Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 03. Februar 2016
  • Jahreszahlen

    Qiagen mit unbefriedigendem Geschäftsjahr

    Das Biotechunternehmen Qiagen hat im vergangenen Jahr nur das untere Ende seiner bereits gesenkten Gewinnprognose erreicht. 2015 legte der bereinigte Gewinn je Aktie ohne Wechselkurseffekte um 13 Cent auf 1,13 US-Dollar je Aktie zu. Qiagen machten ein schwächeres Instrumentengeschäft und geringere Umsätze aus Partnerschaften zur Entwicklung von Begleitdiagnostika einen Strich durch die Jahresziele. Der Vorstand hatte deshalb bereits Mitte Januar gewarnt, dass Qiagen die ursprünglich prognostizierten 1,16 Dollar Gewinn je Aktie nicht erreichen wird. Stattdessen hatte er mit 1,13 bis 1,14 Dollar je Aktie kalkuliert. Qiagen hat zudem mit dem starken Dollar zu kämpfen. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen 1,28 Milliarden Dollar um, ein Minus von fünf Prozent. Zu konstanten Wechselkursen wären die Erlöse um drei Prozent gewachsen. Für 2016 hatte Qiagen bereits in Aussicht gestellt, dass der Konzernumsatz wechselkursbereinigt um etwa sechs Prozent steigen und der bereinigte Gewinn je Aktie in etwa im gleichen Maß zulegen soll. Wechselkursbereinigt werden dann 1,10 bis 1,11 Dollar je Aktie angepeilt. (rts)

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  • Freitag, 24. Februar 2017
  • Unternehmen
    Daimler steckt Milliarden in Transportersparte

    Der Autobauer Daimler investiert in diesem und im nächsten Jahr mehr als zwei Milliarden Euro in seine Transportersparte. Das Geld werde im Wesentlichen in neue Produkte wie den 2017 geplanten Pick-Up, aber auch in die bereits angekündigten digitalen Dienstleistungen rund um den Lieferverkehr fließen, sagte der Chef der Transportersparte, Volker Mornhinweg, in Stuttgart. So plant Daimler dieses Jahr ein Carsharing-Modell mit Transportern für Geschäftskunden. Ein zweiter Punkt soll Elektromobilität sein. Daimler hatte bereits im Oktober den von Handwerk und Lieferfirmen lange erwarteten Transporter mit E-Motor für 2018 angekündigt. Welches Modell elektrifiziert werden soll, ließ Mornhinweg weiter offen. (dpa)

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  • Jahreszahlen
    RBS macht erneut Milliardenverlust

    Die Royal Bank of Scotland ist im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das britische Geldhaus wies einen Verlust von 6,96 Milliarden Pfund aus, nach 1,98 Milliarden 2015. Hintergrund sind höhere Kosten zur Bewältigung von Fehltritten der Bank sowie für die laufende Restrukturierung. Das Institut, das zu mehr als 70 Prozent der britischen Regierung gehört, hat seit 2007 kein Jahr mehr mit Gewinn abgeschlossen. Es befindet sich seit Jahren in einem gewaltigen Umbauprozess. Dazu gehören Geschäftsverkäufe, Stellenstreichungen und die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten im Zuge einer Reihe von Skandalen. "Wir müssen weitere Fortschritte machen", erklärte Bankchef Ross McEwan. "Aber die nächsten drei Jahre werden nicht mehr so sein wie die drei vergangenen." 2017 werde wahrscheinlich das letzte Verlustjahr sein. (rts)

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  • Unternehmen
    Aufseher sprechen Audi-Chef Stadler das Vertrauen aus

    Der Aufsichtsrat stärkt Audi-Chef Rupert Stadler angesichts neuer Vorwürfe zu einer Verstrickung in den Abgasskandal bei Volkswagen den Rücken. Die in den vergangenen Tagen von einem gekündigten Mitarbeiter erhobenen Vorwürfe seien "nicht zutreffend", teilte die Volkswagen-Tochter mit. Der Aufsichtsrat habe die Anschuldigungen durch eine Anwaltskanzlei prüfen lassen. Hintergrund ist ein Prozess vor dem Arbeitsgericht Heilbronn. In dem Verfahren geht es um die Frage, ob Audi verpflichtet ist, einen im Zuge der VW-Abgasaffäre freigestellten Manager weiter zu beschäftigen. Berichten zufolge wirft dieser Stadler vor, in die Abgasaffäre verwickelt zu sein. "Die dem Arbeitsgericht in Heilbronn vorgelegten Dokumente sind seit längerer Zeit bekannt und belegen die Vorwürfe nicht", erklärte VW-Chef Matthias Müller, der dem Audi-Aufsichtsrat vorsitzt. "Der Aufsichtsrat spricht Rupert Stadler sein Vertrauen aus." (AFP)

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