Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 04. Februar 2016
  • Airbus

    Polen zieht Milliarden schweren Auftrag zurück

    Die neue polnische Regierung hat sich einem Zeitungsbericht zufolge gegen den drei Milliarden Dollar schweren Kauf von Airbus-Hubschraubern entschieden. Anstatt der geplanten Abnahme von 50 "Caracal"-Mehrzweckhubschraubern wolle Polen nur noch einige wenige kaufen, berichtete die Zeitung "Rzeczpospolita" unter Berufung auf Verteidigungskreise. Stattdessen verhandele Polen mit dem Mitbewerber Sikorsky, der seine "Black Hawk"-Hubschrauber im Gegensatz zu Airbus in Polen selbst produziert.

    Die nationalkonservative PiS-Partei, die seit Oktober im Amt ist, hat bereits wiederholt erklärt, den Auftrag an einen Hersteller zu vergeben, der auch in Polen Fabriken betreibt. Vize-Verteidigungsminister Bartosz Kownacki hatte Ende Januar erklärt, es sei "sehr wahrscheinlich", dass der von der Vorgängerregierung geschlossene Vorvertrag mit Airbus zurückgezogen werde. (rts)

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  • Sonntag, 20. August 2017
  • Unternehmen
    Edeka und Rewe zufrieden mit Kaiser's-Filialen

    Die einstigen Supermarkt-Filialen von Kaiser's Tengelmann entwickeln sich nach der Übernahme durch Edeka und Rewe offenbar gut. "Der Umsatz wächst in den umgeflaggten Märkten zweistellig", sagte Edeka-Chef Markus Mosa der "Bild am Sonntag". Bei Rewe heiße es, man sei mit der Umsatzentwicklung sehr zufrieden. Die damals verlustreichen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann mit mehr als 15.000 Mitarbeitern war Ende 2016 an Edeka und Rewe verkauft worden. 335 Filialen plus Fleischwerke, Logistik und die alte Kaiser's-Zentrale in Mülheim an der Ruhr gingen an Edeka. Rewe bekam 64 Filialen vor allem in Berlin und Brandenburg.  (rts)

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  • Samstag, 19. August 2017
  • Unternehmen
    Staatsanwalt fordert Haft VW-Ingenieur

    Im VW-Dieselskandal fordert die US-Staatsanwaltschaft drei Jahre Gefängnis für einen Konzerningenieur. Die Strafverfolger erklärten vor einem Bezirksgericht in Detroit, die Angaben des Beschuldigten zeigten ein "Unternehmen, das seine ethische Verankerung verloren hat im Streben nach mehr Marktanteilen und Gewinnen". Der Angeklagte ist ein Dieselmotor-Experte mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung bei VW. Er hat gestanden, die Aufsichtsbehörden getäuscht zu haben, und kooperiert mit den Ermittlern. Das Urteil soll am Freitag gesprochen werden. Im Zusammenhang mit dem Skandal sind in den USA acht aktuelle oder frühere VW-Führungskräfte angeklagt. Zuletzt hatte ein Ex-Manager des Konzerns vor Gericht ein Schuldeingeständnis abgelegt. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe von maximal 400.000 Dollar. Das Urteil wird für den 6. Dezember erwartet.

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