Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 04. März 2015
  • Justiz

    Middelhoff-Anwälte mit neuer Haftbeschwerde

    Der ehemalige Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kämpft weiter um seine Freiheit. Die Rechtsanwälte des früheren Topmanagers haben erneut Haftbeschwerde eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts Essen mitteilte. Darüber muss nun das Oberlandesgericht Hamm entscheiden. Zur Begründung der Haftbeschwerde wollten sich weder die Gerichte noch die Anwälte Middelhoffs äußern. Mit einer Entscheidung über die Beschwerde ist nach Angaben des Oberlandesgerichts frühestens in der kommenden Woche zu rechnen. Middelhoff sitzt seit dem 14. November vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Er war vom Essener Landgericht wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt und noch im Gerichtssaal wegen Fluchtgefahr verhaftet worden. (dpa)

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  • Montag, 27. Juni 2016
  • Quartalszahlen
    Drastischer Gewinnrückgang bei K+S

    Der Preisrückgang bei Düngemitteln verhagelt K+S das Ergebnis. Im zweiten Quartal brach der operative Gewinn (Ebit I) auf rund 10 Millionen Euro von gut 179 Millionen Euro vor Jahresfrist ein, wie der MDax-Konzern mitteilte. Neben dem deutlichen Rückgang des Durchschnittspreises im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte führte das Kasseler Unternehmen das auch auf unvorhergesehen hohe Produktionsausfälle im Werk Werra wegen einer nur beschränkten Versenkerlaubnis von Salzabwässern zurück. Zudem sei im Salzgeschäft der Absatz in Nordamerika wegen bereits hoher Bestände bei den Kunden deutlich gesunken. K+S-Aktien verloren bis zu 10,6 Prozent auf 18,90 Euro. (rts)

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  • Konjunktur
    Geldmenge im Euroraum wächst schneller

    Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im Mai beschleunigt. Zugleich zog die Kreditvergabe etwas an, was nicht zuletzt an der massiven Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen dürfte. Die breite Geldmenge M3 wuchs mit einer Jahresrate von 4,9 Prozent, wie die EZB mitteilte. Im April hatte sie mit einer Rate von 4,6 Prozent zugelegt. Volkswirte hatten für Mai eine Jahreswachstumsrate von 4,8 Prozent prognostiziert. Im Durchschnitt der Monate März bis Mai betrug das M3-Wachstum 4,8 Prozent. Volkswirte hatten diese Rate erwartet. Die engere Geldmenge M1 lag um 9,1 (Vormonat: 9,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die EZB sieht die breit gefasste Geldmenge M3 als zentrale Steuergröße, um Risiken für die Preisstabilität frühzeitig zu erkennen. Unter der Rubrik M3 fassen Volkswirte unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren zusammen. Die gesamte Kreditvergabe im Euroraum lag im Mai um 3,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im April hatte sie im Vorjahresvergleich um 3,2 Prozent zugelegt. (DJ)

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  • Konjunktur
    Japan reagiert auf Brexit-Votum

    Japan plant Insidern zufolge nach dem Brexit-Votum in Großbritannien die Aufstockung eines Konjunkturprogramms auf gut 10 Billionen Yen (rund 85 Milliarden Euro). Wegen der wirtschaftlichen Folgen eines britischen EU-Austritts für Japan dürfte mehr Geld benötigt werden, erfuhr Reuters von Vertretern der Regierung und der regierenden Liberal-Demokratischen Partei (LDP). Bisher war nur ein Paket von 5 bis 10 Billionen Yen angepeilt worden, das im Laufe des Jahres verkündet werden sollte. Japans ohnehin schwächelnde Wirtschaft musste nach dem Brexit bereits sinkende Aktienmärkte und einen steigenden Yen wegstecken, der die Exporte verteuert. (rts)

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  • Unternehmen
    Intel erwägt weitere Verschlankung

    Der weltgrößte Chiphersteller Intel denkt einem Medienbericht zufolge über den milliardenschweren Verkauf seines Internetsicherheitsgeschäfts nach. Der US-Konzern habe aus diesem Grund bereits Kontakt zu Bankern aufgenommen, berichtet die "Financial Times". Dabei seien Gespräche über Optionen für die Tochterfirma Intel Security geführt worden. Intel Security firmierte früher unter dem Namen McAfee. Intel hatte das Unternehmen 2011 für 7,7 Milliarden US-Dollar übernommen. Intel gab zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Der Konzern hatte im April mitgeteilt, seine Neuausrichtung mit einem Stellenkahlschlag zu verknüpfen. 12.000 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden. Das entspricht elf Prozent der Gesamtbelegschaft. Außerdem senkte das US-Unternehmen damals seine Umsatzprognose für dieses Jahr. (rts)

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