Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 21. Mai 2014
  • Wirtschaftsforum

    Tui-Chefaufseher fährt zu Putin

    Der Aufsichtsratschef von Europas größtem Reisekonzern Tui, Klaus Mangold, hat im Zuge der Ukrainekrise Gespräche der deutschen Wirtschaft mit russischen Unternehmen verteidigt. "Wir müssen schauen, dass wir mit Russland weiterhin einen Gesprächsfaden haben", sagte er vor dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg im Interview mit der ARD. Er werde deshalb wie geplant zu der Konferenz fahren. Andere Topmanager, darunter der Chef des größten deutschen Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, hatten abgesagt. Die Teilnahme an der Konferenz von Donnerstag bis Samstag ist wegen der Ukrainekrise umstritten.

    Mangold war zehn Jahre lang Vorsitzender des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft und brachte Exporte deutscher Unternehmen nach Osteuropa voran. Russlands Präsident Wladimir Putin werde während des dreitägigen Forums nur einmal auftreten, erklärte er. "Ich lasse mich natürlich von Herrn Putin nicht instrumentalisieren. Ich gehe dort hin, weil ich eine eigene wirtschaftliche Agenda habe. Wir haben vieles an Kontakten, die man auch in diesen Zeiten weiterpflegen muss." (dpa)

    Dax-Vorstände bleiben Putin fern

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  • Dienstag, 27. September 2016
  • Unternehmen
    Thomas Cook hält an Prognose fest

    Der Reiseveranstalter Thomas Cook sieht sich trotz eines schwächelnden Türkei-Geschäfts auf gutem Weg. Der in Deutschland unter "Neckermann" und "Öger" bekannte Konzern profitierte im Sommer insgesamt von starker Nachfrage und bekräftigte seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Der britische Tui-Konkurrent peilt einen operativen Gewinn von 300 Millionen Pfund an, rund 348 Millionen Euro. Die Buchungen ohne die Türkei liegen den Angaben zufolge um acht Prozent über dem Vorjahr, insgesamt allerdings vier Prozent darunter. Thomas Cook bekommt die Anschläge und die Folgen des Putschversuchs in der Türkei zu spüren. Aus diesem Grund hatte der Konzern bereits im Sommer sein Gewinnziel von bis zu 335 Millionen Pfund gekappt. Das Management rechnet auch weiter mit einer schwächeren Nachfrage in Deutschland - vor  allem für türkische Ziele. (rts)

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  • Banken
    Helaba-Chef sieht geringe Wachstumschancen

    Der Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet für die kommenden fünf Jahre mit einem weiterhin schwierigen Umfeld. "Unsere Branche wird Schwierigkeiten haben, neues Eigenkapital am Markt einzusammeln", sagte Herbert Hans Grüntker. Angesichts höherer Kapitalanforderungen und des begrenzten Zugangs zu neuem Eigenkapital seien die Wachstumschancen der Kreditwirtschaft in den nächsten Jahren beschränkt.

    Zudem dürften sich die Eigenkapitalrenditen rückläufig entwickeln. "Ein Korridor von 6,5 Prozent bis 8 Prozent ist ein realistisches Anspruchsniveau", so Grüntker. Das sei sogar "ambitioniert". Insgesamt befinde sich die Branche in einer Phase der Konsolidierung. Für die Helaba selbst äußerte sich der Manager zuversichtlich. Die Bank starte von einer "guten Ausgangsposition". (DJ)

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  • Unternehmen
    Milliardenübernahme in den USA bahnt sich an

    Der Öl- und Gaskonzern Rice Energy will seinen Konkurrenten Vantage Energy für rund 2,7 Milliarden Dollar übernehmen. Nach Angaben von Rice Energy soll das Geschäft in bar, in Aktien und durch Übernahme von Schulden abgewickelt werden. Der Zukauf solle im vierten Quartal vollzogen werden. Die Aktien von Rice Energy gaben nachbörslich mehr als vier Prozent nach. Viele Energiefirmen stehen wegen des Ölpreisverfalls unter Druck. Zuletzt kam es in der Branche vermehrt zu Übernahmen. Anfang September hatte Kanadas größter Pipeline-Betreiber Enbridge angekündigt, für 28 Milliarden Dollar den US-Rivalen Spectra Energy zu kaufen. Zudem erwirbt die US-Firma EOG Resources für 2,5 Milliarden Dollar den Rivalen Yates Petroleum. (rts)

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