Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 26. Januar 2016
  • Konjunktur

    Schweizer Exporteure überstehen Frankenschock

    Die Schweizer Exportwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr trotz des Frankenschocks gut geschlagen. Dank einer starken Nachfrage nach Schweizer Waren in den USA schrumpften die Ausfuhren real um 0,7 Prozent auf 202,9 Milliarden Franken. Das ist der dritthöchste Umsatz aller Zeiten, wie die Schweizer Zollverwaltung mitteilte. Unter Berücksichtigung von Inflation und Wechselkurseffekten (nominal) ergab sich ein Minus von 2,6 Prozent. "Die Exporteure haben fast dieselben Mengen ausgeführt, aber weniger Geld dafür bekommen", sagte Credit-Suisse-Ökonomin Bettina Rutschi Ostermann. Die Ausfuhren nach Europa schrumpften nominal um fünf Prozent.Anfang 2015 hatte die Schweizerische Notenbank (SNB) für den Franken überraschend ihren Mindestkurs zum Euro aufgegeben hatte. Daraufhin hatte der Franken zur wichtigsten Exportwährung sprunghaft an Wert gewonnen, was Schweizer Waren in Europa deutlich teurer machte. Viele Firmen hatten daraufhin ihre Preise gesenkt, um weiterhin mit der ausländischen Konkurrenz mithalten zu können. Einen Teil der Nachfragedelle in Europa konnte die Schweiz jedoch mit einem Exportplus von sechs Prozent in den USA wettmachen. (rts)

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  • Freitag, 29. Juli 2016
  • Inflation
    Preise in der Euro-Zone steigen auch im Juli leicht

    In der Euro-Zone ziehen die Preise leicht an. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juli zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Juni waren die Preise mit einem Plus von 0,1 Prozent erstmals seit Januar wieder gestiegen. Deutlich zogen im Juli die Preise für unverarbeitete Lebensmittel an, die um 2,8 Prozent stiegen. Die Energiepreise sanken hingegen um 6,6 Prozent.

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  • Unternehmen
    Audi senkt Gewinnprognose

    Wegen hoher Extrabelastungen durch die Dieselaffäre und den Rückruf von Fahrzeugen mit möglichem Airbag-Defekt schraubt die VW -Tochter Audi ihre Gewinnziele für 2016 nach unten. War bislang eine operative Rendite zwischen acht und zehn Prozent angekündigt, werde angesichts dieser Sondereinflüsse ein Wert "leicht unterhalb dieses Korridors" erwartet, teilten die Ingolstädter mit. Im ersten Halbjahr erreichte die Marge haarscharf den Zielwert von 8,0 Prozent, nach 9,8 Prozent im Jahr zuvor. (rts)

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  • Unternehmen
    Daimler baut zweites Werk in Ungarn

    Daimler baut ein zweites Werk im ungarischen Kecskemet. "Wir planen, in den nächsten Jahren rund eine Milliarde Euro in das neue Werk am Standort Kecskemet zu investieren", sagte Mercedes-Benz-Produktionsvorstand Markus Schäfer. In dem neuen Werk werden Autos von Mercedes-Benz mit Front- und Heckantrieb vom Band rollen. Durch die Investition entstünden rund 2.500 neue Arbeitsplätze am Standort und weitere Stellen bei Zulieferern in der Region und in deutschen Werken. Die Standortentscheidung und die konkrete Umsetzung hängen laut Daimler noch von der Erfüllung verschiedener Rahmenbedingungen ab. Mit vorbereitenden Maßnahmen soll bereits in diesem Jahr begonnen werden, der Produktionsstart sei zum Ende der Dekade geplant. (rts)

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  • Volkswirtschaft
    Frankreichs Wirtschaft stagniert im zweiten Quartal

    Das Wachstum der französischen Wirtschaft ist im Frühjahr überraschend zum Stillstand gekommen. Von April bis Juni verharrte das Bruttoinlandsprodukt auf dem Niveau des Vorquartals, wie das nationale Statistikamt Insee mitteilte. Grund dafür waren schwache Konsumausgaben und sinkende Investitionen. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten für das zweite Quartal ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Zu Jahresbeginn war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone noch um 0,7 Prozent gewachsen. (rts)

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  • Welthandel
    Afghanistan ist Mitglied der WTO

    Afghanistan ist das 164. Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Die Aufnahme des Landes wurde vollzogen, nachdem Mitte Juni das Oberhaus des afghanischen Parlaments noch einige Gesetze verabschiedet hatte, die für den Beitritt nötig waren. Unter anderem sei es um Copyright- und Tiergesundheitsfragen gegangen, wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Kabul bestätigte. Die WTO hatte Ende Juni bestätigt, dass das Land alle Hürden für eine Aufnahme genommen hat. Afghanistan hatte sich nach WTO-Angaben zum ersten Mal im Jahr 2004 um die Mitgliedschaft beworben. Das Land ist eines der ärmsten der Welt, seine Wirtschaft basiert vor allem auf der Landwirtschaft. Die stärkste Industrie ist der illegale milliardenschwere Mohnanbau und die Drogenproduktion. Afghanistan ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Chromeisen oder Edelsteinen wie Lapislazuli, aber die sich rapide verschlechternde Sicherheitslage schreckt Investoren ab. Bei einem WTO-Treffen am 19. Juli in Kenia hatte der afghanische Wirtschaftsminister Humajun Rasa gesagt, die WTO-Mitgliedschaft werde Afghanistan helfen, das Rechtsstaatsprinzip zu stärken, Transparenz herzustellen und die Basis für gesundes Wirtschaftswachstum zu legen. (dpa)

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