Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 01. September 2014
  • Unternehmen

    Rückschlag für Siemens - Atomreaktor erst 2018 startklar

    Siemens und Areva stoßen beim Bau des finnischen Atomreaktors Olkiluoto-3 auf weitere Hindernisse. Wegen Problemen mit den Instrumenten und dem Kontrollsystem werde der Bau erst Mitte 2016 fertiggestellt, die Inbetriebnahme werde nicht vor 2018 erwartet, teilten die beiden Partner mit. Ursprünglich sollte der fünfte Atomreaktor in Finnland - der einzige Neubau in Europa - bereits 2009 fertiggestellt worden sein. Wegen der Verzögerungen liefern sich das Baukonsortium und der finnische Energieversorger Teollisuuden Voima(TVO) seit Jahren Auseinandersetzungen. Der Auftraggeber TVO hatte vergangenes Jahr erklärt, die Inbetriebnahme des Reaktors werde sich bis Mitte 2016 verzögern. Für Siemens ist das unrentable Projekt der letzte Bau aus der Zusammenarbeit mit dem französischen Areva-Konzern, der bei dem Konsortium in Finnland die Federführung hat. Der Münchner Technologiekonzern hat sich mittlerweile aus dem Atom-Geschäft zurückgezogen. Siemens verdient an dem Bau des Druckwasser-Reaktors praktisch nichts mehr und musste bereits dreistellige Millionenbeträge auf das Projekt abschreiben. (rts)

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  • Mittwoch, 18. Januar 2017
  • Unternehmen
    HSBC verlegt wegen Brexit Teile nach Paris

    Rückschlag für das deutsche Finanzzentrum Frankfurt: Europas größte Bank HSBC will nach einem EU-Abschied Großbritanniens einen Teil ihrer Aktivitäten nach Paris verlagern. Etwa 20 Prozent der Handelsumsätze würden nach dem Brexit in die französische Hauptstadt gehen, kündigte Konzernchef Stuart Gulliver am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos an. "Wir gehen nicht dieses Jahr und vielleicht auch nicht nächstes Jahr", sagte Gulliver. "Wir gehen in etwa zwei Jahren, wenn der Brexit wirksam ist." HSBC habe alle notwendigen Lizenzen für solch einen Schritt. Nach dem Brexit-Entscheid im Juni 2016 hatte die Bank von etwa 1000 Jobs gesprochen, die aus London abwandern könnten.

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  • Unternehmen
    DB fährt positives Betriebsergebnis ein

    Die Deutsche Bahn hat 2016 nach einem Verlustjahr wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente der bundeseigene Konzern 1,8 Milliarden Euro, wie Bahnchef Rüdiger Grube bekanntgab. Damit hat das Unternehmen wieder das Niveau von 2014 erreicht. 2015 hatte die Bahn noch einen operativen Verlust von 154 Millionen Euro verbucht. Unterm Strich musste sie damals sogar ein Minus von 1,31 Milliarden Euro ausweisen. Das lag vor allem an Abschreibungen auf den Schienengüterverkehr. Die Bahn habe nun "die Trendwende geschafft", sagte Grube angesichts der besseren Zahlen. "Hierauf wollen wir 2017 aufbauen und uns weiter steigern." Ziel sei es, die Bahn "jeden Tag für unsere Kunden ein Stück besser und attraktiver zu machen". In Sachen Pünktlichkeit sei das 2016 bereits gelungen. Im Fernverkehr sei der Anteil pünktlicher Züge von 74,4 Prozent (2015) auf 78,9 Prozent gestiegen. Das selbstgesteckte Ziel von 80 Prozent wurde damit allerdings verfehlt. Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeitsquote bei 94,8 Prozent (Vorjahr: 94,2 Prozent) und im Güterverkehr bei 76,0 Prozent (Vorjahr: 72,8 Prozent). Nach der Definition der Bahn ist ein Zug noch pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät ankommt. (dpa)

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