Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 01. September 2014
  • Unternehmen

    Rückschlag für Siemens - Atomreaktor erst 2018 startklar

    Siemens und Areva stoßen beim Bau des finnischen Atomreaktors Olkiluoto-3 auf weitere Hindernisse. Wegen Problemen mit den Instrumenten und dem Kontrollsystem werde der Bau erst Mitte 2016 fertiggestellt, die Inbetriebnahme werde nicht vor 2018 erwartet, teilten die beiden Partner mit. Ursprünglich sollte der fünfte Atomreaktor in Finnland - der einzige Neubau in Europa - bereits 2009 fertiggestellt worden sein. Wegen der Verzögerungen liefern sich das Baukonsortium und der finnische Energieversorger Teollisuuden Voima(TVO) seit Jahren Auseinandersetzungen. Der Auftraggeber TVO hatte vergangenes Jahr erklärt, die Inbetriebnahme des Reaktors werde sich bis Mitte 2016 verzögern. Für Siemens ist das unrentable Projekt der letzte Bau aus der Zusammenarbeit mit dem französischen Areva-Konzern, der bei dem Konsortium in Finnland die Federführung hat. Der Münchner Technologiekonzern hat sich mittlerweile aus dem Atom-Geschäft zurückgezogen. Siemens verdient an dem Bau des Druckwasser-Reaktors praktisch nichts mehr und musste bereits dreistellige Millionenbeträge auf das Projekt abschreiben. (rts)

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  • Donnerstag, 17. August 2017
  • Konjunktur
    Euro-Inflation bleibt hinter EZB-Ziel

    Die Inflation in der Eurozone verharrt trotz Geldschwemme der EZB auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Im Juli nahmen die Verbraucherpreise nur um 1,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. Damit fiel der Preisanstieg - wie von Ökonomen erwartet - genau so schwach aus wie im Juni. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als optimalen Wert für die Wirtschaft knapp zwei Prozent an, verfehlt dieses Ziel aber seit langem.

    Energie verteuerte sich im Juli um 2,2 Prozent. Dagegen zogen unverarbeitete Lebensmittel wie Obst und Gemüse nur um 0,6 Prozent an. Die sogenannte Kernrate, in der diese schwankungsreichen Preise ausgeklammert sind, betrug 1,3 Prozent und damit ein Tick mehr als im Juni. (rts)

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  • Unternehmen
    Ericsson könnte jede vierte Stelle streichen

    Der schwächelnde Telekomausrüster Ericsson prüft einem Medienbericht zufolge den Abbau von 25.000 Jobs. Die Arbeitsplätze sollen außerhalb des Heimatlands Schweden wegfallen, berichtete die Tageszeitung "Svenska Dagbladet" unter Berufung auf nicht genannte Unternehmenskreise. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 109.000 Angestellte.

    Ericsson hatte im Juli angekündigt, seine Sparmaßnahmen zu verstärken, um die angekündigte Verdoppelung der Gewinnmarge zu erreichen. Zudem sollen die Kosten von Mitte 2018 an um jährlich umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro reduziert werden. Welche Länder oder Einheiten betroffen seien, könne noch nicht gesagt werden, teilte Ericsson auf der Internetseite mit. Auch sei es noch zu früh, um über einzelne Maßnahmen zu sprechen. (rts)

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