Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 22. Januar 2016
  • Unternehmen

    Philips sagt Veräußerung von Autolicht-Sparte ab

    Der Elektronikkonzern Philips hat den geplanten Verkauf seiner Sparte für LED- und Autolicht-Bauteile abgesagt. Lumileds gehe nicht wie ursprünglich vorgesehen an das Konsortium um den Investmentfonds GO Scale Capital, weil die Bedenken der US-Behörde zur Aufsicht ausländischer Investitionen (CFIUS) nicht ausgeräumt werden konnten, teilte der niederländische Konzern mit. Das Unternehmen will jetzt mit anderen Interessenten sprechen. Die Umbaupläne von Philips beeinflusse der gescheiterte Verkauf aber nicht, hieß es. Früheren Berichten zufolge wollte Philips einen Bruttoerlös von rund 2,8 Milliarden US-Dollar erzielen. (dpa)

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  • Montag, 27. März 2017
  • Getränkeindustrie
    Wieder mehr als 1400 deutsche Brauereien

    Erstmals seit fast 40 Jahren ist die Zahl der Brauereien in Deutschland wieder auf mehr als 1400 gestiegen. Im Jahr 2016 seien im Großraum Hamburg und in Schleswig-Holstein jeweils acht neue Betriebe hinzugekommen, in Nordrhein-Westfalen sechs, teilte der Deutsche Brauer-Bund unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Insgesamt gab es demnach 1408 Braustätten in Deutschland. Damit lag die Zahl der Brauereien hierzulande erstmals seit 1978 wieder über der Marke von 1400, erklärte der Brauer-Bund. Damals hatte es in Westdeutschland 1415 Bier brauende Betriebe gegeben. Die mit deutlichem Abstand meisten Brauereien gibt es den Angaben zufolge in Bayern mit 624 Braustätten. Es folgten Baden-Württemberg mit 195 Betrieben und Nordrhein-Westfalen mit 132. (AFP)

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  • Übernahmen
    Brandt übernimmt Österreichs Zieback-Nummer-1

    Deutschlands bekanntester Zwiebackhersteller Brandt baut sein internationales Geschäft aus. Das Familienunternehmen habe Konkurrent Bahlsen die Markenrechte am österreichischen Marktführer Feldbacher Zwieback abgekauft, sagten Firmeninhaber Carl-Jürgen Brandt und sein Sohn Christoph Brandt der "Westfalenpost". Künftig werde der Zwieback der Marke Feldbacher im Brandt-Werk hergestellt. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben.  Der westfälische Zwiebackhersteller will seinen Exportanteil in den nächsten zehn Jahre von derzeit 10 auf 20 Prozent verdoppeln. Der Markt in Deutschland ist nach Angaben der Brandt-Familie gesättigt. Da bleibe auf der Suche nach neuen Absatzmärkten nur der Blick in die Nachbarländer. "Südeuropa ist ein interessantes Feld. Dort wird traditionell viel mehr Zwieback gegessen, als in Deutschland", sagte Christoph Brandt. (dpa)

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  • Fusionen
    Chemiekonzerne Dow und DuPont dürfen fusionieren

    Die EU-Wettbewerbshüter haben unter Auflagen den Weg für die milliardenschwere Fusion der US-Chemiekonzerne Dow und DuPont freigemacht. Die Genehmigung stehe unter dem Vorbehalt, dass sich DuPont von großen Teilen seiner globalen Pestizidsparte trenne, teilte die EU-Kommission mit. Die beiden Konzerne hätten dem zugestimmt. "Der heutige Beschluss verhindert, dass der Wettbewerb auf dem Markt für erhältliche Pestizide durch die Fusion von Dow und DuPont beeinträchtigt wird und die Innovationstätigkeit zur Entwicklung besserer Produkte in der Zukunft abnimmt", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Der Käufer der Sparte dürfte in der Lage sein, zum Nutzen der europäischen Landwirte und Verbraucher, DuPont als Wettbewerber auf den betreffenden Märkten zu ersetzen und weiterhin Produktinnovationen hervorzubringen, erklärte die Brüsseler Behörde. (rts)

