Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 25. Januar 2016
  • Personalie

    Platzeck schlichtet ohne Honorar

    Der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck verlangt für die Schlichtung des zähen Tarifkonflikts zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern kein Geld. Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ufo. Üblicherweise können Vermittler mit einem Honorar im sechsstelligen Euro-Bereich rechnen. Platzeck bekommt aber seine Spesen erstattet. Es nicht das erste Mal, dass der frühere Politiker für seine Dienste keinen Lohn verlangt: Den Streit der Bahn mit den Lokführern schlichtete er vor einem halben Jahr ebenfalls gratis. Ende der vergangenen Woche war unter der Leitung des 62-Jährigen der erste Durchbruch bei wichtigen Themen wie dem Gehalt der 19.000 Flugbegleiter erzielt worden. Bis zum Sommer sollen auch für die anderen Streitpunkte Kompromisse ausgehandelt werden. Streiks schließen die Flugbegleiter bis dahin aus. (rts)

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  • Sonntag, 25. September 2016
  • Konjunktur
    Nobelpreisträger warnt vor Geldschwemme

    Die weltweit anhaltende Schwemme billigen Geldes verfehlt aus Sicht des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Edward Prescott ihr Ziel, das Wachstum auf breiter Front stärker anzutreiben. Die Politik massiver Anleihenkäufe, die die Geldmenge immer mehr erhöht, und die Niedrigzins-Strategie der mächtigsten Notenbanken hätten keine größeren Auswirkungen auf die Realwirtschaft, sagte der US-Ökonom der "Welt am Sonntag". Dabei gerieten die Zentralbanken, die eigentlich neutral agieren sollen, zunehmend unter politischen Druck. Es sei "erwiesen, dass Geldpolitik keine nachhaltigen Effekte auf Wachstum und Beschäftigung hat", meinte der 2004 mit dem Nobelpreis prämierte Wissenschaftler. Etliche Ökonomen vertreten diese These von der "Neutralität" des Geldes. Befürworter der Billionen-Geldschöpfung argumentieren dagegen, dass etwa niedrige Zinsen die Kreditvergabe - und damit indirekt auch Investitionen und Konsum - ankurbeln. (dpa)

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  • Unternehmen
    Deutsche Airlines wollen Klimaabgabe

    Vor neuen Verhandlungen über mehr Klimaschutz im Luftverkehr wirbt die deutsche Branche für umfassende weltweite Instrumente. Nur ein verbindliches System mit hoher Abdeckung der CO2-Emissionen führe zu Planungssicherheit für die Fluggesellschaften und einem fairen Wettbewerb, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Stefan Schulte. Bei der Vollversammlung der internationalen Luftverkehrsorganisation ICAO im kanadischen Montreal soll von diesem Dienstag an über eine Emissionsabgabe für Airlines beraten werden. Daraus sollen Klimaschutzprojekte bezahlt werden. "Für den Erfolg des Abkommens ist entscheidend, dass möglichst viele Staaten von Beginn an dabei sind", sagte Schulte. Daher reiche es nicht aus, dass ein Entwurf der ICAO zunächst nur eine freiwillige Teilnahme vorsehe. (dpa)

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