Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 26. Februar 2016
  • Autobranche

    VW-Absatzfinanzierer erhält Milliardenkredit

    Volkswagen hat sich zur Refinanzierung seiner Finanzdienstleistungstochter in den USA einen Kredit über neun Milliarden Dollar gesichert. Mit dem Geld solle das weitere Wachstum des Absatzfinanzierers in Amerika unterstützt werden, teilte die US-Tochtergesellschaft VW Credit mit. Das Darlehen sei durch Forderungen aus Kredit- und Leasingvertragen abgesichert und werde von einem Bankenkonsortium unter Leitung von JP Morgan bereitgestellt. Volkswagen hat in den USA mit den Folgen des Abgasskandals zu kämpfen und versucht, den Absatzrückgang durch Preisabschläge zu bremsen. Den geschädigten Haltern von Dieselfahrzeugen wurden zudem Einkaufsgutscheine über 1000 Dollar angeboten. Parallel dazu verhandelt der Konzern mit der US-Umweltbehörde EPA über eine Reparatur oder den Rückkauf betroffener Fahrzeuge.

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  • Freitag, 29. Juli 2016
  • Konjunktur
    Verbraucherpreise in Japan sinken überraschend stark

    Die ultralockere Geldpolitik der japanischen Notenbank zeigt weiter nicht die erwünschten Wirkungen. Die Verbraucherpreise in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sanken im Juni überraschend stark um 0,5 Prozent, wie die Zentralbank mitteilte. Experten waren nur von 0,4 Prozent ausgegangen. Der Rückgang war der stärkste, seit die Währungshüter 2013 ihre Politik aggressiv änderten. Ziel ist nun, die Konjunktur anzukurbeln und für steigende Preise zu sorgen, nachdem japanische Unternehmen viele Jahre lang von der Deflation geplagt wurden. Die jetzt veröffentlichten Zahlen dürften den Druck auf die Notenbank erhöhen. Sie wollte noch am Freitag die Ergebnisse ihrer zweitägigen Zinssitzung veröffentlichen. Die meisten Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Währungshüter noch mehr Geld in Wirtschaft pumpen, um die Wirkung eines Konjunkturprogrammes der Regierung zu verstärken. (rts)

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  • Konjunktur
    Britisches Verbrauchervertrauen sinkt dramatisch

    Nach dem Brexit-Votum ist das Verbrauchervertrauen der Briten nach einer GfK-Erhebung so stark wie seit 1990 nicht mehr abgestürzt. Wie die Marktforscher mitteilten, sank der Indikator auf -12 nach -1 im Juni. Der Wert war niedriger als von allen befragten Analysten erwartet. Die meisten rechneten damit, dass sich das Verbrauchervertrauen nach einem Wert von -9 direkt nach dem Referendum wieder erholt. Der Stand von -12 war der niedrigste seit Ende 2013. Auch eine Umfrage des Institutes YouGov und des Centre for Economics and Business Research (CEBR) hatte einen deutlichen Rückgang des Verbrauchervertrauens ergeben. Wegen des überraschenden Votums für einen Austritt aus der EU rechnen viele Volkswirte damit, dass dem Königreich eine Rezession bevorsteht. (rts)

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  • Unternehmen
    Stellenabbau bei Microsoft fällt größer aus

    Der Personalabbau bei Microsoft fällt größer als geplant aus. Zur bisher vorgesehenen Streichung von 1850 Jobs in der Smartphone-Sparte kämen in den kommenden zwölf Monaten weitere 2850 Stellen, teilte der Softwarekonzern mit. Die insgesamt 4700 Jobs entsprechen etwa vier Prozent der Belegschaft. Microsoft kündigte bereits im Mai an, vor allem in Finnland Personal abbauen zu wollen. Der US-Konzern hatte im Jahr 2014 den finnischen Telefonhersteller Nokia gekauft und wollte so Apple und Samsung Electronics Marktanteile streitig machen. Der Plan scheiterte aber. Konzernchef Satya Nadella will die Sparte eindampfen und setzt verstärkt auf das Internetgeschäft. Im Juni wurde bekannt, dass Microsoft das Karrierenetzwerk LinkedIn für über 26 Milliarden Dollar kaufen will.

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