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  • Unternehmen
    Audi unterbricht Produktion zweier Modelle

    Die Fertigung der Audi-Modelle A4 und A5 im Werk in Ingolstadt steht bis einschließlich Donnerstag still. Grund dafür ist ein Brand bei einem Zulieferer aus Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche, der nun nicht mehr rechtzeitig liefern kann. Dadurch können täglich 1400 Autos nicht gebaut werden, wie eine Audi-Sprecherin sagte. Zuerst hatte der "Donaukurier" darüber berichtet. Die betroffenen Mitarbeiter haben bis einschließlich Donnerstag frei. Der Ausfall werde durch eine Betriebsvereinbarung abgefangen, finanzielle Einbuße müssten die Mitarbeiter nicht befürchten, sagte die Sprecherin. Der Zulieferer HP Pelzer aus Witten werde seine Produktion nun an einen anderen Standort verlegen. HP Pelzer produziert für Audi sogenannte Stirnwanddämmungen, die die Geräusche und Temperaturen des Motors von der Fahrgastzelle fernhalten sollen. Ab Freitag sei dann wieder mit einer ausreichenden Zulieferung dieses Bauteils für die beiden Audi-Modelle zu rechnen. Der Produktionsstandort Neckarsulm ist von den Lieferengpässen nicht betroffen.

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  • Konjunktur
    Chinesische Industrie steigert Gewinne

    Die Gewinne der chinesischen Industrie sind in den ersten beiden Monaten des Jahres um fast ein Drittel gestiegen. Sie legten im Januar und Februar zusammen um 31,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu auf umgerechnet rund 135 Milliarden Euro, wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Dafür sorgten in erster Linie steigende Preise für Kohle, Stahl und Rohöl. 2016 insgesamt waren die Gewinne nur um 8,5 Prozent gestiegen, nachdem sie 2015 sogar gefallen waren. Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat einen insgesamt guten Start in dieses Jahr erwischt. Dazu trugen steigende staatliche Investitionen in die Infrastruktur ebenso bei wie eine robuste Kreditvergabe. Dennoch kühlt sich die Konjunktur nach jahrelangem Boom ab. Die Regierung rechnet für 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent, nachdem es 2016 mit 6,7 Prozent das kleinste Plus seit 26 Jahren gab.

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  • Unternehmen
    Mifa halbiert erneut Belegschaft

    Beim insolventen Fahrradhersteller Mifa in Sachsen-Anhalt muss erneut knapp die Hälfte der Mitarbeiter gehen. Zum Ende des Monats werde die Belegschaft von derzeit 240 auf knapp 130 verringert, teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Montag in Halle mit. Grund dafür seien fehlende Mittel, um Teile für die Produktion eines weiteren Großauftrags zu finanzieren. Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs sei in der Insolvenz nur möglich, wenn keine Verluste geschrieben würden, begründete Flöther den Schritt. Erst vor wenigen Wochen war die Zahl der Beschäftigten von etwas mehr als 500 auf 250 reduziert worden. Mifa blickt auf eine 110-jährige Tradition am Standort Sangerhausen zurück. Das Unternehmen musste zum zweiten Mal binnen zwei Jahren Insolvenz anmelden. Noch im Laufe des Frühjahrs soll ein Investor gefunden werden. Laut Flöther kommen die Gespräche mit zwei ernsthaften Interessenten gut voran. Über Details sei Stillschweigen vereinbart worden.

