Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 03. Januar 2016
  • Unternehmen

    Umsatzrekord in China erfreut Adidas

    Der Sportartikelkonzern Adidas hat 2015 in China so viel abgesetzt wie noch nie. "In China werden wir 2015 einen Umsatzrekord von mehr als zwei Milliarden Euro aufstellen. China ist damit unser zeitwichtigster Markt hinter den USA, und das trotz der wirtschaftlichen Probleme dort", sagte der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer der "Süddeutschen Zeitung". Die Probleme in China würden nicht so stark durchschlagen auf Adidas. "Mit unseren Produkten können sich Konsumenten eben für relativ wenig Geld Status kaufen, davon profitieren wir", sagte Hainer. Auch für das Geschäftsjahr 2016 gibt sich Hainer optimistisch: "Ich bin sehr zuversichtlich, unsere Orderbücher für das erste Halbjahr 2016 sind voll. Als Konzern planen wir wieder ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn." (rts)

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  • Dienstag, 23. August 2016
  • Leitzins
    Mehr Notenbanker drängen auf Erhöhung des US-Leitzinses

    Immer mehr US-Notenbanker dringen auf eine Verteuerung der Notkredite für Banken. Bei einer Sitzung des entsprechenden Gremiums im Juli sprachen sich acht Fed-Direktoren für einen Anstieg des Diskontsatzes um einen Viertelpunkt aus, wie aus  Protokollen des Treffens hervorgeht. Im Juni waren es sechs. Das Führungsgremium der Federal Reserve konnte sich beim jüngsten Treffen jedoch nicht zu einer Erhöhung durchringen und ließ den Diskontsatz bei einem Prozent. Die Zahl der Befürworter zeigt das steigende Vertrauen der Notenbanker in die US-Wirtschaft. Experten sehen einen Hinweis darauf, dass eine Straffung der Geldpolitik bevorstehen könnte. (rts)

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  • Konjunktur
    Kauflaune in Euro-Zone trübt sich ein

    Das Konsumklima in der Euro-Zone hat sich im August überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel auf minus 8,5 Punkte von minus 7,9 im Juli, wie die EU-Kommission mitteilte. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg auf minus 7,6 Zähler gerechnet. Bereits im Vormonat war das Barometer nach dem Brexit-Votum der Briten gefallen. Diese haben sich Ende Juni in einem Referendum entschieden, die Europäische Union zu verlassen. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die britische Wirtschaft in die Rezession rutschen könnte. Dies dürfte auch die Konjunktur in der Euro-Zone belasten. (rts)

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  • Leitzinsen
    Türkische Zentralbank senkt Zins zum sechsten Mal in Folge

    Die türkische Zentralbank hat ihren Zins angesichts der schwächeren Konjunktur den sechsten Monat in Folge gesenkt. Der Satz für Übernachtkredite werde auf 8,50 von 8,75 Prozent zurückgenommen, teilte die Notenbank mit. Ökonomen hatten mit diesem Schritt gerechnet, zumal Präsident Recep Tayyip Erdogan wiederholt billigeres Geld gefordert hat. Er will eine stärker konsumgetriebene Wirtschaft und appellierte nach dem fehlgeschlagenen Militärputsch an die Geschäftsbanken keine hohen Zinsen zu nehmen. Erdogan drohte mit Aktionen gegen diejenigen, "die den falschen Weg gehen". Die Notenbank lockerte ihre Geldpolitik trotz der hohen Inflation. Die Teuerungsrate lag im Juli bei rund 8,8 Prozent, während die Währungshüter 7,5 Prozent anstreben. "Künftige geldpolitische Entscheidungen werden vom Inflationsausblick abhängen", erklärte sie. Normalerweise heben Notenbanken ihre Zinsen bei hoher Inflation an, um die Nachfrage und so den Preisauftrieb zu dämpfen. "Weitere Zinssenkungen sind denkbar", schrieben die Ökonomen vom Analysehaus Capital Economics. Der Zins dürfte bis Jahresende auf 8,00 Prozent nach unten genommen werden. (rts)

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  • Konjunktur
    Pfund-Schwäche kurbelt britische Exporte an

