Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 26. Januar 2016
  • Konjunktur

    Schweizer Exporteure überstehen Frankenschock

    Die Schweizer Exportwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr trotz des Frankenschocks gut geschlagen. Dank einer starken Nachfrage nach Schweizer Waren in den USA schrumpften die Ausfuhren real um 0,7 Prozent auf 202,9 Milliarden Franken. Das ist der dritthöchste Umsatz aller Zeiten, wie die Schweizer Zollverwaltung mitteilte. Unter Berücksichtigung von Inflation und Wechselkurseffekten (nominal) ergab sich ein Minus von 2,6 Prozent. "Die Exporteure haben fast dieselben Mengen ausgeführt, aber weniger Geld dafür bekommen", sagte Credit-Suisse-Ökonomin Bettina Rutschi Ostermann. Die Ausfuhren nach Europa schrumpften nominal um fünf Prozent.Anfang 2015 hatte die Schweizerische Notenbank (SNB) für den Franken überraschend ihren Mindestkurs zum Euro aufgegeben hatte. Daraufhin hatte der Franken zur wichtigsten Exportwährung sprunghaft an Wert gewonnen, was Schweizer Waren in Europa deutlich teurer machte. Viele Firmen hatten daraufhin ihre Preise gesenkt, um weiterhin mit der ausländischen Konkurrenz mithalten zu können. Einen Teil der Nachfragedelle in Europa konnte die Schweiz jedoch mit einem Exportplus von sechs Prozent in den USA wettmachen. (rts)

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  • Sonntag, 25. September 2016
  • Konjunktur
    Nobelpreisträger warnt vor Geldschwemme

    Die weltweit anhaltende Schwemme billigen Geldes verfehlt aus Sicht des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Edward Prescott ihr Ziel, das Wachstum auf breiter Front stärker anzutreiben. Die Politik massiver Anleihenkäufe, die die Geldmenge immer mehr erhöht, und die Niedrigzins-Strategie der mächtigsten Notenbanken hätten keine größeren Auswirkungen auf die Realwirtschaft, sagte der US-Ökonom der "Welt am Sonntag". Dabei gerieten die Zentralbanken, die eigentlich neutral agieren sollen, zunehmend unter politischen Druck. Es sei "erwiesen, dass Geldpolitik keine nachhaltigen Effekte auf Wachstum und Beschäftigung hat", meinte der 2004 mit dem Nobelpreis prämierte Wissenschaftler. Etliche Ökonomen vertreten diese These von der "Neutralität" des Geldes. Befürworter der Billionen-Geldschöpfung argumentieren dagegen, dass etwa niedrige Zinsen die Kreditvergabe - und damit indirekt auch Investitionen und Konsum - ankurbeln. (dpa)

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  • Unternehmen
    Deutsche Airlines wollen Klimaabgabe

    Vor neuen Verhandlungen über mehr Klimaschutz im Luftverkehr wirbt die deutsche Branche für umfassende weltweite Instrumente. Nur ein verbindliches System mit hoher Abdeckung der CO2-Emissionen führe zu Planungssicherheit für die Fluggesellschaften und einem fairen Wettbewerb, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Stefan Schulte. Bei der Vollversammlung der internationalen Luftverkehrsorganisation ICAO im kanadischen Montreal soll von diesem Dienstag an über eine Emissionsabgabe für Airlines beraten werden. Daraus sollen Klimaschutzprojekte bezahlt werden. "Für den Erfolg des Abkommens ist entscheidend, dass möglichst viele Staaten von Beginn an dabei sind", sagte Schulte. Daher reiche es nicht aus, dass ein Entwurf der ICAO zunächst nur eine freiwillige Teilnahme vorsehe. (dpa)

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