Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 21. Oktober 2014
  • Unternehmen

    Tom Tailor bekommt Kosten gebändigt

    Der Modekonzern Tom Tailor bekommt seine Kosten zunehmend in den Griff und hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten kräftig gesteigert. Zur verbesserten Profitabilität hätten vor allem die ertragreicheren Geschäfte der Tochter Bonita geführt, teilte die Hamburger Firma mit. In den ersten neun Monaten schnellte das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 20,7 Prozent auf 56,9 Millionen Euro. Gleichzeitig kletterten die Erlöse nach ersten Berechnungen um 3,5 Prozent auf 679,1 Millionen Euro.

    "Das dritte Quartal verlief für den gesamten Textileinzelhandel aufgrund der extremen Temperaturen im Juli und insbesondere im September enttäuschend", sagte Vorstandschef Dieter Holzer. Vor diesem Hintergrund haben sich Tom Tailor "vergleichsweise gut geschlagen".

    Das Ziel, Bonita profitabler zu machen, sei erreicht worden. Der vollständige Bericht für die ersten neun Monate soll am 6. November veröffentlicht werden. Erstmals seit dem Börsengang vor vier Jahren hatte der Modekonzern 2013 rote Zahlen geschrieben. Der Grund waren die Kosten für die Integration der zugekauften Modekette Bonita und deren schwache Ergebnisentwicklung. Inzwischen hat Holzer Bonita umgekrempelt, den Vertrieb gestrafft, neue Kollektionen entwickelt und den Geschäften ein moderneres Image verliehen. (rts)

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  • Donnerstag, 21. September 2017
  • Unternehmen
    Deutsche Börse deckelt Vorstandsgehälter

    Die Deutschen Börse hat der Bezahlung des Topmanagements Grenzen gesetzt. Wie der Dax-Konzern mitteilte, führt er eine Obergrenze für die Gesamtvergütung des Vorstands ein. Dies habe der Aufsichtsrat beschlossen. Die jährliche Vorstandsvergütung, bestehend aus fixen und variablen Gehaltsbestandteilen sowie betrieblicher Altersversorgung, wird bei 9,5 Millionen Euro begrenzt. Diese Obergrenze soll bereits mit Blick auf die Vorstandsvergütung 2017 wirksam werden. Die Überarbeitung sei bereits seit langem vorbereitet worden. (DJ)

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  • Wirtschaftskrise
    Russland muss weitere Bank retten

    Die russische Zentralbank rettet das krisengeplagte Geldhaus B&N. Wie die Notenbank mitteilte, wird sie Kapital zur Verfügung stellen und damit größter Anteilseigner. Damit solle die Finanzstabilität des Instituts verbessert werden. B&N - die zwölftgrößte Bank im Land - hatte am Mittwoch wegen toxischer Vermögenswerte in der Bilanz einen Rettungsantrag gestellt. Es ist bereits die zweite Bankenrettung in Russland innerhalb von drei Wochen. Zuletzt wurde bereits die Privatbank Otkritie gestützt. Das Land spürt seit Jahren die Sanktionen des Westens im Zuge des Ukraine-Konflikts.

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  • Staatschulden
    Deutschlands Schulden sinken deutlich

    Die Schulden des deutschen Staates sind zur Jahresmitte dank wachsender Steuereinnahmen und niedriger Zinskosten unter die Marke von zwei Billionen Euro gesunken. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen Ende Juni zusammen mit 1,9778 Billionen Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind 2,9 Prozent oder 59,8 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor.

    Die Schuldenlast des Bundes nahm besonders deutlich ab. Sie sank um 3,3 Prozent auf 1,244 Billionen Euro ab. Die Verbindlichkeiten der Länder schrumpften um 2,4 Prozent auf 592,9 Milliarden Euro. Die Gemeinden und Gemeindeverbände verringerten ihre Schuldenlast um 1,8 Prozent auf 140,5 Milliarden Euro.

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  • Konjunktur
    Schweiz senkt erneut Wachstumsprognose für 2017

    Die Schweizer Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2017 erneut gesenkt. Wegen der schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr reduzierte die Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft ihre Erwartung auf 0,9 (bisher: 1,4) Prozent. Schon im Juni war die Prognose von 1,6 auf 1,4 Prozent reduziert worden. Danach sollte die Schweizer Wirtschaft aber zu einem stärkeren Wachstum zurückfinden, für 2018 rechnen die Experten nun mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 (1,9) Prozent.

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  • Unternehmen
    Gewinnziel von Hannover Rück auf der Kippe

    Die Reihe verheerender Wirbelstürme und das schwere Erdbeben in Mexiko könnten Hannover Rück einen Strich durch die Rechnung machen. Denn der Rückversicherer sieht das Erreichen seines Gewinnziels für dieses Jahr in Gefahr. Die Schäden aus den Wirbelstürmen "Harvey" und "Irma" könnten noch durch das Budget für Großschäden in Höhe von 825 Millionen Euro abgedeckt werden, teilte Hannover Rück mit. Allerdings könnten der jüngste Hurrikan "Maria" und das Erdbeben in Mexiko zu weiteren deutlichen Belastungen führen, die dieses Budget übersteigen würden. Daher werde "das angestrebte Konzernjahresergebnis von mehr als eine Milliarde Euro möglicherweise nicht erreicht." (rts)

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