    Die Aufträge für die britische Industrie haben sich nach dem Brexit-Votum so gut entwickelt wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer habe sich im August von minus 22 auf minus sechs Zähler verbessert, gab der Industrieverband CBI zu seiner Unternehmensumfrage bekannt. Die kräftige Abwertung der Landeswährung Pfund habe die Nachfrage angekurbelt, werden doch Waren dadurch im Ausland günstiger. "Allerdings ist die Pfund-Schwäche ein zweischneidiges Schwert", sagte CBI-Expertin Anna Leach. "Es hilft zwar den Exporteuren, treibt aber auch Kosten und Preise nach oben". Denn Importe - von Rohstoffen über Maschinen bis hin zu Lebensmitteln - verteuern sich durch das billige Pfund. (rts)

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  • Banken
    "Bad Bank" der WestLB auf gutem Weg

    Die "Bad Bank" der WestLB, EAA, kommt beim Abbau der milliardenschweren Altlasten der zerschlagenen Landesbank weiter voran. Inzwischen seien fast 80 Prozent des Kredit- und Wertpapierportfolios der einst größten deutschen Landesbank abgewickelt worden, berichtete die Erste Abwicklungsanstalt (EAA). Darüber hinaus sei der überwiegend aus Derivaten bestehende Handelsbestand der ehemaligen WestLB um mehr als 70 Prozent reduziert worden. Die ursprünglichen Planungen sahen vor, dass die Bank ihre Abwicklungsarbeit bis zum Jahr 2027 beendet. Doch betonte Wargers, die EAA werde alle Chancen nutzen, "die Abwicklung früher zu beenden als zunächst geplant". (dpa)

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  • Konjunktur
    Japans Industrie berappelt sich

    In Japan zieht die Industrieproduktion einer Umfrage zufolge erstmals seit einem halben Jahr an. Das auf einer Befragung von Einkaufsmanagern basierende Barometer des Instituts IHS Markit stieg im August auf 50,6 Zähler nach 49,4 Punkten im Juli. Damit wurde die Wachstumsschwelle von 50 Stellen erstmals seit Februar überschritten. Der ebenfalls veröffentlichte breiter angelegte Indikator, der die gesamten Geschäftsaktivitäten des Sektors misst, signalisiert allerdings mit 49,6 Punkten weiterhin einen Rückgang. Lahmende Exporte und schrumpfende Investitionen hatten das Wachstum der Wirtschaft des Fernost-Landes im zweiten Quartal fast zum Erliegen gebracht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zog von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet nur noch um 0,2 Prozent an. (rts)

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  • Unternehmen
    Apple und Microsoft kaufen sich neue Funktionen

    Die Softwarekonzerne Apple und Microsoft verbessern ihr Angebot für Nutzer durch den Zukauf neuer Funktionen. Apple erwirbt die Gesundheits-App Gliimpse, während sich Microsoft den Terminplanungsdienst Genee zulegt, wie die beiden US-Unternehmen am Montag mitteilten. Die Kaufsummen wurden nicht genannt. Apple bestätigte indirekt Berichte über den Kauf von Gliimpse. Das Start-up hat ein Programm zur Verwaltung von Gesundheitsdaten entwickelt: Die Nutzer können Daten aus verschiedenen Quellen eingeben und sie etwa an Ärzte weitergeben. Gliimpse erklärt auf seiner Website: "Wir haben eine magische Maschine gebaut." Unverständliche medizinische Berichte würden "verständlich und standardisiert" übersetzt, so dass sowohl Menschen als auch Computer sie lesen können. (AFP)

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  • Unternehmen
    Cinven nutzt neuen Milliarden-Fonds für Übernahme

    Der Beteiligungsfonds Cinven hat einen ersten Kauf mit Hilfe seines neuen milliardenschweren Akquisitionsfonds getätigt. Die Briten gaben bekannt, für 1,4 Milliarden Dollar das Auftragsforscherungsunternehmen BioClinica zu übernehmen. Dieses solle durch weitere Zukäufe sowie organisch wachsen, hieß es. Cinven hatte Ende Juni den Schluss des neuen Fonds mit einem Volumen von sieben Milliarden Euro bekanntgegeben. Die Briten sind in Deutschland unter anderem am Labor-Konzern Synlab, der Lebensversicherungs-Plattform Heidelberger Leben und am Internet-Dienstleister HEG beteiligt. (rts)

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