Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 06. Januar 2016
  • Arbeitsmarkt

    Mindestlohn für Flüchtlinge?

    Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, Ingrid Schmidt, sieht hohe rechtliche Hürden bei Ausnahmen für Flüchtlinge beim Mindestlohn. Eine derartige Sonderregelung müsse sich am verfassungsmäßig garantierten Gleichheitsgebot messen lassen, sagte Schmidt. "Man kann nicht beliebig sagen, diese Arbeitnehmer bekommen es, und jene Arbeitnehmer bekommen es nicht." Für solche Ausnahmen müsse es eine Rechtfertigung geben, die dem Gleichheitssatz des Grundgesetzes genüge. "Einfach wird das nicht." Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gilt seit einem Jahr. (dpa)

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  • Dienstag, 24. Mai 2016
  • Fusionen
    Biergiganten-Fusion unter Dach und Fach

    Die EU-Wettbewerbshüter haben die bisher größte Fusion auf dem Biermarkt zwischen Branchenprimus Anheuser-Busch Inbev und dem Rivalen SABMiller unter Auflagen genehmigt. AB InBev müsse nahezu das gesamte europäische Biergeschäft von SABMiller verkaufen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Damit werde sichergestellt, dass Verbraucher in Europa durch die rund 100 Milliarden Euro schwere Übernahme keine Nachteile erlitten. Die beiden Brauereikonzerne führen etwa Marken wie Budweiser und Beck's (AB Inbev) oder Miller und Foster's (SABMiller). (dpa)

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  • Banken
    Unicredit-Chef gibt auf

    UniCredit-Chef Federico Ghizzoni hat sich nach anhaltender Kritik zum Rücktritt von der Spitze der italienischen HypoVereinsbank-Mutter bereiterklärt. Ghizzoni und der Verwaltungsrat seien bei einer Sondersitzung übereingekommen, dass es Zeit für einen Wechsel sei, teilte das gemessen an der Bilanzsumme größte Geldhaus des Landes mit. Er werde aber solange im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei und diesen bei der Übernahme der Geschäfte unterstützen. Einem Insider zufolge will die Bank bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsrats am 9. Juni einen neuen Chef ernennen. (rts)

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  • Unternehmen
    Nordzucker schrammt an Jahresverlust vorbei

    Europas zweitgrößter Zuckerhersteller Nordzucker hat sich im Geschäftsjahr 2015/16 überraschend in den schwarzen Zahlen gehalten. Nach einem herben Gewinneinbruch im Vorjahr sank der Überschuss in den zwölf Monaten bis Ende Februar jedoch weiter um ein Viertel auf 15 Millionen Euro, wie der Südzucker-Rivale in Braunschweig mitteilte. "Das zurückliegende Geschäftsjahr war mehr als herausfordernd", sagte Vorstandschef Hartwig Fuchs. Nordzucker spürt eine weltweite Überproduktion und hohe Bestände innerhalb der EU. Im laufenden Jahr soll es beim Gewinn aber wieder aufwärts gehen. Dass die Gesellschaft entgegen ihrer vor einem Jahr genannten Prognose 2015/2016 nicht in die roten Zahlen geriet, verdankte sie den Angaben zufolge Einsparungen im Betrieb und einer erfolgreich eingeklagten Zinsrückzahlung. (dpa)

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  • Baubranche
    US-Eigenheim-Geschäft brummt

    In den USA zieht das Geschäft mit Einfamilienhäusern überraschend kräftig an. Die Zahl der verkauften Neubauten stieg im April zum Vormonat um 16,6 Prozent auf eine Jahresrate von 619.000 Einheiten, wie das Handelsministerium mitteilte. Das ist das höchste Niveau seit Januar 2008. Einen derart starken prozentualen Anstieg hat es zudem seit Anfang 1992 nicht mehr gegeben. Experten hatten lediglich eine Zahl von 523.000 Einheiten für April erwartet. Die monatlichen Absatzzahlen sind in den USA allerdings sehr schwankungsanfällig. Der Anstieg im April dürfte daher die Stärke des Marktes überzeichnen. Zudem ergab sich regional ein unterschiedliches Bild: In drei Großgebieten stieg der Absatz, während er im Mittleren Westen fiel. (rts)

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  • Wettbewerb
    Spotify vergrößert seinen Verlust

    Der Musik-Streamingdienst Spotify hat Nutzerzahl und Umsatz kräftig gesteigert - seinen Verlust im vergangenen Jahr allerdings noch vergrößert. Rund 89 Millionen Nutzer zählte der Marktführer aus Schweden Ende 2015, der Umsatz stieg um spektakuläre 80 Prozent auf 1,945 Millionen Euro. Doch weil Spotify viel investierte, machte der Streamingdienst 173 Millionen Euro Verlust. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

    Seit der Gründung 2008 hat Spotify noch keinen Gewinn gemacht. Die Nutzer können mit dem Streamingdienst ohne zu zahlen Musik hören - dann wird Werbung eingeblendet. Wer das nicht möchte, zahlt eine monatliche Gebühr. Die Zahl der zahlenden Abonnenten bezifferte Spotify-Chef Daniel Ek im März auf mehr als 30 Millionen.

    "Wir glauben, dass unser Modell in großem Maßstab profitabel ist", erklärte Spotify bei Vorlage der Jahreszahlen am Montag. "Wir werden daher weiter unermüdlich in unser Produkt investieren, um die Reichweite schnell auszuweiten." (AFP)

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  • Wettbewerb
    Peking: Wollen Stahlexporte bremsen

    Der chinesische Stahlverband wehrt sich gegen Vorwürfe, die Regierung in Peking kurbele den Stahlexport an. Die chinesischen Stahlausfuhren seien wegen der höheren internationalen Nachfrage, der Erholung der Weltwirtschaft und der besseren Wettbewerbsfähigkeit gestiegen, erklärte der Branchenverband. Die Regierung halte die Unternehmen nicht an, einen Großteil ihrer Produktion im Ausland zu verkaufen. Vielmehr wolle sie sogar die Exporte bremsen und habe dazu etwa Ausfuhrzölle für einige Produkte erhöht oder Vergünstigungen gekürzt. China ist der weltweit größte Stahlhersteller. Die Branche ist von Überkapazitäten geprägt, zumal die Binnennachfrage wegen des schwachen Wirtschaftswachstums eingebrochen ist. Die Europäische Union und die USA werfen China vor, Stahl zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt zu werfen. (rts)

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