Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 06. Oktober 2014
  • Finanzkrise

    Libyscher Staatsfonds verklagt Goldman Sachs

    Der libysche Staatsfonds hat die US-Bank Goldman Sachs auf die Zahlung von einer Milliarde Dollar (796 Millionen Euro) verklagt. Wie aus AFP vorliegenden Gerichtsdokumenten hervorgeht, wirft die Libyan Investment Authority (LIA) der Großbank vor, die internationale Unerfahrenheit des Fonds und das Vertrauensverhältnis "ausgenutzt" zu haben. Bei Derivategeschäften habe die Bank 350 Millionen Dollar eingenommen. Goldman Sachs wies die Vorwürfe den Dokumenten zufolge zurück. Die Vertreter des Fonds, unter ihnen "hochqualifizierte" Fachleute, seien sich der Risiken bewusst gewesen. Die Verluste der LIA seien auf die internationale Finanzkrise zurückzuführen. Die Vorwürfe beziehen sich auf Geschäfte aus dem Jahr 2008 während der Herrschaft von Machthaber Muammar al-Gaddafi, bevor sich das nordafrikanische Land westlichen Investitionen öffnete und al-Gaddafi 2011 gestürzt und später getötet wurde. Der Staatsfonds investierte damals eine Milliarde Dollar in die umstrittenen Derivategeschäfte, die zum Zeitpunkt der Fälligkeit im Jahr 2011 wertlos waren. (AFP)

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  • Dienstag, 21. November 2017
  • Konjunktur
    Chicago-Fed hebt den Daumen

    Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat im Oktober spürbar angezogen. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) stieg auf einen Stand von plus 0,65, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den September wurde der Indexstand auf plus 0,36 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von plus 0,17 genannt worden war. Der Ableger der US-Notenbank überwacht die Aktivitäten in der wirtschaftlich starken Region der Großen Seen an der kanadischen Grenze. Ein CFNAI von Null signalisiert ein Wirtschaftswachstum auf historischem Trendniveau. Weist der Index einen negativen Stand auf, deutet dies auf eine Expansion unterhalb des historischen Trendniveaus hin, ein positiver Wert zeigt ein darüber liegendes Wachstum an. (DJ)

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  • Flughafen
    Airport-Chef verspricht Job-Effekte

    Der geplante Ausbau des künftigen Hauptstadtflughafens bringt nach Erwartung des Betreibers zahlreiche neue Arbeitsplätze. An den Altflughäfen Tegel und Schönefeld arbeiteten aktuell 21.000 Menschen, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Im Jahr 2035 könnten es einem Gutachten zufolge 55.000 bis 65.000 sein. Lütke Daldrup plant, den Standort BER in Schönefeld bis 2030 auf 48 Millionen Passagiere im Jahr zu erweitern, bis 2040 auf 55 Millionen. Derzeit liegt die Kapazität im alten Schönefelder Terminal bei etwa 13 Millionen Passagieren pro Jahr. Im neuen BER-Terminal sind es laut Planung rund 22 Millionen. Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafen liegt mittlerweile bereits mehrere Jahre hinter dem Zeitplan. Ein neuer Starttermin soll noch in diesem Jahr festgelegt werden. (dpa)

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  • Banken
    Deutsche Bank weiter systemrelevant

    Die Deutsche Bank wird nach Einschätzung eines internationalen Beobachtergremiums weiterhin als systemrelevant für die globale Stabilität der Finanzmärkte eingeschätzt. Nach den Kriterien der Prüfer vom internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board/FSB), heißt das, dass der Zusammenbruch einer solchen global operierenden und stark mit anderen Instituten vernetzten Geschäftsbank die Wirtschaft weltweit insgesamt ins Wanken bringen könnte. Der FSB stufte den deutschen Branchenprimus in der aktuellen Bewertung immer noch weit vorne unter den systemrelevanten Banken ein. Das geht aus der am Nachmittag in Basel veröffentlichten aktuellen Liste des FSB hervor. Für die Deutsche Bank ergeben sich daraus konkrete Vorgaben: Banken in dieser Kategorie sind gehalten, einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffers von zwei Prozent auf die Risikopositionen zu halten. (dpa)

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