Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 31. Dezember 2015
  • Konjunktur

    Mehr Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe

    In den USA sind in der Woche zum 26. Dezember mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden. Die Zahl der Anträge erreichte das höchste Niveau seit Mitte dieses Jahres. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl auf saisonbereinigter Basis um 20.000 auf 287.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 270.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde die Zahl der Erstanträge mit 267.000 bestätigt. Der Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt stieg gegenüber der Vorwoche um 4.500 auf 277.000. Ökonomen gehen davon aus, dass unterhalb von 400.000 Erstanträgen in der Wirtschaft per Saldo mehr Stellen geschaffen werden als wegfallen. Der nun gemeldete Anstieg der Anträge dürfte eher saisonalen Faktoren zuzurechnen sein als einer tatsächlichen Verschlechterung der Lage auf dem US-Arbeitsmarkt. (DJ)

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  • Freitag, 29. Juli 2016
  • Volkswirtschaft
    Frankreichs Wirtschaft stagniert im zweiten Quartal

    Das Wachstum der französischen Wirtschaft ist im Frühjahr überraschend zum Stillstand gekommen. Von April bis Juni verharrte das Bruttoinlandsprodukt auf dem Niveau des Vorquartals, wie das nationale Statistikamt Insee mitteilte. Grund dafür waren schwache Konsumausgaben und sinkende Investitionen. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten für das zweite Quartal ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Zu Jahresbeginn war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone noch um 0,7 Prozent gewachsen. (rts)

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  • Welthandel
    Afghanistan ist Mitglied der WTO

    Afghanistan ist das 164. Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Die Aufnahme des Landes wurde vollzogen, nachdem Mitte Juni das Oberhaus des afghanischen Parlaments noch einige Gesetze verabschiedet hatte, die für den Beitritt nötig waren. Unter anderem sei es um Copyright- und Tiergesundheitsfragen gegangen, wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Kabul bestätigte. Die WTO hatte Ende Juni bestätigt, dass das Land alle Hürden für eine Aufnahme genommen hat. Afghanistan hatte sich nach WTO-Angaben zum ersten Mal im Jahr 2004 um die Mitgliedschaft beworben. Das Land ist eines der ärmsten der Welt, seine Wirtschaft basiert vor allem auf der Landwirtschaft. Die stärkste Industrie ist der illegale milliardenschwere Mohnanbau und die Drogenproduktion. Afghanistan ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Chromeisen oder Edelsteinen wie Lapislazuli, aber die sich rapide verschlechternde Sicherheitslage schreckt Investoren ab. Bei einem WTO-Treffen am 19. Juli in Kenia hatte der afghanische Wirtschaftsminister Humajun Rasa gesagt, die WTO-Mitgliedschaft werde Afghanistan helfen, das Rechtsstaatsprinzip zu stärken, Transparenz herzustellen und die Basis für gesundes Wirtschaftswachstum zu legen. (dpa)

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  • Konjunktur
    Verbraucherpreise in Japan sinken überraschend stark

    Die ultralockere Geldpolitik der japanischen Notenbank zeigt weiter nicht die erwünschten Wirkungen. Die Verbraucherpreise in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sanken im Juni überraschend stark um 0,5 Prozent, wie die Zentralbank mitteilte. Experten waren nur von 0,4 Prozent ausgegangen. Der Rückgang war der stärkste, seit die Währungshüter 2013 ihre Politik aggressiv änderten. Ziel ist nun, die Konjunktur anzukurbeln und für steigende Preise zu sorgen, nachdem japanische Unternehmen viele Jahre lang von der Deflation geplagt wurden. Die jetzt veröffentlichten Zahlen dürften den Druck auf die Notenbank erhöhen. Sie wollte noch am Freitag die Ergebnisse ihrer zweitägigen Zinssitzung veröffentlichen. Die meisten Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Währungshüter noch mehr Geld in Wirtschaft pumpen, um die Wirkung eines Konjunkturprogrammes der Regierung zu verstärken. (rts)

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  • Konjunktur
    Britisches Verbrauchervertrauen sinkt dramatisch

    Nach dem Brexit-Votum ist das Verbrauchervertrauen der Briten nach einer GfK-Erhebung so stark wie seit 1990 nicht mehr abgestürzt. Wie die Marktforscher mitteilten, sank der Indikator auf -12 nach -1 im Juni. Der Wert war niedriger als von allen befragten Analysten erwartet. Die meisten rechneten damit, dass sich das Verbrauchervertrauen nach einem Wert von -9 direkt nach dem Referendum wieder erholt. Der Stand von -12 war der niedrigste seit Ende 2013. Auch eine Umfrage des Institutes YouGov und des Centre for Economics and Business Research (CEBR) hatte einen deutlichen Rückgang des Verbrauchervertrauens ergeben. Wegen des überraschenden Votums für einen Austritt aus der EU rechnen viele Volkswirte damit, dass dem Königreich eine Rezession bevorsteht. (rts)

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  • Unternehmen
    Stellenabbau bei Microsoft fällt größer aus

    Der Personalabbau bei Microsoft fällt größer als geplant aus. Zur bisher vorgesehenen Streichung von 1850 Jobs in der Smartphone-Sparte kämen in den kommenden zwölf Monaten weitere 2850 Stellen, teilte der Softwarekonzern mit. Die insgesamt 4700 Jobs entsprechen etwa vier Prozent der Belegschaft. Microsoft kündigte bereits im Mai an, vor allem in Finnland Personal abbauen zu wollen. Der US-Konzern hatte im Jahr 2014 den finnischen Telefonhersteller Nokia gekauft und wollte so Apple und Samsung Electronics Marktanteile streitig machen. Der Plan scheiterte aber. Konzernchef Satya Nadella will die Sparte eindampfen und setzt verstärkt auf das Internetgeschäft. Im Juni wurde bekannt, dass Microsoft das Karrierenetzwerk LinkedIn für über 26 Milliarden Dollar kaufen will.

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