Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 19. Januar 2015
  • Unternehmen

    ThyssenKrupp entschädigt Bahn

    ThyssenKrupp hat sich mit der Deutschen Bahn auf Schadenersatz für verbotene Preisabsprachen bei Aufzügen geeinigt. Das bestätigten Sprecher beider Unternehmen auf Anfrage am Montag und bestätigten damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Zur Höhe wollten die Unternehmen keine Stellung nehmen. Nach Informationen der Zeitung soll es sich um einen Betrag in der Größenordnung von 20 Millionen Euro handeln. Gegen ThyssenKrupp war in dem Kartellverfahren zuvor bereits eine Buße von 320 Millionen Euro verhängt worden. Nach der Einigung mit der Bahn drohen dem Unternehmen wegen des Aufzugskartells nun noch weitere Schadenersatzforderungen von Kommunen und Baufirmen. (dpa)

    +
  • Freitag, 20. Januar 2017
  • Konjunktur
    Chinas Wirtschaft stabilisiert sich

    Chinas Wirtschaft ist im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres um 6,8 Prozent gewachsen. Das berichtete das Pekinger Statistikamt am Freitag. Im Gesamtjahr 2016 lag das Wachstum demnach bei 6,7 Prozent. Ökonomen werteten die jüngsten Daten als Zeichen der Stabilisierung für die zweitgrößte Volkswirtschaft, warnten aber auch davor, dass das derzeitige Wachstumsmodell nicht nachhaltig sei. Ein schwacher Außenhandel, hohe Schulden sowie drohende Handelsstreitigkeiten mit den USA gehören demnach zu den wesentlichen Risiken. (dpa)

    +
  • Donnerstag, 19. Januar 2017
  • Unternehmen
    Prozess um mutmaßliche Lafarge-Zahlungen an IS

    Dem Zementkonzern LafargeHolcim droht Ärger in Frankreich: Bereits im Oktober habe die dortige Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Geschäften der Vorgängerfirma Lafarge in Syrien aufgenommen, sagte eine mit der Situation vertraute Person. Sie gingen dabei dem Verdacht nach, der Konzern habe Zollbestimmungen verletzt. Ein Sprecher des Unternehmens, das 2015 aus der Fusion des französischen Lafarge-Konzerns mit dem Schweizer Rivalen Holcim entstanden ist, wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Im November hatte der Konzern Vorwürfe zurückgewiesen, in Syrien die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) finanziert zu haben. Zwei Menschenrechtsorganisationen hatten in Paris eine Anzeige gegen Lafarge eingereicht. Darin werfen sie dem Unternehmen vor, Vereinbarungen mit dem IS getroffen zu haben, um den Betrieb des Werks aufrechtzuerhalten. So soll Lafarge etwa für Passierscheine bezahlt haben. (rts)

    +
  • Unternehmen
    Kunden klagen auch in Polen gegen VW

    Im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal bei Volkswagen ist gegen den Autobauer in Polen ein Verfahren wegen Irreführung von Kunden auf den Weg gebracht worden. Die Affäre betreffe in Polen eine "große Zahl" von Autofahrern, teilte die polnische Kartellbehörde mit. Das Vorgehen des Autobauers könne den Interessen von Verbrauchern geschadet und gegen Umweltvorschriften verstoßen haben. Das Verfahren richtet sich gegen die Volkswagen Group Polska. Die Kartellwächter können am Ende zu dem Schluss kommen, dass Verbrauchern durch die Diesel-Affäre ein "kollektiver Schaden" entstanden sei. Dem Autobauer droht dann unter anderem ein Bußgeld in Höhe von bis zu zehn Prozent seines Umsatzes. (AFP)

    +
  • Währungen
    Rubel auf Talfahrt

    Die Aussicht auf Rubel-Verkäufe durch die russische Zentralbank hat die Währung des Landes am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Dollar und Euro legten in der Spitze jeweils etwa ein Prozent zu und kosteten 60,01 und 63,99 Rubel. Genährt wurden die Interventionsspekulationen von Aussagen von Igor Schuwalow. Der gestiegene Ölpreis erlaube seinem Land, Devisen aufzukaufen, zitierten Medien den ersten stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten. Außerdem arbeite die Regierung an einem langfristigen Plan, Ausschläge des Rubel-Kurses zu minimieren. Die russische Zentralbank war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Getragen von der Kursrally des wichtigen Exportguts Rohöl hat der Rubel seit Mitte November rund zehn Prozent aufgewertet. Damit werden Waren russischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich in den vergangenen Monaten dank Förderkürzungen wichtiger Exportländer um gut 20 Prozent auf aktuell gut 54 Dollar je Barrel. (rts)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen