Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 22. März 2016
  • Heta-Debakel

    Kärnten will mit Wien verhandeln

    Im Streit über die Abwicklung der österreichischen Krisenbank Heta zeigt sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser offen für weitere Gespräche. Nachdem das Vergleichsangebot zwischen Kärnten und den Anleihen-Gläubigern der früheren Hypo Alpe Adria gescheitert ist, habe Kärnten nichts mehr, um nachzulegen, bekräftigte Kaiser frühere Aussagen. "Bei Interesse der Gläubiger wäre Kärnten jedoch bereit, über eine Lösung mit dem Bund zu sprechen". Kärnten ist das südlichste der neun österreichischen Bundesländer. Am Zug seien jetzt aber andere. Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling sieht sich nach dem Scheitern des Angebots an die Heta-Gläubiger jedoch aus dem Spiel. "Der Bund hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft, ich habe hier keine Möglichkeit mehr einzugreifen", hatte er in der Vorwoche gesagt. Ein neues Angebot werde es nicht geben. Nach Ansicht des Kärntner Politikers wäre es weiterhin klug, die verschiedenen Positionen in Form einer Lösung aufeinander zuzubewegen, anstatt rechtliche Wege zu beschreiten. (rts)

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  • Freitag, 26. Mai 2017
  • Unternehmen
    Uniper klagt im Streit mit RWE

    Der Versorger Uniper geht im Streit um Lieferverträge für das neue Steinkohlekraftwerk Datteln 4 gerichtlich gegen den Konkurrenten RWE vor. Uniper habe eine Feststellungsklage vor dem Landgericht Essen eingereicht, bestätigte ein Sprecher einen Bericht des "Manager Magazin". In dem Konflikt geht es darum, ob RWE vor über zehn Jahren geschlossene Lieferverträge annullieren darf, die auf höheren Preisen basieren als sie aktuell verlangt werden.

    Aus Sicht Unipers sei das Vertragswerk weiter gültig, sagte ein Uniper-Sprecher. Ein RWE-Sprecher sagte, Gespräche zu einer Beilegung des Konflikts hätten zu keinem Ergebnis geführt. Das Steinkohlekraftwerk Datteln sollte eigentlich schon 2011 ans Netz gehen, lange Rechtsstreitigkeiten um die Planung des Kraftwerks hatten dies jedoch verhindert. Nun soll Datteln voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018 Strom produzieren. (rts)

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  • Konjunktur
    Stimmungsindizes in Italien sinken unerwartet

    In Italien hat sich die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima sank im Mai um 0,4 auf 106,8 Punkte, wie das Statistikamt Istat mitteilte. Der Teilindex für die Stimmung in der Industrie fiel um 0,8 auf 106,9 Zähler. Hier hatten Ökonomen mit einem leichten Anstieg gerechnet. Auch die Verbraucherlaune verschlechterte sich. Dieser Indikator sank um 2,0 auf 105,4 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Januar 2015. (rts)

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  • Konjunktur
    Exporteure sind äußerst zuversichtlich

    Deutschlands Exporteure sind dem Ifo-Institut zufolge derzeit so zuversichtlich wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Geschäftsaussichten der Betriebe stieg im Mai auf den höchsten Stand seit Januar 2014, wie die Münchner Forscher mitteilten. "Die deutschen Exporte sind weiter auf Wachstumskurs", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

    Unterm den Strich peilten fast alle Branchen einen Anstieg ihrer Ausfuhren an. "Der größte Optimismus zeigt sich bei den Unternehmen der Bekleidungsindustrie." Auch im Maschinenbau rechneten die Firmen mit deutlich mehr Aufträgen aus dem Ausland. Der Index stieg dort auf den höchsten Wert seit Februar 2011. In der Elektrobranche hingegen habe es einen Dämpfer auf hohem Niveau gegeben. (rts)

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