Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 19. Januar 2016
  • Justiz

    VW-Abgasskandal: Südkorea klagt

    Im VW-Abgasskandal will nun auch Südkorea vor Gericht ziehen. Das Umweltministerium in Seoul kündigte eine Strafanzeige gegen den VW- und Audi-Chef in dem asiatischen Land, Johannes Thammer, an. Im Rückrufplan des Wolfsburger Autobauers würden wesentliche Vorgaben des Umweltschutzgesetzes nicht berücksichtigt, teilte das Ministerium mit. Im November hatte Südkorea wegen der Abgas-Manipulationen eine Rekordstrafe von umgerechnet rund 11 Millionen Euro gegen VW verhängt und den Rückruf von gut 125.000 Autos gefordert. Volkswagen hatte am 6. Januar einen Rückrufplan eingereicht. (rts)

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  • Dienstag, 27. September 2016
  • Unternehmen
    Thomas Cook hält an Prognose fest

    Der Reiseveranstalter Thomas Cook sieht sich trotz eines schwächelnden Türkei-Geschäfts auf gutem Weg. Der in Deutschland unter "Neckermann" und "Öger" bekannte Konzern profitierte im Sommer insgesamt von starker Nachfrage und bekräftigte seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Der britische Tui-Konkurrent peilt einen operativen Gewinn von 300 Millionen Pfund an, rund 348 Millionen Euro. Die Buchungen ohne die Türkei liegen den Angaben zufolge um acht Prozent über dem Vorjahr, insgesamt allerdings vier Prozent darunter. Thomas Cook bekommt die Anschläge und die Folgen des Putschversuchs in der Türkei zu spüren. Aus diesem Grund hatte der Konzern bereits im Sommer sein Gewinnziel von bis zu 335 Millionen Pfund gekappt. Das Management rechnet auch weiter mit einer schwächeren Nachfrage in Deutschland - vor  allem für türkische Ziele. (rts)

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  • Banken
    Helaba-Chef sieht geringe Wachstumschancen

    Der Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet für die kommenden fünf Jahre mit einem weiterhin schwierigen Umfeld. "Unsere Branche wird Schwierigkeiten haben, neues Eigenkapital am Markt einzusammeln", sagte Herbert Hans Grüntker. Angesichts höherer Kapitalanforderungen und des begrenzten Zugangs zu neuem Eigenkapital seien die Wachstumschancen der Kreditwirtschaft in den nächsten Jahren beschränkt.

    Zudem dürften sich die Eigenkapitalrenditen rückläufig entwickeln. "Ein Korridor von 6,5 Prozent bis 8 Prozent ist ein realistisches Anspruchsniveau", so Grüntker. Das sei sogar "ambitioniert". Insgesamt befinde sich die Branche in einer Phase der Konsolidierung. Für die Helaba selbst äußerte sich der Manager zuversichtlich. Die Bank starte von einer "guten Ausgangsposition". (DJ)

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  • Unternehmen
    Milliardenübernahme in den USA bahnt sich an

    Der Öl- und Gaskonzern Rice Energy will seinen Konkurrenten Vantage Energy für rund 2,7 Milliarden Dollar übernehmen. Nach Angaben von Rice Energy soll das Geschäft in bar, in Aktien und durch Übernahme von Schulden abgewickelt werden. Der Zukauf solle im vierten Quartal vollzogen werden. Die Aktien von Rice Energy gaben nachbörslich mehr als vier Prozent nach. Viele Energiefirmen stehen wegen des Ölpreisverfalls unter Druck. Zuletzt kam es in der Branche vermehrt zu Übernahmen. Anfang September hatte Kanadas größter Pipeline-Betreiber Enbridge angekündigt, für 28 Milliarden Dollar den US-Rivalen Spectra Energy zu kaufen. Zudem erwirbt die US-Firma EOG Resources für 2,5 Milliarden Dollar den Rivalen Yates Petroleum. (rts)

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