Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 09. Februar 2016
  • Personen

    Landgericht lässt Anklage gegen Middelhoff nicht zu

    Das Landgericht Essen hat die Eröffnung eines weiteren Strafverfahrens gegen den früheren Top-Manager Thomas Middelhoff abgelehnt. Das bestätigte ein Gerichtssprecher. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte dem ehemaligen Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor Untreue vorgeworfen, weil er noch wenige Monate vor der Pleite des Handelsriesen 800.000 Euro als Sponsoring an die Universität Oxford habe überweisen lassen. Das Gericht ließ die Anklage jedoch nicht zu. Es sah keine Anhaltspunkte für eine gravierende Pflichtverletzung Middelhoffs.

    Middelhoff war bereits im November 2014 vom Essener Landgericht wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilt und wegen Fluchtgefahr noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Erst nach mehr als fünf Monaten kam er gegen Zahlung einer Kaution von 895 000 Euro wieder auf freien Fuß. Middelhoff hat die Vorwürfe stets bestritten und gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt.

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  • Samstag, 24. Juni 2017
  • Zündschloss-Verfahren
    Vergleich zwischen GM und Klägern

    Im juristischen Streit über defekte Zündschlösser hat sich der US-Autobauer General Motors (GM) mit 203 Klägern auf einen Vergleich verständigt. Die Konditionen der Einigung seien allerdings vertraulich, teilten die Anwälte des Detroiter Unternehmens mit. GM war im Frühjahr mit dem Versuch vor dem obersten US-Gericht gescheitert, Hunderte Schadenersatzklagen im Volumen von möglicherweise mehreren Milliarden Dollar abweisen zu lassen. Der US-Branchenprimus argumentierte, dass solche Klagen in seinem Insolvenzverfahren von 2009 ausgeschlossen worden seien. Bei den betroffenen Autos bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch konnten während der Fahrt der Motor ausgehen und Airbags abgeschaltet werden. Mit dem Defekt werden mehr als 120 Todesfälle in Verbindung gebracht. (rts)

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  • Schuldenkrise
    Moody's erhöht Griechenlands Rating und Ausblick

    Die Agentur Moody's hat Griechenlands Rating für langfristige Verbindlichkeiten um eine Stufe auf "Caa2" von zuvor "Caa3" erhöht. Grund sei die Freigabe weiterer Kredite an das schuldengeplagte Land durch die Euro-Finanzminister, teilten die Bonitätswächter mit. Die Eurogruppe hatte sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass die Regierung in Athen weitere 8,5 Milliarden Euro aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm erhalten soll. Die Staatspapiere haben damit trotzdem weiter Ramschstatus. Zudem hob die US-Agentur den Ausblick auf "positiv" von zuvor "stabil" an. Moody's begründete den Schritt mit zaghaften Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft. (rts)

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  • Unternehmen
    Allianz verkauft Beteiligung an der Oldenburgischen Landesbank

    Der Versicherer Allianz verkauft die Beteiligung an der Oldenburgische Landesbank AG (OLB) für 300 Millionen Euro. Käufer des Anteils von rund 90,2 Prozent sei die Bremer Kreditbank AG, teilte der Konzern am Freitagabend nach Börsenschluss mit. Die Allianz Deutschland konzentriere sich auf das Kerngeschäft, sagte Allianz Deutschland-Chef Manfred Knof. Banken seien aber weiterhin ein wichtiger Vertriebsweg. Die Behörden müssen dem Verkauf noch zustimmen. Die OLB ist gemessen an der Bilanzsumme, der Mitarbeiterzahl und dem Standortnetz den Angaben zufolge die größte private Regionalbank in Deutschland. (dpa)

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