Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 19. Februar 2015
  • Unternehmen

    Saab bittet um Schuldenerlass

    Die Eigner des schwedischen Autobauers Saab haben einige ihrer Gläubiger um einen Schuldenerlass gebeten, um den maroden Konzern zu retten. Das chinesische Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) verhandelt nach eigenen Angaben mit zwei großen Autoherstellern. "Die Verhandlungen schreiten voran, aber es ist kompliziert, eine Einigung zu erreichen, während wir uns in der Reorganisation befinden",sagte erklärte Nevs-Chef Mattias Bergman. Um die Sanierung abzuschließen, sei eine Übereinkunft mit den Gläubigern notwendig.

    Laut dem Vorschlag will Nevs den vollen Forderungen der meisten der rund 570 Gläubiger entsprechen. Etwa 100 von ihnen sollen von ihren Forderungen über 500.000 schwedischen Kronen (rund 52.000 Euro) dagegen nur die Hälfte zurückbekommen. Für den 26. Februar hat Nevs die Gläubiger nun zu einem Informationstreffen geladen.

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  • Montag, 25. Juli 2016
  • Autobauer
    Airbag-Rückruf kostet Milliarden

    Der Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata trifft deutsche Autobauer hart. Bei BMW, Daimler, Audi und Volkswagen seien mehr als sechs Millionen Autos betroffen, berichtete die "Automobilwoche" mit Verweis auf Angaben der Hersteller. Bei BMW seien es seit 2013 rund vier Millionen Fahrzeuge, bei VW 900.000 Pkw und Transporter. Daimler gab die Zahl der betroffenen Fahrzeuge demnach mit rund einer Million an; Audi mit rund 450.000. "Der Schaden insgesamt dürfte schon jetzt bei über zwei Milliarden Euro liegen", sagte Jan Dannenberg von der Management- und Strategieberatung Berylls der "Automobilwoche". Auf ähnliche Summen kam Autoexperte Stefan Bratzel. Er rechnete pro Auto mit Kosten von bis zu 300 Euro. (AFP)

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  • Unternehmen
    Ericsson sucht neuen Vorstandschef

    Der Netzwerkausrüster Ericsson tauscht seinen Chef aus. Vorstandschef Hans Vestberg trete mit sofortiger Wirkung zurück, teilte der Konzern mit. Der bisherige Finanzchef Jan Frykhammar übernehme übergangsweise seinen Posten. Es werde intern und extern nach geeigneten Kandidaten gesucht. Vestberg war insgesamt 28 Jahre für Ericsson tätig, die letzten sieben als Vorstandschef. Der Konzern steckt in Schwierigkeiten. Bei Vorlage der Quartalszahlen vergangene Woche hatten die Schweden weitere Kostensenkungen angekündigt. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Mrd Euro) zurück. Der Gewinn sank um gut ein Viertel auf 1,6 Milliarden Kronen. (dpa)

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