Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 08. August 2014
  • Unternehmen

    Osram kauft in Italien zu

    Der Leuchtmittelkonzern Osram übernimmt den italienischen Scheinwerferbauer Clay Paky. Das auf Showbeleuchtung spezialisierte Unternehmen habe zuletzt 60 Millionen Euro umgesetzt und arbeite profitabel, teilten die Münchner am Freitag mit. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Der Kauf verbessere Osrams Position in einem hochattraktiven Markt, erklärte Vorstandschef Wolfgang Dehen. Clay Paky soll mit seinen gut 100 Mitarbeitern als Unternehmen und Marke weitgehend eigenständig fortgeführt werden. (rts)

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  • Mittwoch, 28. Juni 2017
  • Landwirtschaft
    Weniger Schweine in deutschen Ställen

    In deutschen Ställen werden so wenige Schweine gehalten wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. 27,1 Millionen Schweine zählte das Statistische Bundesamt in seiner halbjährlichen Erhebung, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Das waren ein Prozent oder fast 276.000 Tiere weniger als noch im November 2016. Auch die Zahl der Betriebe, die Schweine halten, ist rückläufig. Gegenüber der Vorerhebung sank ihre Zahl um 700, auf 23.800 (minus 2,7 Prozent). Gerade für kleine Betriebe ist es oft schwer, kostendeckend zu wirtschaften, der Preiskampf ist hart. Zudem gelten seit 2013 schärfere Tierschutzvorschriften: Seither dürfen Zuchtsauen nur noch in Gruppen gehalten werden - bei Bauern zog das Umbaukosten nach sich. Nach den jüngsten Zahlen sind unter den Betrieben nur noch 8400 mit Zuchtsauen - ein Minus von 4,3 Prozent zum November. Der Rinderbestand verringerte sich seit November 2016 leicht um 0,8 Prozent auf knapp 12,4 Millionen Tiere. Dabei blieb der Bestand an Milchkühen fast konstant bei 4,2 Millionen Tieren. Stichtag der jüngsten Erhebung war der 3. Mai 2017. (dpa)

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  • Übernahmen
    Philips kauft US-Rivalen

    Der niederländische Medizintechnik-Hersteller Philips kauft für 1,9 Milliarden Euro den US-Rivalen Spectranetics. Das Management beider Unternehmen habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, teilte Philips mit. Spectranetics ist auf Verfahren zur Säuberung verstopfter Venen und Arterien spezialisiert. Dazu werden unter anderem Laser eingesetzt und auch kleine, mit bestimmten Medikamenten umhüllte Kapseln. Der einst für seine Unterhaltungselektronik bekannte Philips-Konzern konzentriert sich inzwischen auf Medizintechnik und Körperpflegegeräte - etwa elektrische Zahnbürsten und Rasierer. In der Medizintechnik konkurriert Philips mit Siemens. Philips bietet 38,50 Dollar in Bar pro Spectranetics-Aktie. Das ist ein Aufschlag von 27 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Papiere. (rts)

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  • Dienstag, 27. Juni 2017
  • Banken
    Nomura wählt Frankfurt als Brexit-Exil

    Die japanische Bank Nomura hat sich für Frankfurt als künftigen EU-Standort entschieden. Um auch nach dem Brexit alle Dienstleistungen in der Europäischen Union anbieten zu können, beantragte die Bank eine Lizenz für eine neue Tochtergesellschaft am Main, wie Nomura mitteilte. Wie viele Arbeitsplätze Nomura nach Frankfurt verlagert, blieb zunächst offen. Nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen. Erst vergangene Woche hatte Japans zweitgrößter Wertpapierhändler Daiwa Securities angekündigt, eine Lizenz für eine neue Tochter in Frankfurt zu beantragen. (rts)

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