Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 08. Juli 2014
  • Konjunktur

    Russischer Automarkt bricht ein

    In Russland beschleunigt sich die Talfahrt am Automarkt. Nach einem schwachen ersten Halbjahr sagte der Unternehmerverband Association of European Businesses (AEB) für dieses Jahr einen Einbruch der Verkäufe um zwölf Prozent auf 2,45 Millionen Wagen aus. Bislang war er lediglich von einem Rückgang von 1,6 Prozent ausgegangen. Allein im Juni fielen die Absätze um 17,3 Prozent. 2013 betrug das Minus 5,5 Prozent - nach drei Jahren mit prozentual zweistelligen Wachstumsraten. 

    Unter anderem die internationalen Autokonzerne General Motors, Ford, und Renault hatten kräftig in Russland investiert, um dort von der wachsenden Mittelschicht zu profitieren. Doch inzwischen sind die Verbraucher angesichts der Konjunkturabkühlung immer weniger dazu bereit, größere Anschaffungen zu tätigen. Die russische Wirtschaft wird zudem von Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise belastet. (rts)

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  • Mittwoch, 25. Mai 2016
  • Zulassungszahlen
    Nutzfahrzeug-Boom in Europa hält an

    Die Lastwagen-Verkäufe in Europa legen weiter zu. Im April stieg die Zahl der Neuzulassungen in der EU gegenüber dem Vorjahr um 14,6 Prozent auf 195.013 Lastwagen, Lieferwagen und Busse, wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte. Damit sei der Absatz den 16. Monat in Folge gestiegen. Besonders gefragt waren schwere Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 16 Tonnen. Der Absatz stieg um 22,2 Prozent. Leichte Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 3,5 Tonnen, die den größten Anteil an den Lastwagenverkäufen haben, legten um 13,6 Prozent zu. Seit Anfang des Jahres war der Nutzfahrzeug-Absatz in der EU um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Als Gründe für den Boom nannten Branchenvertreter zuletzt die gute wirtschaftliche Entwicklung in Europa, den Erneuerungsbedarf der Flotten, insbesondere in Südeuropa, sowie das niedrige Zinsniveau. Außerhalb von Europa sieht es allerdings deutlich weniger rosig aus: Die schwierige Lage in wichtigen Märkten wie Nordamerika, dem Mittleren Osten, Brasilien und Indonesien hatte den Autobauer Daimler - einen der größten Lkw-Bauer der Welt - vergangene Woche dazu gezwungen, seine Absatz- und Gewinnerwartungen für seine Lastwagensparte deutlich zu senken. (dpa)

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  • Kooperation
    Toyota steigt bei Uber ein

    Der japanische Autobauer Toyota steigt beim Fahrdienstanbieter Uber ein. Über die Zusammenarbeit mit Uber wolle Toyota seinen Kunden neue "sichere, bequeme und attraktive Mobilitätsdienste" anbieten, hieß es in einer Erklärung. Darin war auch die Rede von einer strategischen Investition Toyotas in nicht genannter Höhe. Nahezu zeitgleich gab der deutsche Autobauer Volkswagen seine Zusammenarbeit mit dem Uber-Konkurrenten Gett bekannt. VW erklärte, dafür 300 Millionen US-Dollar (knapp 270 Millionen Euro) investieren zu wollen. Pioniere in dieser Hinsicht sind beide Autobauer nicht: Die Opel-Mutter General Motors (GM) hatte bereits im März ihre Zusammenarbeit mit dem US-Fahrdienstanbieter Lyft bekanntgegeben. (AFP)

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