Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 24. Februar 2016
  • Energie

    Kritik an Fernwärme-Preisen

    Viele der 5,5 Millionen Fernwärme-Kunden in Deutschland zahlen aus Sicht von Verbraucherschützern zu viel. Wie die Preise zustanden kommen, sei schwer nachzuvollziehen, kritisierten der Bundesverband der Verbraucherzentralen, der Deutsche Mieterbund und der Bundesverband Neue Energiewirtschaft. Sie fordern eine gesetzliche Pflicht für Anbieter, ihre Preise detailliert offen zu legen - außerdem verständlichere Rechnungen und eine Freigabe des Marktes ähnlich wie bei Strom und Gas. Bis es so weit ist, soll eine Behörde wie die Bundesnetzagentur die Preise in dem Monopolsektor regulieren. Jeder siebte Haushalt in Deutschland heizt mit Fernwärme, die meisten sind Mieter. Anders als beim Gas können sie den Anbieter nicht wechseln. Nach Berechnungen der Verbraucherschützer heizen Fernwärme-Kunden mit Abstand am teuersten. Am stärksten verbreitet ist Fernwärme in Ostdeutschland. (dpa)

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  • Dienstag, 19. September 2017
  • Unternehmen
    Volvo verdoppelt US-Investition

    Der schwedische Autobauer Volvo setzt verstärkt auf den US-Markt. Wie Volvo mitteilte, verdoppelt das Unternehmen seine Investitionen in sein erstes US-Werk auf insgesamt eine Milliarde US-Dollar. Volvo werde der im Bau befindlichen Fabrik nahe Charleston im US-Bundesstaat South Carolina eine zweite Fertigungslinie hinzufügen, sagte ein Volvo-Sprecher. Ab 2018 sollen die Limousine S60 und ein weiteres ungenanntes Auto dort zusammengebaut werden. Durch die Expansion sollen weitere 1.900 Jobs geschaffen werden, zusätzlich zu den bereits geplanten 2000 Stellen. Zunächst hatte die Zeitung Post & Courier über Volvos Pläne berichtet. (DJ)

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  • Versicherungen
    Fitch beziffert die "Irma"-Schäden

    Der Hurrikan "Irma" hat nach Schätzungen der Ratingagentur Fitch Anfang September versicherte Schäden von 25 bis 50 Milliarden Dollar hinterlassen. Erst- und Rückversicherer, die in Florida tätig sind, hätten demnach mit hohen Belastungen ihrer Gewinne zu rechnen. Allerdings seien die Schäden nicht so hoch, dass bei den beobachteten Versicherungsunternehmen Ratingabstufungen notwendig würden, erklärten die Bonitätswächter. Risiken für die Ratings gebe es allerdings, wenn weitere Katastrophen zusätzlichen Kapitalbedarf zur Deckung zusätzlicher Schäden erforderlich machen würden. Derzeit zieht mit Wirbelsturm "Maria" ein weiterer Hurrikan der Kategorie 5 durch die Karibik. Ein Großteil der durch "Irma" verursachten Kosten seien von Rückversicherern zu tragen, heißt es bei Fitch weiter. Diese seien jedoch gut dafür gerüstet, auch weil die vergangenen elf Jahre keinen vergleichsweise teuren Hurrikan hervorgebracht haben. (DJ)

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  • Übernahmen
    Knorr-Bremse gibt Haldex auf

    Der Autozulieferer Knorr-Bremse gibt seine Übernahmepläne für den schwedischen Wettbewerber Haldex auf. Nachdem Knorr-Bremse Anfang September damit gescheitert waren, bei der schwedischen Börsenaufsicht die Andienungsfrist für das Übernahmeangebot zu verlängern, ziehe sich das Unternehmen nun endgültig zurück, hieß es in einer Mitteilung. Auch die Bemühungen um eine Kartellfreigabe der Transaktion würden eingestellt. (DJ)

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  • Chemieindustrie
    BASF kauft groß in Belgien ein

    Der Chemiekonzern BASF will sein Geschäft mit technischen Kunststoffen mit einer Milliardenübernahme stärken. Dazu vereinbarte BASF den Kauf des globalen Polyamid-Geschäfts des belgischen Konkurrenten Solvay, wie das Unternehmen mitteilte. Ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Fremdkapital liegt der Kaufpreis bei 1,6 Milliarden Euro. Für die Übernahme sind noch Genehmigungen von verschiedenen Seiten notwendig. Neben den zuständigen Wettbewerbsbehörden müsse auch ein Joint-Venture-Partner formell zustimmen, erklärte BASF. Dieser habe seine Unterstützung jedoch bereits zugesichert. Zudem müssen die relevanten Sozialpartner konsultiert werden. BASF und Solvay streben einen Abschluss der Transaktion für das dritte Quartal 2018 an. (dpa)

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  • Frachtverkehr
    Kühne hat "Ideen" für VTG und Hapag-Lloyd

    Der Speditionsunternehmer Klaus-Michael Kühne will seinen Einfluss bei dem Güterwaggon-Vermieter VTG und der Reederei Hapag-Lloyd ausbauen. "Denn für beide Beteiligungen haben wir allerhand Ideen, die wir gerne umsetzen würden", sagte Kühne im Gespräch mit dem "Handelsblatt". An der VTG AG hält die Kühne Holding AG eigenen Angaben zufolge 20 Prozent, an Hapag-Lloyd ist Kühne mit 17,8 Prozent beteiligt. (DJ)

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