Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 25. Januar 2016
  • Personalie

    Platzeck schlichtet ohne Honorar

    Der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck verlangt für die Schlichtung des zähen Tarifkonflikts zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern kein Geld. Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ufo. Üblicherweise können Vermittler mit einem Honorar im sechsstelligen Euro-Bereich rechnen. Platzeck bekommt aber seine Spesen erstattet. Es nicht das erste Mal, dass der frühere Politiker für seine Dienste keinen Lohn verlangt: Den Streit der Bahn mit den Lokführern schlichtete er vor einem halben Jahr ebenfalls gratis. Ende der vergangenen Woche war unter der Leitung des 62-Jährigen der erste Durchbruch bei wichtigen Themen wie dem Gehalt der 19.000 Flugbegleiter erzielt worden. Bis zum Sommer sollen auch für die anderen Streitpunkte Kompromisse ausgehandelt werden. Streiks schließen die Flugbegleiter bis dahin aus. (rts)

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  • Freitag, 02. Dezember 2016
  • Autobranche
    Rückrufaktion bei Ford

    Der US-Autobauer Ford beordert in Nordamerika mehr als 680.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Grund seien Probleme mit den Sicherheitsgurten, die das Verletzungsrisiko bei Unfällen erhöhen könnten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Betroffen seien Pkw vom Typ Ford Fusion und Lincoln MKZ der Modelljahre 2013 bis 2016. Ford wisse von zwei Unfällen und zwei Verletzungen, die in Zusammenhang mit dem Defekt stünden, heißt es in der Mitteilung. Mit gut 600.000 Fahrzeugen entfällt der Großteil der Rückruf-Aktion auf den US-Markt, die restlichen betroffenen Wagen wurden nach Angaben des Unternehmens in Kanada und Mexiko verkauft. (dpa)

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  • Haushaltsentwurf
    Spanien spart weiter

    EU-Schuldensünder Spanien hat einen Entwurf für den Sparhaushalt 2017 bekanntgegeben. Um Forderungen der EU nachzukommen, will die Minderheitsregierung des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy unter anderem die Unternehmens-, die Alkohol- und die Tabaksteuer erhöhen. Dadurch sollen die Einnahmen um 7,5 Milliarden Euro erhöht werden, wie Finanzminister Cristóbal Montoro in Madrid sagte. Auf ihrer Kabinettssitzung beschloss die Regierung zudem, dass die Ausgaben im Vergleich zu 2016 auf rund 118,34 Milliarden Euro eingefroren werden sollen. Die EU-Kommission hatte zuvor Einsparungen von mindestens 5,5 Milliarden Euro angemahnt, damit 2017 das Defizitziel von 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung erreicht wird. Spanien hatte im vergangenen Jahr mit einem Defizit von 5,1 statt 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gegen die Haushaltsvorgaben verstoßen und war nur knapp Sanktionen aus Brüssel entgangen. (dpa)

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  • Unternehmen
    Johnson & Johnson zu Milliarden-Strafe verurteilt

    Ein Bundesgericht in Texas hat dem US-Pharmakonzern Johnson & Johnson eine Strafe wegen defekter Hüftimplantate aufgebrummt. Johnson & Johnson und seine Tochterfirma DePuy Orthopaedics müssen mehr als eine Milliarde Dollar an sechs Kläger zahlen, wie einer der Anwälte mitteilte. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Hüftimplantate fehlerhaft gewesen seien. Die Unternehmen hätten Patienten nicht vor den Risiken gewarnt. Johnson & Johnson kündigte an, er werde gegen das Urteil in Berufung gehen. Der Konzern ist mit mehr als 8000 Klagen im Zusammenhang mit dem Hüftimplantat konfrontiert. (rts)

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  • Konjunktur
    Spaniens Arbeitslosigkeit steigt

    Trotz der anziehenden Konjunktur ist Spaniens Arbeitslosigkeit den vierten Monat hintereinander gestiegen. Im November legte die Zahl der Erwerbslosen um 24.841 auf 3,79 Millionen zu, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Hier dürfte auch ein Auslaufen der Tourismus-Saison eine Rolle spielen. Bei den Dienstleistern stieg die Arbeitslosenzahl um fast 28.000 und in der Landwirtschaft um 3900. In der Industrie hingegen gab es einen Rückgang um 3800 und am Bau von 4500. Die Arbeitslosenquote in Spanien lag im Oktober - nach einheitlicher europäischer Rechnung - bei 19,2 Prozent. Einen höheren Wert gibt es EU-weit nur in Griechenland.

    Beim Wirtschaftwachstum liegt Spanien in der Eurozone aber weit vorne. Im dritten Quartal ging es 0,7 Prozent nach oben. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft legte nur um 0,2 Prozent zu und der gesamte Euro-Raum um 0,3 Prozent. (rts)

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  • Konjunktur
    Samsungs Smartphone-Debakel bremst Wirtschaftswachstum

    Die Smartphone-Panne bei Samsung belastet die Wirtschaft Südkoreas. Das Bruttoinlandsprodukt des asiatischen Landes kletterte im Sommer wegen schwächelnder Exporte nur um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie die nationale Notenbank BOK mitteilt. Dies ist weniger als zunächst gedacht und weniger als im Frühjahr. "Smartphone-Ausfuhren hatten einen deutlichen Einfluss auf das dritte Quartal", sagte BOK-Experte Kim Young Tai. Sie seien stärker zurückgegangen als ursprünglich erwartet. Die Zentralbank hatte zunächst ein Wachstum von 0,7 Prozent gemeldet, nach plus 0,8 Prozent im Frühjahr. Der Weltmarktführer Samsung hatte sein neues Handy-Flaggschiff Galaxy Note 7 nach weniger als zwei Monaten wieder vom Markt genommen. Geräte waren in Brand geraten.

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