Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 09. Februar 2016
  • Personen

    Landgericht lässt Anklage gegen Middelhoff nicht zu

    Das Landgericht Essen hat die Eröffnung eines weiteren Strafverfahrens gegen den früheren Top-Manager Thomas Middelhoff abgelehnt. Das bestätigte ein Gerichtssprecher. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte dem ehemaligen Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor Untreue vorgeworfen, weil er noch wenige Monate vor der Pleite des Handelsriesen 800.000 Euro als Sponsoring an die Universität Oxford habe überweisen lassen. Das Gericht ließ die Anklage jedoch nicht zu. Es sah keine Anhaltspunkte für eine gravierende Pflichtverletzung Middelhoffs.

    Middelhoff war bereits im November 2014 vom Essener Landgericht wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilt und wegen Fluchtgefahr noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Erst nach mehr als fünf Monaten kam er gegen Zahlung einer Kaution von 895 000 Euro wieder auf freien Fuß. Middelhoff hat die Vorwürfe stets bestritten und gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt.

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  • Freitag, 28. April 2017
  • Quartalszahlen
    Exxon verdoppelt Gewinn dank Ölpreis

    Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat seinen Gewinn dank der Erholung der Preise im ersten Quartal mehr als verdoppelt. Netto verdienten die Texaner vier Milliarden US-Dollar, nachdem es im Vorjahreszeitraum nur 1,8 Milliarden Dollar gewesen waren. Je Aktie entsprach das 95 Cent je Aktie. Damit übertraf Exxon die Prognosen der Analysten deutlich, die dem Ölkonzern lediglich 85 Cent zugetraut hatten. Der Umsatz machte einen Sprung um 30 Prozent auf 63,29 Milliarden Dollar, etwas weniger als Analysten erwartet hatten. Exxon hatte im Vorquartal erstmals seit über zwei Jahren wieder ein Umsatzplus geschafft. (DJ)

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  • Konjunktur
    Britische Wirtschaft schwächelt

    Angesichts der Unsicherheiten wegen des bevorstehenden EU-Austritts ist die britische Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres weniger stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte in den ersten drei Monaten um 0,3 Prozent zu, wie die nationale Statistikbehörde mitteilte. Analysten hatten ein Wachstum von 0,4 Prozent vorausgesagt. Im letzten Quartal des Vorjahres hatte die britische Wirtschaft noch um 0,7 Prozent zugelegt und den Unsicherheiten wegen des Brexit damit noch deutlicher standgehalten. Die Schwäche im ersten Quartal 2017 sei "sehr wahrscheinlich auf den Brexit zurückzuführen", sagte Experte Alan Clarke von der Scotiabank. Wegen des sinkenden Pfundes habe die Inflation zugenommen, wodurch wiederum die Kauflaune der Briten abgenommen habe und das Wachstum insgesamt verlangsamt worden sei. (AFP)

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  • Quartalszahlen
    Continental überzeugt mit Gewinnzuwachs

    Der Autozulieferer Continental sieht sich trotz gestiegener Kosten und Investitionen in die Elektromobilität auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Obwohl der Konzern mehr für Rohstoffe ausgeben müsse, deute alles darauf hin, dass die selbstgesteckten Ziele 2017 sicher erreicht werden könnten, sagte Konzernchef Elmar Degenhart anlässlich der Hauptversammlung. Das Dax-Unternehmen aus Hannover steigerte den Umsatz in den ersten drei Monaten um 11,7 Prozent auf elf Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn kletterte den vorläufigen Zahlen zufolge auf 1,2 (Vorjahr 1,1) Milliarden Euro. (rts)

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  • Konjunktur
    Japans Industrie enttäuscht Erwartungen

    Schwache Konjunkturdaten lassen einen Ausstieg der japanischen Notenbank aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik in weite Ferne rücken. Die Konsumausgaben sanken im März überraschend um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Der Rückgang fiel damit mehr als viermal so kräftig aus wie von Ökonomen erwartet. Auch die Industrie schwächelt: Sie drosselte ihre Produktion um 2,1 Prozent, während Experten nur ein Minus von 0,8 Prozent erwartet hatten. Die Verbraucherpreise (ohne verderbliche Lebensmittel) stiegen im März lediglich um 0,2 Prozent. Die Inflationsrate blieb damit weit unter dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent. (rts)

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  • Konjunktur
    Frankreichs Aufschwung verliert Schwung

    Der französische Aufschwung hat vor der mit Spannung erwarteten Stichwahl um das Präsidentenamt überraschend an Kraft verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Insee in Paris mitteilte. Ende 2016 nahm die Wirtschaftsleistung noch um revidiert 0,5 (bisher 0,4) Prozent zu. Besonders die Investitionen der Unternehmen steuerten diesmal zum Wachstum bei, während die Konsumausgaben nur um 0,1 Prozent zulegten. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone war nach jahrelanger Flaute besser in Fahrt gekommen. Allerdings ist die Arbeitslosenquote noch immer mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. (rts)

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  • Quartalszahlen
    Linde machen vor Fusion mehr Umsatz

    Der Industriegasekonzern Linde hat vor der geplanten Fusion mit dem US-Rivalen Praxair höhere Einnahmen eingefahren. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal binnen Jahresfrist um gut vier Prozent auf fast 4,4 Milliarden Euro, wie die Münchner mitteilten. Das operative Ergebnis kletterte um drei Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr bestätigte der Industriegasekonzern seine Prognose, wonach der Umsatz mehr oder weniger stagnieren und das Betriebsergebnis um bis zu sieben Prozent wachsen werde. Neues zur geplanten Fusion, die zuletzt ins Stocken geraten war, nannte Linde zunächst nicht. (rts)

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