Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 26. Januar 2016
  • Ratingagenturen

    Moody's stuft Deutsche Bank herab

    Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsnote der Deutschen Bank heruntergestuft. Die Bewertung der langfristigen Schuldtitel liege nun bei "Baa1" nach zuvor "A3", gab Moody's bekannt. Der Ausblick sei negativ, ergänzten die Experten und deuteten damit die Möglichkeit einer weiteren Herabstufung an. Zur Begründung verwiesen sie auf eine geplante Änderung des deutschen Insolvenzrechts von Januar 2017 an. Demnach sollen etwa Einlagen bei Insolvenzen künftig stärker geschützt werden als bestimmte ungesicherte Schuldtitel. Moody's gab vor diesem Hintergrund zugleich Ratingschritte für insgesamt 35 deutsche Banken bekannt. Die Note für die langfristigen vorrangigen Anleihen der Commerzbank  wurde mit "Baa1" bestätigt. Die vorrangigen Bonds der BayernLB wurden auf "A2" von "A3" hochgestuft. (rts)

    +
  • Mittwoch, 07. Dezember 2016
  • Konjunktur
    Produktion in Deutschland steigt an

    Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Oktober nicht so stark wie erwartet gesteigert. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten zusammen 0,3 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. "Insgesamt ist die Produktion damit zögerlich ins vierte Quartal gestartet", erklärte das Ministerium. "Die verbesserten industriellen Auftragseingänge wurden noch nicht in eine höhere Produktion umgesetzt." Im Oktober füllten sich die Auftragsbücher der Industriebetriebe mit einem Plus von 4,9 Prozent so stark wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr. Dennoch fuhren die Unternehmen ihre Produktion nur um 0,1 Prozent nach oben. Im Baugewerbe gab es hingegen ein Plus von 1,7 Prozent. Die Energieversorger drosselten ihre Erzeugung um 0,5 Prozent. (rts)

    +
  • Unternehmen
    Sammelklage gegen Mercedes zurückgewiesen

    In den USA ist eine Sammelklage im Zusammenhang mit Abgaswerten bei Dieselmotoren gegen Mercedes abgewiesen worden. Ein Bezirksrichter im Bundesstaat New Jersey befand am Dienstag, dass die Klage in dieser Art keine Berechtigung habe. Sie könne aber überarbeiteter Form nochmals vorgelegt werden. Die Käufer von Mercedes-Modellen hatten argumentiert, dass der Stuttgarter Autobauer sie mit Werbeaussagen über einen geringen Schadstoffausstoß bei Blue-Tec-Dieselmotoren getäuscht habe. Sie hätten erst später festgestellt, dass die Abgaswerte höher seien als in den USA erlaubt. Dem Richter zufolge konnten die Kläger aber nicht nachweisen, dass sie die Werbungen tatsächlich gesehen haben. Die Mercedes-Mutter Daimler sieht sich in den USA mit einigen Sammelklagen wegen angeblicher Abgas-Manipulationen bei Diesel-Fahrzeugen konfrontiert. Daimler hatte die Vorwürfe in der Vergangenheit zurückgewiesen. (rts)

    +
  • Konjunktur
    Australiens BIP schrumpft erstmals seit 2011

    Weniger Häuserbau und ein Export-Rückgang haben die australische Wirtschaft im dritten Quartal erstmals seit 2011 schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag von Juli bis September 0,5 Prozent niedriger als in den drei Monaten davor, wie das Statistikbüro berichtete. Selbst pessimistische Analysten hatten nicht mit so schlechten Zahlen gerechnet. Das BIP lag im Vergleich zum dritten Quartal 2015 aber 1,8 Prozent höher. Finanzminister Scott Morrison nannte das Ergebnis einen Weckruf und rief die Opposition auf, die Wirtschaftspolitik der konservativen Regierung zu unterstützen, die Investitionsanreize schaffen will. Trotz einzelner schwacher Quartale hat Australien seit mehr als 25 Jahren keine Rezession mehr erlebt. Von einer Rezession sprechen Ökonomen, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gegenüber den Vorquartalen schrumpft. (dpa)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen