Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 29. Februar 2016
  • Börse

    Paris gegen Fusion von Dax und Stock Exchange

    Der geplante Zusammenschluss der Börsen in Frankfurt und London stößt auf Widerstand in Frankreich. Wirtschaftsminister Emmanuel Macron sagte in Brüssel, die Pläne dürften  kartellrechtliche Fragen aufwerfen. Außerdem müssten sie auch im Hinblick auf einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU ("Brexit") geprüft werden.

    Zudem werde Frankreich die Auswirkungen auf den Finanzplatz Paris untersuchen. Die Fusion der Deutschen Börse und der London Stock Exchange hätte ein Volumen von 25 Milliarden Euro. Kleinere Konkurrenten wie der Marktbetreiber Euronext, zu dem die Pariser Börse gehört, würden weit zurückfallen. Die beiden Konzerne hatten in der vergangenen Woche erklärt, an den Fusionsplänen auch bei einem Brexit festhalten zu wollen. (rts)

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  • Montag, 20. Februar 2017
  • Kredite
    Portugal zahlt Hälfte der IWF-Hilfsgelder früher zurück

    Portugal hat früher als erwartet eine weitere Tranche von 1,7 Milliarden US-Dollar an Hilfskrediten aus der Zeit der Schuldenkrise an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Der um sechs Monate vorgezogene Schritt spiegle "die robusten wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen" wider, erklärte das Finanzministerium. Damit hat Portugal inzwischen die Hälfte der 2011 vergebenen Gelder des IWF zurückgezahlt. Die Regierung in Lissabon hatte in der vergangenen Woche für 2016 ein Haushaltsdefizit von 2,1 Prozent des BIP angegeben und war damit erstmals unter der EU-Vorgabe von drei Prozent geblieben. In der Schuldenkrise hatte das Euro-Land insgesamt 78 Milliarden Euro von der Europäischen Union und dem IWF erhalten. Etwa ein Drittel stammt vom Währungsfonds, der dafür höhere Zinsen verlangt als die EU. (rts)

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  • Luftfahrt
    Air-France-Piloten stimmen für neue Niedrigkosten-Tochter

    Die Piloten der französischen Fluglinie Air France haben sich für die Gründung einer neuen Langstrecken-Tochter mit niedrigeren Kosten offen gezeigt. In einer Abstimmung stellten sich 58,1 Prozent der Teilnehmer gegen die Position der Pilotengewerkschaft SNPL und akzeptierten grundsätzlich die Schaffung der neuen Fluglinie, die den stark wachsenden Golf-Airlines-Paroli bieten soll. Wie die Gewerkschaft mitteilte, beteiligten sich 73,8 Prozent der Air-France-Piloten an der Befragung. Air France-KLM hatte die neue Airline im November angekündigt. Sie soll ausdrücklich nicht als Billigairline antreten, aber günstiger arbeiten und so auf besonders umkämpften Märkten gegen Konkurrenten wie Emirates bestehen können. Dazu sollen auch die Mitarbeiter Zugeständnisse machen. (dpa)

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  • Konjunktur
    EZB erhöht Anleihen-Schlagzahl

    Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht bei den in Deutschland umstrittenen Staatsanleihen-Käufen die Geschwindigkeit. Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder nahmen in der Woche bis zum 17. Februar öffentliche Schuldtitel im Volumen von 17,19 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie sie in Frankfurt mitteilten. In der Woche davor waren es 16,91 Milliarden Euro. Seit März 2015 wurden damit Staats- und Regionalanleihen sowie Titel supra-nationaler Institutionen im Umfang von 1,371 Billionen Euro erworben. Mit den Transaktionen wollen die Währungshüter dafür sorgen, dass Banken weniger in diese Titel investieren. Stattdessen sollen sie mehr Kredite an Unternehmen und Haushalte vergeben, was der Konjunktur nützt und auch die Inflation anschieben soll. Das gesamte Kaufprogramm - weitere Wertpapiere wie Firmenanleihen eingeschlossen - soll noch bis Ende dieses Jahres laufen und dann ein Volumen von 2,28 Billionen Euro erreichen. Ab April soll das monatliche Volumen allerdings von 80 auf 60 Milliarden Euro sinken. (rts)

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  • Konjunktur
    Schlechtere Verbraucherstimmung in der Euro-Zone

    Das Verbrauchervertrauen im Euro-Raum hat sich im Februar überraschend eingetrübt. Wie die EU-Kommission im Rahmen einer Vorabschätzung mitteilte, sank der von ihr ermittelte Index des Verbrauchervertrauens auf minus 6,2. Volkswirte hatten einen Stand von minus 4,9 prognostiziert. Für den Vormonat wurde ein revidierter Wert von minus 4,8 (vorläufig: minus 4,9) genannt. Für die EU-28 wurde für Februar ein Indexwert von minus 5,2 (Vormonat: minus 4,3) ausgewiesen. Der endgültige Wert des Verbrauchervertrauensindex für den Berichtsmonat wird in der kommenden Woche veröffentlicht. (DJ)

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  • Unternehmen
    Steinhoff begäbt Fusionspläne in Afrika

    Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff gibt seine Pläne für einen panafrikanischen Handelskonzern auf. Man habe sich mit der Supermarktkette Shoprite nicht über die Konditionen eines Zusammenschlusses einigen können, teilte Steinhoff mit. Den Plänen zufolge sollte Shoprite die Einzelhandelstöchter von Steinhoff wie Pepkor (Kleidung, Schuhe, Haushalt), JD Group und Steinbuild übernehmen. Im Gegenzug wäre Steinhoff zum Großaktionär von Shoprite geworden. Das Volumen der Fusion war auf knapp 13 Milliarden Euro geschätzt worden. Steinhoff gehören die Möbelhaus-Ketten "Poco" in Deutschland, "Kika" und "Leiner" in Österreich und "Conforama" in Frankreich. Damit kämpft Steinhoff im Möbelhandel weltweit mit Ikea um die führende Position. Firmengründer Bruno Steinhoff hatte 1964 als Ein-Mann-Betrieb in Westerstede bei Bremen mit dem Import von Möbeln aus Osteuropa begonnen. (rts)

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