Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 29. Januar 2015
  • VDM-Verkauf

    ThyssenKrupp nimmt neuen Anlauf

    Der Dax-Konzern ThyssenKrupp kommt offenbar einer Lösung für den Edelstahlhersteller VDM Metals näher. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" führt das Stahl- und Industriegüterschwergewicht inzwischen "ernsthafte Gespräche" über einen Verkauf von VDM. Gute Chancen, zum Zuge zu kommen, habe zurzeit der Luxemburger Konkurrent Aperam, hieß es. Aber auch Finanzinvestoren seien noch im Rennen, war demnach aus dem Umfeld der beteiligten Akteure zu vernehmen. Die Beteiligungsgesellschaft Advent International zählt demnach nicht mehr zum Kreis der Interessenten. Ein Verkauf von VDM stehe jedoch nicht unmittelbar bevor und könne auch noch scheitern, insbesondere am Kaufpreis, hieß es weiter. Die Tochtergesellschaft mit mehr als 2000 Beschäftigten müsste dann von ThyssenKrupp in Eigenregie weiter saniert werden. Aperam wollte sich zunächst zu den Angaben äußern. ThyssenKrupp erklärte, die Analyse aller strategischen Optionen für VDM Metals sei noch nicht abgeschlossen. Einen Beschluss zum Verkauf gebe es derzeit nicht. Mittel- und langfristig werde VDM aber nicht im Konzern verbleiben. (mmo)

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  • Donnerstag, 25. Mai 2017
  • BMW und Daimler
    Fusion von Carsharing-Töchtern?

    Daimler und BMW erwägen einem Bericht zufolge, ihre Carsharing-Geschäfte trotz des Widerstands des BMW-Partners Sixt bald zusammenzulegen. Beide Autobauer planten in dieser Sparte eine weit gehende Allianz, schrieb das "Manager Magazin". Die Töchter Car2Go und DriveNow könnten nach Informationen des Blatts dann einen einheitlichen Markennamen erhalten. Daimler wollte dies auf dpa-Anfrage nicht kommentieren. Sollte der Schritt kommen, dürfte er auch als Abwehrmaßnahme gegen Fahrdienstvermittler wie das US-Unternehmen Uber gesehen werden, die in vielen Ländern das traditionelle Taxi- und Mietwagengewerbe angreifen. Daimler soll laut dem Bericht überlegen, seinen Taxivermittler Mytaxi und auch die Online-Plattform Moovel in den möglichen Zusammenschluss mit DriveNow zu integrieren - wobei man aber offen für weitere Partner bleibe. Entscheidend für einen möglichen Deal ist die Haltung des Mietwagen-Unternehmens Sixt, das die Hälfte an dem BMW-Ableger DriveNow hält. Ende 2016 hatte der Konzern noch betont: "Eine Fusion von DriveNow und Car2Go käme für Sixt nicht infrage." Mittlerweile soll eine Beteiligung an der geplanten Allianz denkbar sein. (dpa)

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  • Stahl
    Neuer Schwung für Thyssenkrupp-Stahlfusion

    Nach zwischenzeitlichen Verzögerungen sind die Verhandlungen über eine mögliche Fusion der europäischen Stahlsparten von Thyssenkrupp und Tata laut einem Bericht wieder "deutlich in Schwung" gekommen. Pro Jahr werde durch einen Zusammenschluss mit Einsparungen von 400 bis 600 Millionen Euro gerechnet, meldete das "Manager Magazin" am Donnerstag. Dabei berief sich das Blatt auf Informationen von Eingeweihten. Der Betriebsrat sieht bei einem Zusammenschluss der beiden Stahlsparten jedoch Standorte bedroht und befürchtet den Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen. Rund 7500 Beschäftigte hatten in diesem Monat bereits gegen die Pläne demonstriert. Die indische Tata Steel und Thyssenkrupp sprechen seit dem vergangenen Jahr über eine Zusammenführung ihrer europäischen Stahlgeschäfte. Erst jüngst hatte das Vorhaben eine Hürde genommen: Tata hat in Großbritannien eine Lösung für seine milliardenschweren Pensionsverpflichtungen gefunden, der die Behörden aber noch zustimmen müssen. (dpa)

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  • Management
    Ford tauscht Regionalchefs aus

