Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 04. Februar 2016
  • Konjunktur

    Reallöhne steigen kräftig

    Die niedrige Inflation hat den Deutschen 2015 das größte Lohnplus seit mindestens sieben Jahren beschert. Die Reallöhne kletterten um 2,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies sei der höchste Anstieg seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2008. 2014 hatte es ein Plus von 1,7 Prozent gegeben. Und 2013 waren die Reallöhne sogar leicht gesunken. Damals lag die Inflationsrate noch bei 1,5 Prozent, 2015 jedoch nur bei 0,3 Prozent. Hauptgrund für die niedrigen Lebenshaltungskosten ist der Ölpreisverfall. Die Nominallöhne, bei denen die Veränderungen des Preisniveaus ausgeklammert werden, legten im vorigen Jahr mit 2,8 Prozent etwas stärker zu als 2014. Damals wurden 2,6 Prozent erreicht. (rts)

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  • Montag, 25. Juli 2016
  • Autobauer
    Airbag-Rückruf kostet Milliarden

    Der Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata trifft deutsche Autobauer hart. Bei BMW, Daimler, Audi und Volkswagen seien mehr als sechs Millionen Autos betroffen, berichtete die "Automobilwoche" mit Verweis auf Angaben der Hersteller. Bei BMW seien es seit 2013 rund vier Millionen Fahrzeuge, bei VW 900.000 Pkw und Transporter. Daimler gab die Zahl der betroffenen Fahrzeuge demnach mit rund einer Million an; Audi mit rund 450.000. "Der Schaden insgesamt dürfte schon jetzt bei über zwei Milliarden Euro liegen", sagte Jan Dannenberg von der Management- und Strategieberatung Berylls der "Automobilwoche". Auf ähnliche Summen kam Autoexperte Stefan Bratzel. Er rechnete pro Auto mit Kosten von bis zu 300 Euro. (AFP)

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  • Unternehmen
    Ericsson sucht neuen Vorstandschef

    Der Netzwerkausrüster Ericsson tauscht seinen Chef aus. Vorstandschef Hans Vestberg trete mit sofortiger Wirkung zurück, teilte der Konzern mit. Der bisherige Finanzchef Jan Frykhammar übernehme übergangsweise seinen Posten. Es werde intern und extern nach geeigneten Kandidaten gesucht. Vestberg war insgesamt 28 Jahre für Ericsson tätig, die letzten sieben als Vorstandschef. Der Konzern steckt in Schwierigkeiten. Bei Vorlage der Quartalszahlen vergangene Woche hatten die Schweden weitere Kostensenkungen angekündigt. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Mrd Euro) zurück. Der Gewinn sank um gut ein Viertel auf 1,6 Milliarden Kronen. (dpa)

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