Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 21. Juli 2014
  • Quartalsbericht

    Philips deckt Gewinneinbruch auf

    Eine Flaute im Geschäft mit Medizintechnik hat den Elektronikkonzern Philips im zweiten Quartal ausgebremst. Umsatz und Ergebnis gingen zwischen April und Juni zurück, wie der Konzern mitteilte. Weil sich das operative Ergebnis (Ebita) in der größten Sparte fast halbierte, musste Philips vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen einen Einbruch von 30 Prozent auf 415 Millionen Euro hinnehmen. Der Konzernumsatz sank um 6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Schon vor zwei Wochen hatte Konzernchef Frans van Houten in der Medizintechnik die Reißleine gezogen, weil das Geschäftsfeld eine "enttäuschende" Leistung geboten habe. Abteilungschefin Deborah DiSanzo verlässt das Unternehmen und bekommt keinen Nachfolger. Stattdessen berichten die einzelnen Geschäftsfelder künftig direkt an van Houten. Der machte zumindest für die nächsten sechs Monate Hoffnung: Bis Jahresende soll die Medizintechnik-Sparte ein höheres bereinigtes operatives Ergebnis einfahren als im zweiten Halbjahr 2013, als der Bereich rund 870 Millionen Euro verbucht hatte. (dpa)

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  • Donnerstag, 17. August 2017
  • Konjunktur
    US-Industrie etwas unter den Erwartungen

    Die Industrieproduktion in den USA ist im Juli etwas niedriger als erwartet gewesen. Nach Angaben der US-Notenbank Federal Reserve stieg sie gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert. Der vorläufig für Juni gemeldete Anstieg von 0,4 Prozent wurde bestätigt. Die Kapazitätsauslastung lag wie erwartet bei 76,7 Prozent, wo sie nach revidierten Berechnungen auch schon im Vormonat gelegen hatte. Vorläufig war ein Wert von 76,6 Prozent gemeldet worden. Im verarbeitenden Gewerbe, das für einen Großteil der Industrieproduktion steht, sank die Produktion um 0,1 Prozent, nachdem sie im Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen war. (DJ)

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  • Konjunktur
    Euro-Inflation bleibt hinter EZB-Ziel

    Die Inflation in der Eurozone verharrt trotz Geldschwemme der EZB auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Im Juli nahmen die Verbraucherpreise nur um 1,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. Damit fiel der Preisanstieg - wie von Ökonomen erwartet - genau so schwach aus wie im Juni. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als optimalen Wert für die Wirtschaft knapp zwei Prozent an, verfehlt dieses Ziel aber seit langem.

    Energie verteuerte sich im Juli um 2,2 Prozent. Dagegen zogen unverarbeitete Lebensmittel wie Obst und Gemüse nur um 0,6 Prozent an. Die sogenannte Kernrate, in der diese schwankungsreichen Preise ausgeklammert sind, betrug 1,3 Prozent und damit ein Tick mehr als im Juni. (rts)

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  • Unternehmen
    Ericsson könnte jede vierte Stelle streichen

    Der schwächelnde Telekomausrüster Ericsson prüft einem Medienbericht zufolge den Abbau von 25.000 Jobs. Die Arbeitsplätze sollen außerhalb des Heimatlands Schweden wegfallen, berichtete die Tageszeitung "Svenska Dagbladet" unter Berufung auf nicht genannte Unternehmenskreise. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 109.000 Angestellte.

    Ericsson hatte im Juli angekündigt, seine Sparmaßnahmen zu verstärken, um die angekündigte Verdoppelung der Gewinnmarge zu erreichen. Zudem sollen die Kosten von Mitte 2018 an um jährlich umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro reduziert werden. Welche Länder oder Einheiten betroffen seien, könne noch nicht gesagt werden, teilte Ericsson auf der Internetseite mit. Auch sei es noch zu früh, um über einzelne Maßnahmen zu sprechen. (rts)

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