Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 29. Mai 2014
  • Kartellrecht

    Milliardenstrafe gegen Zementhersteller

    Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim und fünf weitere Zementfirmen haben in Brasilien wegen Preisabsprachen eine Milliardenstrafe und Sanktionen aufgebrummt bekommen. Wegen Verstößen gegen das Kartellrecht müssen die Firmen Bußgelder in einer Gesamthöhe von 3,1 Milliarden Real (1 Mrd Euro) zahlen, teilte das brasilianische Kartellamt in Brasilia mit. Der deutsche Zementhersteller HeidelbergCement ist nicht unter den betroffenen Firmen. Der französische Baustoffhersteller Lafarge hatte bereits 2007 im Rahmen eines Vergleichs eine Strafe von 43 Millionen Real gezahlt.

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  • Montag, 20. November 2017
  • Autobau
    Volvo Cars baut Robo-Taxis für Uber

    Der schwedische Pkw-Hersteller Volvo Cars stattet den Fahrdienstvermittler Uber mit einer Flotte von 24.000 selbstfahrenden Taxis aus. Die Fahrzeuge sollen ab 2019 ausgeliefert werden, teilten die Schweden mit. Es ist einer der größten Aufträge überhaupt für solche Fahrzeuge bislang. Volvo gehört dem chinesischen Unternehmen Geely. Der Autohersteller nannte keine finanziellen Details des Auftrags. Gemessen am Volvo-Jahresabsatz macht der Auftrag mit 4,5 Prozent nur einen kleinen Teil des Geschäfts der Schweden aus. Ein Insider schätzt den Auftragswert auf etwas über 1 Milliarde US-Dollar. Unklar blieb, zu welchen Konditionen Uber die Fahrzeugflotte übernimmt. (DJ)

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  • Brexit-Folgen
    Chancen für Bonn steigen

    Kurz vor der Entscheidung über die Neuvergabe der Standorte für zwei EU-Agenturen, die Großbritannien wegen des Brexit verlassen müssen, ist das Bewerberfeld bei der europäischen Arzneimittelbehörde kleiner geworden. Kroatien, Irland und Malta zogen ihre Bewerbungen zurück, wie es übereinstimmend von EU-Vertretern und Diplomaten am Nachmittag hieß. Damit treten gegen die deutsche Bewerbung mit Bonn noch 15 weitere Länder an. Die EU-Europaminister stimmen bis zum Abend in geheimer Wahl über die Standortfrage ab. Die Entscheidung für die Arzneimittelbehörde fällt als erstes. Daneben muss auch die EU-Bankenaufsicht (EBA) wegen des Brexit aus London wegziehen. Als künftiger EBA-Standort haben sich neben Deutschland mit Frankfurt am Main sieben weitere Mitgliedstaaten beworben. Hier blieb das Bewerberfeld Diplomaten zufolge vorerst unverändert. (AFP)

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  • Konsum
    Einzelhändler erwarten Milliardeneffekt

    Der deutsche Einzelhandel rechnet rund um den anstehenden "Black Friday" und den "Cyber Monday" in diesem Jahr erneut mit zusätzlichen Einnahmen in Milliardenhöhe. Wie der Handelsverband Deutschland (HDE) unter Berufung auf eine Umfrage mitteilte, dürften aufgrund der saisonalen Sonderverkaufsaktionen 1,7 Milliarden Euro mehr als üblich umgesetzt werden. Demnach nutzten 2016 etwa 16 Prozent der Befragten den "Black Friday" und 13 Prozent den "Cyber Monday" für reduzierte Online-Einkäufe. Der Online-Umfrage des HDE unter tausend Verbrauchern zufolge planen die Verbraucher in diesem Jahr kaum Änderungen in ihrem Nutzungsverhalten - im vergangenen Jahr betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben beim "Black Friday" gut 170 Euro und beim "Cyber Monday" gut 120 Euro. Die beiden Einkaufstage, an denen die Händler mit Sonderangeboten locken, fallen diesmal auf den 24. und 27. November. Neben Online-Plattformen beteiligen sich auch viele etablierte Handelsketten mit klassischen Verkäufen an der Ladentheke an den Aktionen. (AFP)

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  • Übernahme
    Marvell schluckt Cavium

    Der US-Konzern Marvell Technology übernimmt den Chiphersteller Cavium. Vertreter beider Seiten bestätigten am Morgen (Ortszeit US-Ostküste) entsprechende Medienberichte. Der Kaufpreis liegt demnach bei rund 6 Milliarden Dollar. Marvell will die Übernahme bis Mitte 2018 abschließen. Marvell ist Branchenkennern zufolge stark in der Herstellung von Halbleitern für Datenspeichergeräte, während Cavium führend in Kommunikations- und Netzwerkchips ist. Ein fusioniertes Unternehmen wäre in einer besseren Position, um mit Intel und Broadcom zu konkurrieren, heißt es. (DJ)

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  • Energieunternehmen
    Rosneft liefert 60 Millionen Tonnen Öl nach China

    Der russische Energiekonzern Rosneft will in den kommenden fünf Jahren mehr als 60 Millionen Tonnen Öl an das chinesische Unternehmen CEFC liefern. Ein entsprechender Vertrag sei am Freitag unterzeichnet worden, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf Rosneft in Moskau.

    Die beiden Konzerne hatten im Juli eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Im September war bekannt geworden, dass CEFC mit einem Anteil von rund 14,2 Prozent bei Rosneft einsteigt. Der russische Staat hält 50 Prozent plus eine Aktie an Rosneft.

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  • Technikkonzern
    Toshiba plant Kapitalerhöhung über 4,5 Milliarden Euro

    Der in Nöten steckende Toshiba-Konzern will mit einer Kapitalerhöhung 600 Milliarden Yen - umgerechnet 4,5 Milliarden Euro - einsammeln. Damit will der japanische Technologiekonzern ein drohendes Delisting von der Tokioter Börse verhindern, wenn der geplante Verkauf seines Chipgeschäfts sich verzögert. Die neuen Aktien sollen bei ausländischen Fonds platziert werden, wie Toshiba mitteilte.

    Die Emission entspricht 54 Prozent der ausstehenden Aktien. Der Plan sieht vor, dass der aktivistische Fonds Effissimo Capital Management Pte Ltd aus Singapur mit einer Beteiligung von 11,34 Prozent zum größten Aktionär von Toshiba wird. Das Eigenkapital des Unternehmens lag zum 30. September bei Minus 620 Milliarden Yen. Sollte dort am 31. März 2018, dem Ende des Geschäftsjahres von Toshiba, weiterhin ein Minus stehen, wäre das das zweite Jahr in Folge. Dann müsste Toshiba den Vorschriften zufolge die Börse in Tokio verlassen.

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