Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 07. Februar 2016
  • Banken

    Strafzinsen für Mittelstandskunden der Coba

    Nach den Großkunden drohen nun auch den mittelständischen Firmenkunden der Commerzbank Strafzinsen. "Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr", sagte ein Commerzbank-Sprecher. Zugleich stellte er klar: "Auf die Einlagen von Privat- und Geschäftskunden berechnen wir keine negativen Zinsen." Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" hat die Commerzbank in den vergangenen Monaten etwa jeden zehnten Firmenkunden angesprochen. "Unser Ziel ist es dabei nicht, diese Gebühr zu erheben, sondern in Gesprächen mit den Kunden gemeinsam alternative Anlagekonzepte zu entwickeln", erklärte der Banksprecher. Falls Kunden nicht darauf eingingen, werde der Strafzins von derzeit 0,3 Prozent auf die überschüssige Liquidität aber fällig, schrieb die Zeitung. Die Commerzbank hat nach eigenen Angaben 100 000 mittelständische Kunden, wozu sie Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 250 Millionen Euro zählt. (dpa)

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  • Samstag, 29. April 2017
  • Unternehmen
    BMW baut "iNext" in Dingolfing

    Die Revolution des Straßenverkehrs soll auch von Niederbayern ausgehen. BMW will sein komplett selbstfahrendes Auto "iNext" in Dingolfing bauen. "In der Produktion hat Niederbayern in dem Fall die Nase vorn vor dem Silicon Valley", sagte Konzernchef Harald Krüger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dies sei auch als Bekenntnis zum Technologie-Standort Deutschland zu verstehen. "Ausschlaggebend für die Entscheidung ist die Nähe zur technologischen Kompetenz im Konzern und zur Entwicklung des elektrischen Antriebstrangs", sagte Krüger. Der Konzern will das selbstfahrende Auto im zweiten Halbjahr 2021 auf den Markt bringen. (dpa)

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  • Schifffahrt
    Reederei Rickmers verbucht tiefrote Zahlen

    Die taumelnde Hamburger Reederei Rickmers hat ihren Verlust im Geschäftsjahr 2016 mehr als verdoppelt. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf minus 341 Millionen Euro - nach 135,5 Millionen Euro 2015, wie aus den vorläufigen Geschäftszahlen des Jahresberichts hervorgeht. Der Umsatz gab um 18 Prozent auf 483 Millionen Euro nach. Rickmers war durch die Schifffahrtskrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bis zum 10. Mai sollen die Gläubiger der Unternehmensgruppe einem Sanierungskonzept zustimmen. Andernfalls stehe die Reederei vor der Insolvenz, hieß es in einer Aufforderung zur Stimmabgabe. Die nächste Zinszahlung ist im Juni fällig, die Rückzahlung der Rickmers-Anleihe ein Jahr später. Zu den finanzierenden Banken gehört auch die HSH Nordbank, die gegenwärtig zum Verkauf steht und auf die mit der Rickmers-Sanierung neue finanzielle Belastungen zukommen. Bertram Rickmers, der Alleinaktionär der Rickmers Holding AG, soll 75,1 Prozent seiner Anteile abgeben und bis zu 30 Millionen Euro aus seinem Vermögen nachschießen. Die Sanierung sieht Verkäufe von Unternehmensbeteiligungen und Schiffen, Laufzeitverlängerungen, Zinskürzungen, Stundungen und Tilgungsverschiebungen vor, um die Rickmers Gruppe über Wasser zu halten. 2016 war die Zahl der gemanagten Schiffe auf 114 (2015: 130) zurückgegangen. Das Unternehmen beschäftigte weltweit 2137 (2015: 2193) Mitarbeiter. (dpa)

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