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  • Unternehmen
    Thomas Cook bekennt sich zu Condor

    Der Reisekonzern Thomas Cook hält an seiner zuletzt defizitären Fluggesellschaft Condor fest. "Wir haben einen starken Verbund, die Thomas-Cook-Airlines, geschaffen, da wollen wir Condor nicht herausbrechen", sagte Konzernchef Peter Fankhauser der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der operative Verlust bei Condor von umgerechnet zwölf Millionen Euro sei der "Marktentwicklung in Deutschland geschuldet". "Andere Gesellschaften haben 2016 viel höhere Verluste gemacht." Zu Thomas Cook gehören neben Condor auch Fluggesellschaften in Großbritannien, Belgien und Skandinavien. Ein Sparprogramm soll Condor 2017 wieder in die Profitabilität führen. Eine Abkehr vom Konzept, sowohl Pauschalreiseziele am Mittelmeer als auch ausgewählte Fernziele im Liniendienst ansteuern, lehnt Fankhauser ab. "Unsere Fluggesellschaft soll weiter eine Fluggesellschaft sein und nicht bloß das Busunternehmen eines Reiseveranstalters."

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  • Sonntag, 26. März 2017
  • Bahn
    Güterwaggons sollen künftig leiser bremsen

    Die Deutsche Bahn erwartet, dass bis Jahresende knapp zwei Drittel ihrer Güterwaggons auf leisere Bremstechnik umgerüstet sind. Bisher seien 33.000 von 64.000 Wagen mit Flüsterbremsen ausgestattet, teilte die Bahn am Sonntag mit. Ende 2017 sollen es dann rund 40.000 Waggons sein. Zuvor hatte auch die "Rheinische Post" darüber berichtet. Die gesamte Flotte soll bis 2020 leiser fahren.  Außerdem will die Bahn bis dann auf weiteren 400 Kilometern den Lärmschutz am Gleis verbessern. Außer der Bahntochter DB Cargo gibt es noch eine Reihe anderer europäischer Betreiber von Güterverkehr auf dem deutschen Netz. Die Bundesregierung hatte vor Weihnachten einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, nach dem besonders laute Güterwaggons ab Ende 2020 nicht mehr auf dem deutschen Netz rollen dürfen. (dpa)

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  • Samstag, 25. März 2017
  • Handel
    Kaufhof prüft Ausstieg aus Tarifvertrag

    Die Warenhauskette Galeria Kaufhof prüft laut einem Bericht des "Manager Magazins" einen Ausstieg aus dem Einzelhandelstarifvertrag. Es gebe bereits Gespräche zwischen der Firma, die seit 2015 dem kanadischen Konzern Hudson's Bay (HBC) gehört, und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, berichtete das Magazin. Kaufhof äußerte sich nicht zu möglichen Gesprächen mit Verdi. "HBC Europe und Galeria Kaufhof bekennen sich zur Tarifbindung und zur Sozial- und Tarifpartnerschaft mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften", teilte das Unternehmen am Samstag auf Anfrage mit. Kaufhof setze sich seit vielen Jahren "für moderne und wettbewerbsfähige Vereinbarungen" ein, "die den heutigen Arbeitswelten im Textileinzelhandel entsprechen". Die Vorbesitzerin von Galeria Kaufhof, die Metro AG, hatte sich von HBC damals vertraglich zusichern lassen, dass die Warenhausfirma bis mindestens 2020 im Tarifvertrag bleibt. Allerdings ist laut "Manager Magazin" für einen Bruch der Vereinbarung keine Vertragsstrafe vereinbart. Galeria Kaufhof hatte in den vergangenen Monaten die Kaufzurückhaltung vieler Kunden zu spüren bekommen. Im wichtigen Weihnachtsquartal war das Geschäft in Deutschland und Belgien um zwei Prozent geschrumpft. Konzernchef Olivier van den Bossche hatte in dem Zuge aber angekündigt, man werde sich an die von HBC unterschriebene Sozialcharta halten. Kaufhof beschäftigt nach Angaben auf der Firmenhomepage rund 20.000 Menschen. (dpa)

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