Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 08. Juli 2014
  • Konjunktur

    Russischer Automarkt bricht ein

    In Russland beschleunigt sich die Talfahrt am Automarkt. Nach einem schwachen ersten Halbjahr sagte der Unternehmerverband Association of European Businesses (AEB) für dieses Jahr einen Einbruch der Verkäufe um zwölf Prozent auf 2,45 Millionen Wagen aus. Bislang war er lediglich von einem Rückgang von 1,6 Prozent ausgegangen. Allein im Juni fielen die Absätze um 17,3 Prozent. 2013 betrug das Minus 5,5 Prozent - nach drei Jahren mit prozentual zweistelligen Wachstumsraten. 

    Unter anderem die internationalen Autokonzerne General Motors, Ford, und Renault hatten kräftig in Russland investiert, um dort von der wachsenden Mittelschicht zu profitieren. Doch inzwischen sind die Verbraucher angesichts der Konjunkturabkühlung immer weniger dazu bereit, größere Anschaffungen zu tätigen. Die russische Wirtschaft wird zudem von Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise belastet. (rts)

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  • Samstag, 19. August 2017
  • Unternehmen
    Staatsanwalt fordert Haft VW-Ingenieur

    Im VW-Dieselskandal fordert die US-Staatsanwaltschaft drei Jahre Gefängnis für einen Konzerningenieur. Die Strafverfolger erklärten vor einem Bezirksgericht in Detroit, die Angaben des Beschuldigten zeigten ein "Unternehmen, das seine ethische Verankerung verloren hat im Streben nach mehr Marktanteilen und Gewinnen". Der Angeklagte ist ein Dieselmotor-Experte mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung bei VW. Er hat gestanden, die Aufsichtsbehörden getäuscht zu haben, und kooperiert mit den Ermittlern. Das Urteil soll am Freitag gesprochen werden. Im Zusammenhang mit dem Skandal sind in den USA acht aktuelle oder frühere VW-Führungskräfte angeklagt. Zuletzt hatte ein Ex-Manager des Konzerns vor Gericht ein Schuldeingeständnis abgelegt. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe von maximal 400.000 Dollar. Das Urteil wird für den 6. Dezember erwartet.

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