Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 18. Februar 2016
  • Rating

    S&P stuft Brasilien schlechter ein

    Das in eine tiefe Rezession abgerutschte Brasilien ist von der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) weiter herabgestuft worden, der Ausblick bleibt negativ. Wie S&P am Abend mitteilte, werde die Bewertung von "BB+" auf "BB" gesenkt. Beide Ratings bewegen sich im sogenannten Ramsch-Niveau: Der Kauf von Staatsanleihen aus diesem Bereich wird als spekulative Anlage gesehen, es muss mit Ausfällen gerechnet werden. Dadurch, dass Brasilien von führenden Ratingagenturen seit Monaten herabgestuft wird, bekommt es zunehmend Probleme, sich international frisches Geld zu verschaffen. Brasiliens Wirtschaft war 2015 um fast vier Prozent eingebrochen, die Inflation lag bei 10,7 Prozent und der Konsum ist stark zurückgegangen. (dpa)

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  • Mittwoch, 25. Mai 2016
  • Mode
    H&M setzt auf Kenzo

    Die schwedische Modekette H&M holt sich für die Gestaltung einer Kollektion die französische Trend-Marke Kenzo ins Boot. Wie das Unternehmen Hennes & Mauritz in Stockholm bekanntgab, sollen die von den Kreativdirektoren Carol Lim und Humberto Leon entworfenen Klamotten für Frauen und Männer ab 3. November online und in etwa 250 Filialen erhältlich sein. Die Kleidung des ursprünglich japanischen Unternehmens Kenzo ist für ihre intensiven Farben und Aufdrucke bekannt. Seit 2004 Karl Lagerfeld damit begann, lässt sich H&M immer wieder von berühmten Designern, Modehäusern und Stars limitierte Kollektionen entwerfen, darunter waren bereits Versace, Sonia Rykiel, Alexander Wang, Isabel Marant und zuletzt Balmain. (dpa)

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  • Unternehmen
    Intel streicht jede zehnte Stelle in Deutschland

    Intel will in Deutschland etwa jede zehnte Stelle streichen und damit bis zu 350 seiner rund 3500 Mitarbeiter entlassen. Laut "Wirtschaftswoche" habe sich das Management auf die Streichungen mit dem Gesamtbetriebsrat Mitte Mai verständigt. Erste Gespräche über Aufhebungsverträge seien bereits geführt, betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Auch ein Standort in Ulm mit rund 60 Mitarbeitern soll geschlossen werden. Weltweit will sich der Chipkonzern bis 2017 von insgesamt 12 000 Mitarbeitern trennen, das entspricht rund 11 Prozent der Stellen. Intel steht auch wegen der anhaltenden Krise im klassischen Geschäft mit Personal Computern unter Druck, das seit Jahren rückläufig ist. (dpa)

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  • Telekommunikation
    Huawei greift Samsung mit Patentklage an

    Der chinesische Konzern Huawei heizt den Patentkonflikt in der Mobilfunk-Branche mit einer Klage gegen Handy-Weltmarktführer Samsung an. Der Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter wirft dem südkoreanischen Rivalen die Verletzung von elf Patenten im Zusammenhang mit dem schnellen Datenfunk-Standard LTE vor. Die Unternehmen konnten sich zuvor nicht auf eine Lizenzvereinbarung einigen. Patente auf Technologien, die zu Standards gehören, müssen zu fairen Bedingungen und ohne Diskriminierung zur Verfügung gestellt werden. Huawei besteht darauf, Samsung ein faires Angebot unterbreitet zu haben. In den vergangenen Jahren hatte es in der Mobilfunk-Industrie einen regelrechten Patentkrieg zwischen verschiedenen Anbietern gegeben, vor allem sorgte der heftige Streit zwischen Apple und Samsung für Schlagzeilen. Inzwischen sind die Konflikte abgeklungen, nachdem kein Unternehmen entscheidende Siege einfahren konnte. (dpa)

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  • Fusionen
    Stada spricht mit CVC über Verkauf

    Stada spricht mit dem Finanzinvestor CVC über eine mögliche Übernahme des Arzneimittelherstellers. Das hessische Unternehmen könnte dabei mit rund 3,7 Milliarden Euro bewertet werden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Stada-Chef Hartmut Retzlaff habe sich zu ersten Treffen mit CVC zusammengefunden, es gebe aber keine Garantie für eine Transaktion. Stada und CVC wollten sich dazu nicht äußern. Bei dem Generikahersteller war kürzlich der aktivistische Investor Active Ownership (AOC) mit fünf Prozent eingestiegen. Er wollte unter anderem den vor allem aus Apothekern und Ärzten bestehenden Aufsichtsrat des Unternehmens umbauen. (rts)

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  • Schifffahrt
    Geschäfte für deutsche Werften laufen gut

    Weltweit bricht die Schiffbauindustrie fast zusammen, doch die Geschäfte der deutschen Werften laufen gut. In den ersten vier Monaten des Jahres gingen bei den heimischen Schiffbauern Aufträge über neun Schiffe im Wert von 1,3 Milliarden Euro ein, teilte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) mit. Darin sind die Bestellungen der malaysischen Genting Group über zehn Schiffe im Wert von 3,5 Milliarden Euro noch nicht enthalten, weil dieser Auftrag erst im Mai erteilt wurde. Hingegen wurden global bis Ende April nur 114 Schiffe im Wert von 11,3 Milliarden Euro in Auftrag gegeben. Damit setzt sich der Abwärtstrend im internationalen Schiffbau verschärft fort. Zwischen 2013 und 2015 halbierten sich die Bestelleingänge gemessen an der Zahl der Schiffe. Im vergangenen Jahr wurden Aufträge über 1400 Schiffe erteilt, 2013 waren es noch mehr als 2800.

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