Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 29. Oktober 2014
  • Rechtsstreit

    Saudis verklagen Barclays

    Ein saudiarabischer Immobilienkonzern hat die britische Großbank Barclays auf Schadenersatz in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar verklagt. Nach Darstellung von Jadawel International, einer Tochter der in London ansässigen MBI International Holdings, wollte sich das Geldhaus angeblich mit einem "betrügerischen Plan" im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften eine der begehrten Banklizenzen in Saudi-Arabien sichern. Bei diesem Vorhaben des Kreditinstituts sei Jadawel hintergangen worden. Die Klage wurde bereits am vergangenen Dienstag bei einem Gericht im US-Bundesstaat New York eingereicht. Wenn es zu einer Verhandlung nach US-Recht kommen sollte, könnten der britischen Bank tatsächlich enorme Schadenersatzzahlungen drohen. Barclays erklärte in einer ersten Stellungnahme, die Forderung sei unbegründet. Man werde sich dagegen wehren. (rts)

    +
  • Dienstag, 25. April 2017
  • Unternehmen
    Einigung im Tarifstreit bei Coca-Cola

    Nach bundesweiten Warnstreiks haben Coca-Cola und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Für dieses und nächstes Jahr bekommen die rund 8000 Beschäftigten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld, wie die NGG mitteilte. Für 2017 ist eine Entgelterhöhung von 2,2 Prozent für alle Tarifmitarbeiter und Auszubildenden geplant, wie beide Seiten mitteilten. Im kommenden Jahr sollen untere und mittlere Lohngruppen monatlich 100 Euro mehr erhalten, die drei oberen Gehaltsgruppen sowie Auszubildende 50 Euro. Zudem erhöht das Unternehmen den Arbeitnehmerzuschuss um 200 Euro auf insgesamt 1000 Euro pro Jahr. Das Urlaubsgeld steigt auf 30 Euro je Urlaubstag. (AFP)

    +
  • Quartalszahlen
    Volvo schafft Gewinnsprung

    Der schwedische Lkw- und Baumaschinenhersteller Volvo fährt die Früchte seines jahrelangen Sparkurses ein. Im ersten Quartal kletterte der Betriebsgewinn überraschend stark um rund 58 Prozent auf sieben Milliarden schwedischer Kronen (etwa 730 Millionen Euro), wie der Volkswagen- und Daimler-Rivale mitteilte. Experten hatten mit 5,3 Milliarden Kronen gerechnet. Zugleich spürt der Konzern eine unerwartet hohe Nachfrage. Zum Jahresanfang gingen elf Prozent mehr Aufträge für Lastwagen ein als vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem Zuwachs von sieben Prozent gerechnet. Zudem habe die zuletzt schwächelnde Nachfrage nach Baumaschinen in China wieder Fahrt aufgenommen, erklärte das Management. (rts)

    +
  • Quartalszahlen
    Puma startet fulminant ins Jahr

    Der Sportartikelhersteller Puma ist mit einem Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das Konzernergebnis habe sich im ersten Quartal mit 49,6 Millionen Euro fast verdoppelt, wie der Adidas-Konkurrent mitteilte. Puma hatte bereits Mitte April vorläufige Zahlen für das Quartal genannt und dank der guten Entwicklung die Jahresprognose erhöht. So stieg der Umsatz um 18 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Damit wurde erstmals die Milliardenmarke erreicht. Dabei trugen alle Regionen zum Wachstum bei; Umsatztreiber war erneut das Geschäft mit Schuhen. Wie Puma weiter mitteilte, konnte das Unternehmen Ausrüsterverträge für zwei weitere bekannte Fußballclubs abschließen. Ab der Saison 2018/19 stattet Puma den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach sowie den französischen Klub Olympique Marseille aus. Bislang ist Puma Ausrüster unter anderem von Borussia Dortmund. (dpa)

    +
  • Handel
    US-Strafzölle auf kanadisches Weichholz

    Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada verschärft sich. US-Handelsminister Wilbur Ross kündigte einstweilige Strafzölle von durchschnittlich 20 Prozent auf kanadische Weichholz-Importe an. Hintergrund sind Beschwerden der US-Holzwirtschaft, wonach die Konkurrenz aus Kanada von der Regierung einen unfairen Wettbewerbsvorteil erhalte, weil sie das Bauholz auf staatlichen Forstflächen produziere. Ross rechtfertigte die Strafzölle auch mit Einfuhr-Beschränkungen, die Kanada gegen bestimmte US-Milcheiweißprodukte zur Käseherstellung verhängt hätten. Kanada verurteilte das US-Vorgehen und kündigte juristischen Widerstand dagegen an. (rts)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen