Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 18. Februar 2016
  • Rating

    S&P stuft Brasilien schlechter ein

    Das in eine tiefe Rezession abgerutschte Brasilien ist von der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) weiter herabgestuft worden, der Ausblick bleibt negativ. Wie S&P am Abend mitteilte, werde die Bewertung von "BB+" auf "BB" gesenkt. Beide Ratings bewegen sich im sogenannten Ramsch-Niveau: Der Kauf von Staatsanleihen aus diesem Bereich wird als spekulative Anlage gesehen, es muss mit Ausfällen gerechnet werden. Dadurch, dass Brasilien von führenden Ratingagenturen seit Monaten herabgestuft wird, bekommt es zunehmend Probleme, sich international frisches Geld zu verschaffen. Brasiliens Wirtschaft war 2015 um fast vier Prozent eingebrochen, die Inflation lag bei 10,7 Prozent und der Konsum ist stark zurückgegangen. (dpa)

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  • Dienstag, 30. August 2016
  • Konjunktur
    Stimmung in Eurozone trübt sich ein

    Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im August spürbar eingetrübt. Außer im Baubereich trübte sich die Stimmung in allen Sektoren ein, also in der Industrie, Einzelhandel, Dienstleistern und unter den Konsumenten. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung fiel auf 103,5 Punkte von 104,5 im Vormonat. Die Eintrübung war stärker als erwartet: Volkswirte hatten nur mit einem Indexrückgang auf 104,1 Zähler gerechnet. Der für die gesamte Europäische Union (EU) berechnete Indikator ging auf 103,8 Punkte von 104,7 zurück. (DJ)

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  • Unternehmen
    Evonik begibt Mega-Anleihe

    Der Spezialchemiekonzern Evonik will eine Anleihe im Volumen von bis zu 1,9 Milliarden Euro begeben. Insgesamt sollen drei festverzinsliche Tranchen mit Laufzeiten von 4,5 Jahren, 8 Jahren und 12 Jahren emittiert werden, wie die im MDax notierte Evonik Industries AG mitteilte. Die Tranchen sollen ein Volumen von jeweils mindestens 500 Millionen Euro haben.

    Die Anleihen dienen der Finanzierung der geplanten Akquisition des Spezialadditiv-Geschäfts des US-Unternehmens Air Products and Chemicals. Evonik hatte die Übernahme im Mai bekannt gegeben. Der Kaufpreis von 3,5 Milliarden Euro soll neben den Anleihen mit unternehmenseigenen Mitteln in Höhe von ca. 1,6 Milliarden Euro finanziert werden. (DJ)

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  • Unternehmen
    Mondelez bläst Hershey-Übernahme ab

    Der Lebensmittelhersteller Mondelez hat seine Gespräche über eine mögliche Akquisition von Hershey beendet. Der berühmte Schokoladenkonzerns hat eine neue Übernahmeofferte zurückgewiesen und angedeutet, dass es werde schwer werden würde, vor dem kommenden Jahr einen Deal zu erreichen. Mondelez habe feststellen müssen, dass es "keinen umsetzbaren Weg nach vorne" gebe, um den kleineren Konkurrenten zu kaufen, teilte der Hersteller von Oreo-Keksen und Cadbury-Schokolade nach US-Börsenschluss am Montag mit. Die Hershey-Aktie brach im nachbörslichen US-Handel um 11 Prozent ein, Mondelez legten um 3,6 Prozent zu. (DJ)

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  • Konjunktur
    Japan nahe an Vollbeschäftigung

    In Japan liegt die Arbeitslosenquote so niedrig wie seit mehr als 21 Jahren nicht mehr. Im Juli sank sie saisonbereinigt auf 3,0 von 3,1 Prozent im vorangegangen Monat, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Damit befindet sich das Land nahe an einem Niveau, bei dem die Notenbank von Vollbeschäftigung ausgeht. Analysten gehen allerdings davon aus, dass die Bank von Japan im kommenden Monat ihre Geldpolitik weiter lockert. Denn die Wirtschaft stagnierte zuletzt. Die Inflation liegt weit unter der angestrebten Zielmarke von zwei Prozent. (rts)

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