    Nach dem Abschied von Ford-Konzernchef Mark Fields geht das Stühlerücken in unteren Managementebenen weiter. Wie der US-Autokonzern am Donnerstag mitteilte, übernimmt der bisherige Produktentwicklungs- und Technikchef, Raj Nair, die Region Nordamerika. Der bisher in Europa für das Tagesgeschäft zuständige Manager Steven Armstrong ist künftig für die gesamte Region Europa, Naher Osten und Afrika zuständig. Auch die Region Asien-Pazifik/China bekommt eine neue Führungskraft: Sie wird vom regionalen Vertriebschef Peter Fleet geleitet. Ford hatte am Montag mitgeteilt, dass Fields durch den Sanierungsexperten James Hackett ersetzt wird. Fields hatte das Vertrauen von Chairman Bill Ford und vielen Investoren verloren. Während seiner Amtszeit sank der Ford-Aktienkurs um fast 40 Prozent. Hackett war bisher für den Bereich autonomes Fahren zuständig, auf den die Branche große Hoffnungen setzt. (rts)

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  • Abgasskandal
    Sammelklage gegen VW in Italien

    Der Abgasskandal von Volkswagen hat auch in Italien ein juristisches Nachspiel. Ein Gericht in Venedig nahm nach Angaben des Verbraucherverbandes Altroconsumo vom Donnerstag eine Sammelklage gegen den Konzern zur Entscheidung an. Betroffen sind demnach alle VW-Marken. In der Klage, die von Altroconsumo für die Autobesitzer eingereicht wurde, wird Schadenersatz von den Wolfsburgern verlangt. VW hatte 2015 zugegeben, in Hunderttausenden Fahrzeugen eine Software eingesetzt zu haben, mit der Abgaswerte manipuliert wurden. Wegen des Skandals gibt es bereits eine Reihe von Ermittlungsverfahren und Prozesse. (rts)

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  • Schuldenkrise
    IWF optimistisch für Griechenland-Lösung im Juni

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist optimistisch, dass im seit Monaten schwelenden Streit um weitere Griechenland-Hilfen bald eine Lösung ansteht. "Alle sind zuversichtlich, dass eine Lösung möglich ist und dass sie hoffentlich beim nächsten Treffen der Eurogruppe in ein paar Wochen erreicht sein wird", sagte IWF-Sprecher Gerry Rice. Ähnlich hatten sich die Finanzminister der Eurogruppe nach ihrer jüngsten Sitzung in der Nacht zum Dienstag geäußert. Es gebe eine Reihe von Optionen, wie dies geschafft werden könne. "Wir prüfen alle", sagte Rice. (dpa)

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  • Konjunktur
    Spaniens Wirtschaft wächst

    Die spanische Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurzone stieg von Januar bis März um 0,8 Prozent zum Vorquartal, wie aus den endgültigen Daten des Nationalen Statistikamtes in Madrid hervorgeht. Damit legt Spanien beim BIP stärker zu als der Durchschnitt der Eurozone, deren Wirtschaftskraft zu Jahresbeginn nur um 0,5 Prozent wuchs. In Spanien läuft der Konjunkturmotor nach einer Rezession mittlerweile wieder rund: Ein Schwachpunkt ist jedoch die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit im Land. (rts)

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  • Handel
    US-Wirtschaftsminister besucht Deutschland

    US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross kommt am 27. Juni zu Handelsgesprächen nach Berlin. Das teilte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries nach einem gemeinsamen Treffen am Mittwochnachmittag in Washington mit. Bei dem Termin im Juni stehen möglicherweise die drohenden Strafen gegen deutsche Stahlproduzenten wegen angeblicher Dumpingpreise auf der Agenda.  Ross kündigte an, dass sein Ministerium Präsident Donald Trump im Laufe des Juni mit den erforderlichen Unterlagen versorgen werde, so dass das Weiße Haus eine Entscheidung treffen könne. Zypries möchte zuvor auch die Sicht der deutschen Stahlproduzenten hören.  Die USA erheben Dumping-Vorwürfe gegen die beiden deutschen Stahlhersteller Salzgitter AG und Dillinger Hütte. Deutschland geht davon aus, dass eine falsche Berechnungsmethode zugrunde gelegt wurde. (dpa)

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