Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 19. Februar 2015
  • Unternehmen

    Saab bittet um Schuldenerlass

    Die Eigner des schwedischen Autobauers Saab haben einige ihrer Gläubiger um einen Schuldenerlass gebeten, um den maroden Konzern zu retten. Das chinesische Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) verhandelt nach eigenen Angaben mit zwei großen Autoherstellern. "Die Verhandlungen schreiten voran, aber es ist kompliziert, eine Einigung zu erreichen, während wir uns in der Reorganisation befinden",sagte erklärte Nevs-Chef Mattias Bergman. Um die Sanierung abzuschließen, sei eine Übereinkunft mit den Gläubigern notwendig.

    Laut dem Vorschlag will Nevs den vollen Forderungen der meisten der rund 570 Gläubiger entsprechen. Etwa 100 von ihnen sollen von ihren Forderungen über 500.000 schwedischen Kronen (rund 52.000 Euro) dagegen nur die Hälfte zurückbekommen. Für den 26. Februar hat Nevs die Gläubiger nun zu einem Informationstreffen geladen.

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  • Donnerstag, 23. März 2017
  • Unternehmen
    Leoni will profitabler werden

    Der Automobilzulieferer Leoni rechnet dieses Jahr mit Zuwächsen sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis. Mittelfristig stellte das Unternehmen zudem eine deutlich höhere Profitabilität in Aussicht. Dieses Jahr soll der Umsatz auf rund 4,6 von 4,4 Milliarden Euro steigen. Das EBIT sieht der im Mdax notierte Konzern zwischen 180 bis 200 Millionen Euro. 2016 brach das EBIT belastet von einem Betrugsfall und Kosten für die Sanierung des Unternehmens auf 78 von 151 Millionen Euro ein. Bereinigt um Sondereinflüsse sei das operative Ergebnis um 12 Prozent gestiegen. Der Umsatz sank leicht auf 4,4 (Vorjahr 4,5) Milliarden Euro. Leoni war vergangenes Jahr Opfer eines Internetbetrugs geworden, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. In der Folge waren 40 Millionen Euro auf Konten im Ausland transferiert worden. Leoni musste in Folge die Jahresprognose kappen. Aktuell rechnet das Unternehmen nicht damit, "substanzielle Gelder" aus dem Betrugsskandal wieder zu bekommen. (DJ)

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  • Unternehmen
    Beschwerde gegen Daimler in China

    Der chinesische Autobauer Chery sieht seine Markenschutzrechte durch die Daimler-Elektromarke EQ verletzt. Chery nutze bereits seit zwei Jahren die Marke "eQ" für bestimmte Elektroautos, sagte eine Chery-Sprecherin. Deshalb habe man bei der zuständigen chinesischen Behörde eine Beschwerde wegen Verletzung der Markenschutzrechte eingereicht. Eine Daimler-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Der deutsche Premiumhersteller hat angekündigt, bis Ende des Jahrzehnts Elektroautos unter der Marke "EQ" in Deutschland zu fertigen. Die Fahrzeuge sollen auch in China auf den Markt gebracht werden; einen Zeitpunkt dafür nannte Daimler im vergangenen Jahr nicht. Sollte Chery mit seiner Beschwerde Erfolg haben, wäre das ein Rückschlag für Daimler im wichtigen chinesischen Elektroautomarkt. In dem fernöstlichen Land werden mehr Elektrofahrzeuge verkauft als im Rest der Welt zusammen.  (rts)

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  • Unternehmen
    Investor nimmt GFK von der Börse

    Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK soll nach mehr als 17 Jahren bald von der Börse verschwinden. Der GfK-Verein als Mehrheitsaktionär und die Finanzholding Acceleratio wollen kurzfristig ein Verfahren zur Zwangsabfindung (Squeeze-Out) der restlichen Kleinaktionäre einleiten, wie GfK mitteilte. Der Finanzinvestor KKR hatte die Finanzholding Acceleratio für den Einstieg bei der GfK gegründet. Acceleratio hatte nach dem Einstieg bei dem Marktforscher Verträge mit mehreren Großaktionären über den Erwerb von weiteren 20,9 Prozent der GfK-Anteile geschlossen. Nach Vollzug der Verträge, der noch in diesem Monat erwartet wird, kommen der GfK-Verein und Acceleratio zusammen auf 96,7 Prozent des Grundkapitals, wie der Konzern weiter erklärte. Mit mehr als 95 Prozent - im Zuge einer Übernahme reichen auch 90 Prozent - kann ein Großaktionär die übrigen Anteile gegen eine Abfindung übernehmen. (rts)

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