Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 14. Februar 2016
  • Chefwechsel

    Öl-Manager soll neuer BAE-Chef werden

    Der britische Rüstungskonzern BAE Systems will einem Insidern zufolge entgegen seiner Tradition den nächsten Chef von außerhalb holen. Der zuletzt in der Ölbranche tätige Manager Charles Woodburn solle in der kommenden Woche zum neuer Vorstand für das Tagesgeschäft ernannt und zum Nachfolger von Konzernchef Ian King aufgebaut werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. In zwölf bis 18 Monaten solle er dann King ablösen. Damit würde das Unternehmen mit seiner Tradition brechen, den Spitzenposten intern zu besetzen. Woodburn arbeitete früher für den weltgrößten Ölfeldausrüster Schlumberger aus den USA und führt derzeit den Branchendienstleister Expro. Sky News hatte über die Personalie zuerst berichtet. Im vergangenen Jahr hatten Medien berichtet, dass BAE die Suche nach einem neuen Chef gestartet habe. King führt das Unternehmen seit 2008. Er steuerte es in dieser Zeit durch eine schwierige Phase, die von Kürzungen in den Rüstungsetats wichtiger BAE-Kunden wie Großbritannien und den USA geprägt war. (rts)

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  • Freitag, 20. Januar 2017
  • Kraftwerkstechnologie
    Siemens liefert größte Gasturbine erstmals nach China

    Der Technologiekonzern Siemens liefert erstmals eine Gasturbine der H-Klasse nach China. Dabei handele es sich um die leistungsstärkste und effizienteste Gasturbine im Siemens-Portfolio, wie das Unternehmen mitteilte. Der Auftrag umfasse die Lieferung eines Kraftwerkblocks für die bestehende Anlage Black Point in Hongkong.

    Nach der Inbetriebnahme vor 2020 reiche die installierte Gesamtleistung von 550 Megawatt aus, rund eine Million Haushalte mit Strom zu versorgen. Siemens liefere den Kraftwerksblock für das Gas-und Dampfturbinen-Kraftwerk und nehme diesen auch in Betrieb. Die Gasturbine werde in Berlin gefertigt, erklärte Siemens. Mit dem Auftrag aus Hongkong hat Siemens damit bislang weltweit bereits 80 H-Maschinen verkauft.

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  • Quartalszahlen
    American Express verdient deutlich weniger

    American Express hat im vierten Quartal deutliche Abstriche machen müssen. Der Überschuss ging verglichen mit dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 825 Millionen Dollar (774 Mio Euro) zurück, wie die US-Kreditkartenfirma nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erträge sanken um vier Prozent auf 8,0 Milliarden Dollar. Die Geschäfte litten unter dem starkem Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung schmälert. Zudem muss Konzernchef Kenneth Chenault das Kunststück meistern, gleichzeitig auf die Kostenbremse zu treten und sich im harten Wettkampf mit den Rivalen Visa und Mastercard zu behaupten. Auch rasant wachsende Online-Bezahldienste wie Paypal und diverse Apps machen dem Branchenurgestein zu schaffen. Chenault hält mit einer Marketing-Offensive dagegen, doch das geht ins Geld. Analysten hatten mit einem höheren Quartalsergebnis gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um gut ein Prozent. American Express ist neben Visa und Mastercard einer der drei großen Kreditkarten-Anbieter weltweit. Im Unterschied zu den Konkurrenten vergibt das Unternehmen auch den eigentlichen Kredit und verdient so nicht nur an Gebühren, sondern auch an Zinseinkünften. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr sanken die Erträge um zwei Prozent auf 32,1 Milliarden Dollar. Den Gewinn konnte American Express dennoch um fünf Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar ausbauen. Vorstandschef Chenault zeigte sich zufrieden und sprach von bedeutenden Fortschritten. So konnten etwa die Kosten um vier Prozent auf 22,0 Milliarden Dollar abgebaut werden.

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  • Quartalszahlen
    IBM kann Umsatzschwund nicht stoppen

    Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM kann seinen Umsatzschwund nicht aufhalten. Die Erlöse sanken im Schlussquartal um 1,3 Prozent auf 21,77 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte. Damit erwirtschaftete der Konzern jedoch etwas höhere Umsätze als von Analysten erwartet. Das Geschäft von IBM schrumpft seit mehr als vier Jahren. Zu schaffen macht dem Unternehmen, das etwa die Hälfte seiner Erlöse im Ausland erzielt, etwa der stärkere Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich dennoch von 4,46 Milliarden auf 4,5 Milliarden Dollar. Im nachbörslichen Handel zog die Aktie an, drehte dann aber ins Minus. International Business Machines (IBM) versucht ähnlich wie seine Rivalen Oracle und Microsoft, sich im Cloud-Geschäft stärker aufzustellen. Der Konzern folgt damit dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen. Der Cloud-Umsatz kletterte im Berichtsquartal um 33 Prozent. Einen Tag vor der Übernahme des Präsidentenamtes durch Donald Trump lobte das Unternehmen die Steuervorschläge des Immobilienmilliardärs. Eine grundlegende Steuerreform würde IBM helfen, sagte Finanzvorstand Martin Schroeter. Konzernchefin Gini Rometty hatte bereits im November erklärt, mit Trumps Vorhaben könnten US-Firmen Gewinne in die Weiterbildung von Angestellten investieren.

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  • Wall Street
    GE-Manager Nason könnte Bankenaufsicht übernehmen

    Der frühere Vizefinanzminister David Nason könnte Insidern zufolge bei der US-Notenbank der wichtigste Aufseher für die Wall Street werden. Der jetzige Manager von General Electric sei für den Posten der Favorit, sagten mehrere mit dem Auswahlprozess vertraute Personen. Sollte der 46-Jährige zur Fed wechseln, wäre er dafür verantwortlich, wie führende Geldinstitute tagtäglich überwacht werden.

    Den Insidern zufolge hat das Team des künftigen Präsidenten Donald Trump noch nicht entschieden. Allerdings habe Nason die Rückendeckung seines früheren Chefs Hank Paulson. Dieser war auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Finanzminister und versuchte wie Nason, die Wall Street zu stabilisieren.

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