Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 19. Juni 2014
  • Quartalsbericht

    Oracle enttäuscht Anleger

    Galoppierende Kosten und stagnierende Verkäufe neuer Software-Lizenzen machen dem Software-Konzern Oracle zu schaffen. Der Gewinn des SAP-Rivalen schrumpfte im vierten Geschäftsquartal des Unternehmens von März bis Ende Mai um 4 Prozent auf unterm Strich 3,6 Milliarden Dollar (2,6 Mrd. Euro). Die Anleger reagierten ungehalten: Nachbörslich fielen die Oracle-Aktien um 6 Prozent zurück. Oracle hatte das Zahlenwerk kurz nach dem New Yorker Börsenschluss vorgelegt. Dabei konnte der Konzern zwar Erfolge im Cloud-Computing und auch verbesserte Verkäufe im Segment der leistungsstarken Firmenrechnern vorweisen. Dadurch stieg der Umsatz konzernweit um 3 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ging aber der Ausbau des Cloud-Geschäfts mächtig ins Geld. (dpa)

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  • Freitag, 09. Dezember 2016
  • Unternehmen
    Linde macht Zugeständnisse für Arbeiter

    Der Industriegase-Hersteller Linde hat mit Betriebsrat und Gewerkschaften nach deren Angaben eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2021 für den Fall einer Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair vereinbart. Das teilten die IG Metall und die IG BCE mit. Aufsichtsrat Xaver Schmidt sagte: "Wir haben unsere Punkte durchgesetzt und den Beschäftigten im Fall einer Fusion Sicherheit erstritten." Betriebsbedingte Kündigungen wären dann bis Ende 2021 ausgeschlossen, teilten die Gewerkschaften mit. Der in Deutschland geplante Stellenabbau würde bei einem Zusammenschluss mit Praxair deutlich reduziert, der Standort Dresden nicht geschlossen. Auch die Tarifbindung bliebe erhalten. (dpa)

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  • Unternehmen
    Evonik kauft in den USA zu

    Der Spezialchemiekonzern Evonik will sein Geschäft mit Kieselsäuren durch einen Zukauf stärken. Wie der MDax-Konzern mitteilte, soll das entsprechende Geschäft von der Familiengesellschaft JM Huber aus den USA für 630 Millionen US-Dollar übernommen werden. Die Synergien beziffert Evonik mittelfristig auf etwa 20 Millionen US-Dollar. Stimmen die Behörden zu, sei im zweiten Halbjahr 2017 mit einem Abschluss der Transaktion zu rechnen. Evonik hat den Schwerpunkt bei industriellen Anwendungen, JM Huber bei medizinischen Anwendungen und Zahnpasta. Das Kieselsäuregeschäft von JM Huber soll den Angaben zufolge in diesem Jahr einen Umsatz von fast 300 Millionen US-Dollar und einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 60 Millionen Dollar erreichen. (dpa)

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  • Konjunktur
    Trump beflügelt die US-Kauflaune

    Die Kauflaune der US-Konsumenten hat sich nach dem Sieg von Donald Trump bei der Präsidentenwahl überraschend kräftig aufgehellt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Dezember auf 98,0 Punkte nach 93,8 Zählern im Vormonat, wie die Universität Michigan auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit fast zwei Jahren. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 94,5 Zähler gerechnet. Der private Konsum ist der Eckpfeiler der amerikanischen Wirtschaft. Er macht etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. (rts)

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  • Unternehmen
    Appel bleibt bis 2022 Post-Chef

    Der Aufsichtsrat der Deutsche Post AG hat in seiner Sitzung den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Frank Appel um weitere fünf Jahre bis Oktober 2022 verlängert. Der 55-jährige Appel gehört seit 2002 dem Vorstand der Deutsche Post DHL Group an und ist seit 2008 Vorstandsvorsitzender. (DJ)

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  • Unternehmen
    Pofalla steigt bei Bahn zum Netzvorstand auf

    Ronald Pofalla wird zum 1. Januar 2017 bei der Deutschen Bahn Vorstand für Infrastruktur. Dies berichten mehrere Medien aus Aufsichtsratskreisen. Die Personalie soll am Mittwoch bei der Aufsichtsratssitzung der Bahn beschlossen werden. Der bisher für das Resort zuständige Vorstand Volker Kefer verlässt das Unternehmen. Er hatte im Juni erklärt, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wolle. Ihm wurde angelastet, den Aufsichtsrat zu spät über Kostensteigerungen beim Projekt Stuttgart 21 informiert zu haben. Der frühere Kanzleramtschef Pofalla ist seit August 2015 bei der Bahn und bisher Vorstand Wirtschaft, Recht und Regulierung. (dpa)

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  • Konjunktur
    Deutsche Arbeitskosten steigen schneller

    Die Arbeitskosten in Deutschland sind im dritten Quartal 2016 stärker gestiegen als im Vorquartal. Zwischen Juli und September legten sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um kalenderbereinigt 2,5 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im zweiten Quartal hatte der Anstieg 1,9 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vorquartal erhöhten sich die Arbeitskosten im dritten Quartal um 0,8 Prozent. Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Im europäischen Vergleich verteuert sich die Arbeit hierzulande stärker als im Durchschnitt der 28 EU-Mitglieder. Schneller als in Deutschland steigen die Arbeitskosten in Osteuropa, mit zum Teil zweistelligen Zuwachsraten. In Finnland, Italien und Luxemburg sinken die Arbeitskosten hingegen. (DJ)

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  • Konjunktur
    Bundesbank hebt Wachstumsprognose an

    Die Deutsche Bundesbank hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland angehoben. Wie aus der gesamtwirtschaftlichen Prognose hervorgeht, rechnet sie für das laufende Jahr mit einem kalenderbereinigten Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent. Im Juni hatte sie ein Wachstum von 1,6 Prozent vorausgesagt. Die Prognose für 2017 wurde auf ebenfalls 1,8 Prozent erhöht. Für 2018 und 2019 erwartet die Bundesbank 1,6 und 1,5 Prozent Wachstum. (DJ)

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