Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 21. Januar 2015
  • Finanzen

    Portugal tilgt Milliarden-Schulden beim IWF vorzeitig

    Das langsam aus der Krise kommende Euroland Portugal will einen Teil seiner Schulden vorzeitig zurückzahlen. Man werde die im Rahmen des Rettungsprogramms von 2011 vom Internationalen Währungsfonds erhaltenen Kredite in Höhe von 26 Milliarden Euro vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit tilgen, erklärte Finanzministerin Maria Luís Albuquerque. Portugal, das den EU-Rettungsschirm im Mai 2014 verließ, habe inzwischen "sehr bedeutende Liquiditätsreserven", betonte die Ministerin der konservativen Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho vor dem Finanzausschuss des Parlaments. Der Zugang des Landes zu den Kapitalmärkten habe sich normalisiert. Lissabon werde den Tilgungsprozess schon in den nächsten Tagen einleiten. Mit einem Hilfspaket in Höhe von insgesamt 78 Milliarden Euro hatten die EU und der IWF Portugal 2011 vor dem Bankrott bewahrt. Im Gegenzug verpflichtete sich Lissabon zu einem strengen Sanierungsprogramm. (dpa)

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  • Montag, 27. März 2017
  • Unternehmen
    Thomas Cook bekennt sich zu Condor

    Der Reisekonzern Thomas Cook hält an seiner zuletzt defizitären Fluggesellschaft Condor fest. "Wir haben einen starken Verbund, die Thomas-Cook-Airlines, geschaffen, da wollen wir Condor nicht herausbrechen", sagte Konzernchef Peter Fankhauser der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der operative Verlust bei Condor von umgerechnet zwölf Millionen Euro sei der "Marktentwicklung in Deutschland geschuldet". "Andere Gesellschaften haben 2016 viel höhere Verluste gemacht." Zu Thomas Cook gehören neben Condor auch Fluggesellschaften in Großbritannien, Belgien und Skandinavien. Ein Sparprogramm soll Condor 2017 wieder in die Profitabilität führen. Eine Abkehr vom Konzept, sowohl Pauschalreiseziele am Mittelmeer als auch ausgewählte Fernziele im Liniendienst ansteuern, lehnt Fankhauser ab. "Unsere Fluggesellschaft soll weiter eine Fluggesellschaft sein und nicht bloß das Busunternehmen eines Reiseveranstalters."

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  • Sonntag, 26. März 2017
  • Bahn
    Güterwaggons sollen künftig leiser bremsen

    Die Deutsche Bahn erwartet, dass bis Jahresende knapp zwei Drittel ihrer Güterwaggons auf leisere Bremstechnik umgerüstet sind. Bisher seien 33.000 von 64.000 Wagen mit Flüsterbremsen ausgestattet, teilte die Bahn am Sonntag mit. Ende 2017 sollen es dann rund 40.000 Waggons sein. Zuvor hatte auch die "Rheinische Post" darüber berichtet. Die gesamte Flotte soll bis 2020 leiser fahren.  Außerdem will die Bahn bis dann auf weiteren 400 Kilometern den Lärmschutz am Gleis verbessern. Außer der Bahntochter DB Cargo gibt es noch eine Reihe anderer europäischer Betreiber von Güterverkehr auf dem deutschen Netz. Die Bundesregierung hatte vor Weihnachten einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, nach dem besonders laute Güterwaggons ab Ende 2020 nicht mehr auf dem deutschen Netz rollen dürfen. (dpa)

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  • Samstag, 25. März 2017
  • Handel
    Kaufhof prüft Ausstieg aus Tarifvertrag

    Die Warenhauskette Galeria Kaufhof prüft laut einem Bericht des "Manager Magazins" einen Ausstieg aus dem Einzelhandelstarifvertrag. Es gebe bereits Gespräche zwischen der Firma, die seit 2015 dem kanadischen Konzern Hudson's Bay (HBC) gehört, und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, berichtete das Magazin. Kaufhof äußerte sich nicht zu möglichen Gesprächen mit Verdi. "HBC Europe und Galeria Kaufhof bekennen sich zur Tarifbindung und zur Sozial- und Tarifpartnerschaft mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften", teilte das Unternehmen am Samstag auf Anfrage mit. Kaufhof setze sich seit vielen Jahren "für moderne und wettbewerbsfähige Vereinbarungen" ein, "die den heutigen Arbeitswelten im Textileinzelhandel entsprechen". Die Vorbesitzerin von Galeria Kaufhof, die Metro AG, hatte sich von HBC damals vertraglich zusichern lassen, dass die Warenhausfirma bis mindestens 2020 im Tarifvertrag bleibt. Allerdings ist laut "Manager Magazin" für einen Bruch der Vereinbarung keine Vertragsstrafe vereinbart. Galeria Kaufhof hatte in den vergangenen Monaten die Kaufzurückhaltung vieler Kunden zu spüren bekommen. Im wichtigen Weihnachtsquartal war das Geschäft in Deutschland und Belgien um zwei Prozent geschrumpft. Konzernchef Olivier van den Bossche hatte in dem Zuge aber angekündigt, man werde sich an die von HBC unterschriebene Sozialcharta halten. Kaufhof beschäftigt nach Angaben auf der Firmenhomepage rund 20.000 Menschen. (dpa)

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