Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 30. März 2016
  • Stahlindustrie

    Tata will britisches Stahlgeschäft loswerden

    Der Stahlkonzern Tata Steel stellt sein ganzes Geschäft in Großbritannien zum Verkauf. In den vergangenen Monaten habe sich die finanzielle Situation der Tochter dort deutlich verschlechtert, teilte das indische Unternehmen mit. Angesichts hoher Fertigungskosten, einem schwachen Markt und zunehmende Stahlimporte aus Ländern wie China sei keine Besserung in Sicht, hieß es weiter. Tata ist der größte Stahlproduzent auf der Insel. Die Inder hatten 2007 den britisch-niederländischen Hersteller Corus übernommen. (rts)

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  • Montag, 24. April 2017
  • Unternehmen
    Südzucker will Dividende erhöhen

    Die Aktionäre der Südzucker AG können sich nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Geschäftsjahr über eine deutlich höhere Dividende freuen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2016/17 auf 45 Cent je Aktie von 30 Cent im Vorjahr steigen. Die Hauptversammlung soll einen entsprechenden Vorschlag des Vorstandes am 20. Juli genehmigen. Zuvor hatte die Bioethanol-Tochter Cropenergies bereits angekündigt, die Dividende auf 30 Cent zu verdoppeln. Im Geschäftsjahr 2016/17, das im Februar endete, steigerte Südzucker seinen Umsatz auf 6,48 von 6,39 Milliarden Euro. Das operative Konzernergebnis betrug 426 Millionen Euro nach 241 Millionen im Vorjahreszeitraum. Den vollständigen Geschäftsbericht will das MDax-Unternehmen am 18. Mai vorlegen. (DJ)

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  • Unternehmen
    Große Optikerketten bauen Marktanteile aus

    Große Optikerketten wie Fielmann oder Apollo haben auch im vergangenen Jahr ihren Marktanteil weiter ausbauen können. Wie der Zentralverband der deutschen Augenoptiker in Düsseldorf berichtete, erwirtschafteten die zehn größten Unternehmen der Branche im vergangenen Jahr rund 45,1 Prozent des Gesamtumsatzes im stationären Handel. Noch im Jahr 2014 hatte dieser Anteil bei lediglich knapp 40 Prozent gelegen. Verlierer der Entwicklung waren die mittelständischen Augenoptiker, deren Marktanteil im gleichen Zeitraum von knapp 60,5 Prozent auf knapp 55 Prozent zurückging. Während die großen Filialisten ihren Umsatz um durchschnittlich 3,6 Prozent steigern konnten, lag das Durchschnittsplus bei den mittelständischen Betrieben lediglich bei 0,2 Prozent. Einschließlich des Online-Handels legte der Gesamtumsatz der Branche 2016 um 2,1 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu. (dpa)

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  • IPO
    Novomatic will an Frankfurter Börse

    Der österreichische Glücksspiel-Konzern Novomatic hat sich einem Zeitungsbericht zufolge für einen Börsengang in Frankfurt entschieden. Das Unternehmen bereite eine Emission im zweiten Halbjahr vor, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider. Die endgültige Entscheidung werde aber erst nach der Sommerpause fallen. Ob auch die Wiener Börse zum Zug komme, sei unklar. Bisher galt London als favorisierter Börsenplatz für Novomatic, nachdem dort zahlreiche Unternehmen aus der Glücksspielbranche gelistet sind. Begleitet werde der milliardenschwere Börsengang von der Bank of America Merrill Lynch und Credit Suisse, hieß es in dem Bericht. Novomatic wird mit einem Börsenwert von sechs Milliarden Euro veranschlagt. (rts)

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  • Quartalszahlen
    Anglo American reduziert Nickel-Förderziel

    Der Bergbaugigant Anglo American hat im ersten Quartal in einigen Bereichen mehr Rohstoffe gefördert als im Vorjahreszeitraum, bei Nickel seine Jahresprognose wegen rückläufiger Förderung allerdings gesenkt. So stieg die Produktion von Rohdiamanten in den ersten drei Monaten um acht Prozent auf 7,4 Millionen Karat. Bei Kohle für die Stahlerzeugung legte die Förderung gar um 28 Prozent auf 5,2 Millionen Tonnen zu. Ungeplante Wartungsarbeiten sorgten dagegen für eine um 12 Prozent auf 9.900 Tonnen rückläufige Nickel-Förderung. Hier senkte Anglo American die Jahresprognose von 45.000 Tonnen auf 43.000 bis 45.000 Tonnen. Die übrigen Zielgrößen blieben allerdings unverändert. (DJ)

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  • Quartalszahlen
    Philips startet solide ins Jahr

    Der Technologiekonzern Philips ist dank eines guten Medizintechnikgeschäfts besser ins Jahr gestartet als gedacht und hat die Prognose bekräftigt. Philips-Chef Frans van Houten bezeichnet das erste Quartal als "solide". In dem Dreimonatszeitraum kletterte der Umsatz auf 5,7 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis war dies ein Wachstum von zwei Prozent. Die Sparte Healthtech schraubte den Umsatz um 3 Prozent hoch. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) legte von 374 auf 442 Millionen Euro zu, die bereinigte Marge wuchs um 90 Basispunkte. Analysten hatten mit einem Umsatz von 5,5 Milliarden Euro und einem Ebita von 425 Millionen Euro gerechnet. Den Ausblick hat Philips bekräftigt. Der Konzern will den Umsatz mittelfristig mit einer Jahresrate von vier bis sechs Prozent steigern. Zudem will Philips die bereinigte Ebita-Marge in den nächsten drei bis vier Jahren im Schnitt um 100 Basispunkte verbessern. (DJ)

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