhatsApp vorenthält. Ein Gericht im nördlichen Bundesstaat Amazonas verhängte am Mittwoch eine Strafe von umgerechnet rund 10,5 Millionen Euro, weil Facebook seinen rechtlichen Verpflichtungen nicht nachkomme. Facebook äußerte sich zunächst nicht zu der Strafe. Der WhatsApp-Mutterkonzern weigert sich, der Polizei in einem Ermittlungsverfahren Nutzerdaten des Messenger-Dienstes zu übermitteln und beruft sich dabei auf den Datenschutz. Die brasilianischen Behörden bestehen dagegen auf Zugang zu den Daten, um die Kommunikation von Verdächtigen einsehen zu können. (AFP)

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  • Unternehmen
    Renault steigert Gewinn stärker als erwartet

    Die Erholung auf dem europäischen Automarkt und der Erfolg überarbeiteter Fahrzeugmodelle haben Renault einen Gewinnsprung im ersten Halbjahr beschert. Das Nettoergebnis kletterte um 8,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie der nach VW zweitgrößte europäische Autobauer mitteilte. Der Umsatz der Franzosen legte um 13,5 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn stieg sogar um 41 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Die operative Gewinnmarge kletterte auf 6,1 Prozent und erreichte so den höchsten Wert nach den aktuellen Bilanzregeln. (rts)

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  • Unternehmen
    Credit Suisse schreibt überraschend Gewinn

    Die Credit Suisse hat im zweiten Quartal überraschend gut abgeschnitten. Die zweitgrößte Schweizer Bank erwirtschaftete von April bis Juni einen Gewinn von 170 Millionen Franken, wie das Institut mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Verlust von knapp 200 Millionen Franken vorhergesagt. Vor einem Jahr stand noch ein Überschuss von 1,05 Milliarden Franken zu Buche. Die Bank sei auf gutem Weg, das für Ende 2016 angestrebte Sparziel zu erreichen oder zu übertreffen, hieß es. Beim Neugeld-Wachstum hielt der Schwung des ersten Quartals an. Bei reichen Privatkunden und Profi-Anlegern sammelte das Institut im abgelaufenen Quartal insgesamt 11,3 Milliarden Franken ein. (rts)

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  • Verbraucher
    Briten verlieren Vertrauen

    Die Stimmung der britischen Verbraucher ist nach dem Brexit-Votum kräftig gesunken. Der Index für das Verbrauchervertrauen des Instituts YouGov und des Centre for Economics and Business Research (CEBR) fiel im Juli um fast fünf Punkte auf 106,6 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. "Die Öffentlichkeit ist immer noch mit dem Verarbeiten des EU-Referendums beschäftigt, aber das Verbrauchervertrauen ist einen Monat nach der Abstimmung eindeutig auf Talfahrt gegangen", erklärte YouGov am Donnerstag. Die Briten sorgten sich vor allem um den Wert ihrer Eigenheime. Dies könne sich stark auf den Immobiliensektor und die gesamte Wirtschaft auswirken, warnte CEBR-Direktor Scott Corfe. Zuvor hatten bereits andere Umfragen einen Einbruch des britischen Verbrauchervertrauens ergeben. Das überraschende Votum der Briten für einen EU-Austritt Ende Juni hat die britische Wirtschaft so stark abstürzen lassen wie seit den Nachwehen der globalen Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass Großbritannien deshalb in ein Konjunkturtal abgleitet. Experten erwarten daher, dass die britische Notenbank zur Stützung der Wirtschaft im August die Zinsen weiter senken und die Geldschleusen weiter öffnen wird. (rts)

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  • Unternehmen
    Samsung steigert Gewinn dank Galaxy S7

    Dank des Erfolgs seines neuen Smartphone-Spitzenmodells Galaxy S7 hat Marktführer Samsung seinen Gewinn im zweiten Quartal 2016 erneut gesteigert. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 5,85 Billionen Won (etwa 4,7 Mrd Euro), wie das südkoreanische Technologieunternehmen mitteilt. Wie schon im ersten Quartal sprach Samsung von einer starken Nachfrage für die Modelle Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge, die beide im März auf den Markt gebracht wurden. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Apple-Konkurrent, dass die Nachfrage nach Smartphones und Tablet-Computern bei schärferem Wettbewerb weiter steigen werde. (dpa)

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