Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 21. Juli 2014
  • Quartalsbericht

    Philips deckt Gewinneinbruch auf

    Eine Flaute im Geschäft mit Medizintechnik hat den Elektronikkonzern Philips im zweiten Quartal ausgebremst. Umsatz und Ergebnis gingen zwischen April und Juni zurück, wie der Konzern mitteilte. Weil sich das operative Ergebnis (Ebita) in der größten Sparte fast halbierte, musste Philips vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen einen Einbruch von 30 Prozent auf 415 Millionen Euro hinnehmen. Der Konzernumsatz sank um 6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Schon vor zwei Wochen hatte Konzernchef Frans van Houten in der Medizintechnik die Reißleine gezogen, weil das Geschäftsfeld eine "enttäuschende" Leistung geboten habe. Abteilungschefin Deborah DiSanzo verlässt das Unternehmen und bekommt keinen Nachfolger. Stattdessen berichten die einzelnen Geschäftsfelder künftig direkt an van Houten. Der machte zumindest für die nächsten sechs Monate Hoffnung: Bis Jahresende soll die Medizintechnik-Sparte ein höheres bereinigtes operatives Ergebnis einfahren als im zweiten Halbjahr 2013, als der Bereich rund 870 Millionen Euro verbucht hatte. (dpa)

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  • Mittwoch, 29. Juni 2016
  • Inflation
    Preise ziehen leicht an

    Verbraucher haben im Juni für das Bestreiten der Lebenshaltungskosten etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Inflation legte leicht um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wie das Statistische Bundesamt vorläufig mitteilte. Die Teuerungsrate bleibt damit aber weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die erst bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen spricht. Einmal mehr bremsten dabei sinkenden Energiepreise den Anstieg. Allerdings sanken sie mit 6,4 Prozent nicht mehr ganz so stark wie in den vorangegangenen Monaten. Im Mai hatte das Minus noch bei 7,9 Prozent gelegen. (dpa/AFP)

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  • Verkehr
    Alstom baut neue U-Bahn-Strecke in Dubai

    Ein vom französischen Zugbauer Alstom angeführtes Konsortium hat den Zuschlag für den milliardenschweren Ausbau der U-Bahn von Dubai erhalten. Alstom soll zusammen mit dem spanischen Bauunternehmen Acciona und dem türkischen Transportkonzern Gulermak die Verlängerung der U-Bahn zum Gelände der Expo 2020 bauen, wie die Regierung des Emirats mitteilte. Der Vertrag mit einem Wert von umgerechnet 2,6 Milliarden Euro umfasst den Bau einer 15 Kilometer langen U-Bahn-Strecke und den Kauf von 50 Zügen. Das Expolink genannte Konsortium soll noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Die Strecke soll im Mai 2020 und damit einige Monate vor Beginn der Weltausstellung in dem Stadtstaat eröffnet werden. (AFP)

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  • Konjunktur
    Deutscher Stellenindex auf Rekordniveau

    Die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland bleibt auf einem sehr hohen Niveau. Im Juni blieb der Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit unverändert bei 216 Punkten, teilte die Behörde in Nürnberg mit. Dies ist gegenüber dem Juni des Vorjahres ein Plus von 25 Punkten und bedeutet ein Verharren auf Rekordniveau. Der Zuwachs an freien Stellen betreffe fast alle Branchen. In vier Fünfteln der Wirtschaftsabteilungen der Unternehmen in Deutschland falle der Arbeitskräftebedarf höher aus als vor einem Jahr, erklärte die Bundesagentur. Besonders stark fällt der Arbeitskräftebedarf demnach rund um das Thema Flüchtlingsmanagement aus, in der öffentlichen Verwaltung stieg der Stellenbedarf im Vorjahresvergleich um 86 Prozent, bei Wach- und Sicherheitsdiensten um 56 Prozent. Aber auch am Bau und im Bereich Erziehung und Unterricht gebe es eine verstärkte Nachfrage. (AFP)

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  • Autobranche
    Toyota beordert Hybrid-Autos zurück

    Der japanische Autobauer Toyota ruft weltweit 1,43 Millionen Fahrzeuge wegen eines möglichen Airbag-Defekts zurück in die Werkstätten. Betroffen seien Hybrid-Fahrzeuge des Typs Prius und Lexus CT200h aus den Jahren 2010 bis 2012, teilte der Konzern mit. Bei diesen Autos könne es vorkommen, dass der Gasgenerator des Airbags einen kleinen Riss an der Schweißnaht habe. Dies könne letztlich dazu führen, dass der Airbag teilweise aufgeblasen werden und der Generator ins Wageninnere geraten könne. Dadurch bestehe die Gefahr von Verletzungen. Nach Firmenangaben sind bislang keine solchen Verletzungen bekannt. (rts)

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  • Banken
    Arbeitgeber mit Tarifangebot

    In den Tarifverhandlungen für die privaten und öffentlichen Banken haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot vorgelegt. Es sehe eine Erhöhung der Tarifgehälter um insgesamt 2,8 Prozent in drei Stufen vor, teilte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Heinz Laber, mit. Die Laufzeit soll demnach 36 Monate betragen. Laber sprach von einer "klaren Reallohnverbesserung", die es trotz "hoher Belastungen der Unternehmen" geben solle. Er hoffe, dass auf dieser Basis bei der nächsten Verhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt werde. Die Gespräche zwischen dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) und den Gewerkschaften sollen am 12. Juli fortgesetzt werden. Verhandelt wird über die Gehälter von rund 230.000 Beschäftigten. Die Gewerkschaften Verdi und DBV hatten eine Gehaltserhöhung um 4,9 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Die Gewerkschaft DHV war mit einer Forderung von 4,6 Prozent mehr Gehalt in die Verhandlungen gegangen. (rts)

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