Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 08. März 2016
  • Rohstoffe

    Vale schmiedet China-Allianz

    Der weltgrößte Eisenerzkonzern Vale schmiedet für eine Expansion in China eine Allianz mit dem australischen Rivalen Fortescue. Der brasilianische Konzern kündigte dazu an, einen Minderheitsanteil von bis zu 15 Prozent an der Nummer vier der Branche zu übernehmen. Aus dem hochwertigen Vale-Erz und dem günstigeren Fortescue-Material soll ein Verschnitt hergestellt werden, der qualitativ vergleichbar mit dem Produkt des australischen Konkurrenten Rio Tinto ist, das als Standard bei der Stahlherstellung in China gilt. So wollen beide Seiten in dem rohstoffhungrigen Land Marktanteile gewinnen. Es ist das erste Bündnis dieser Art unter den vier Branchengrößen seit dem Preisverfall bei Erz und Stahl in den vergangenen Jahren. Das Joint Venture soll jährlich 100 Millionen Tonnen des Erzgemisches herstellen. Das sind etwa zehn Prozent der chinesischen Erzimporte des Vorjahres. (rts)

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  • Dienstag, 24. Januar 2017
  • Unternehmen
    Alibaba geht mit Prognose hoch

    Der chinesische Internet-Händler Alibaba hat dank eines brummenden Kerngeschäfts und Erfolgen in der Cloud-Sparte seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Im Geschäftsjahr 2017 rechnet der Amazon-Rivale nun mit einem Umsatzwachstum von 54 anstatt der zuvor angepeilten 48 Prozent. Im dritten Geschäftsquartal kletterten die Erlöse bereits um 54 Prozent auf umgerechnet rund sieben Milliarden Euro. Geholfen hat der "Singles Day" am 11. November - der umsatzstärkste Tag in Chinas Online-Handel, der Alibaba einen Rekord beschert hatte. Der Gewinn stieg um 43 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. (rts)

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  • Jahreszahlen
    Philips verdoppelt seinen Gewinn

    Der niederländische Konzern Philips hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr dank guter Umsätze mit Medizintechnik und des Börsengangs der Beleuchtungssparte mehr als verdoppelt. Er stieg um 126 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro, wie Philips mitteilte. Der Umsatz kletterte dabei lediglich um ein Prozent auf 24,52 Milliarden Euro. Philips-Chef Frans van Houten erklärte, 2016 sei der Umbau zu einem führenden Unternehmen der Medizintechnik erfolgreich gewesen. Philips, lange Zeit spezialisiert auf Fernseher und kleine Haushaltsgeräte und vielen Haushalten für seine Unterhaltungselektronik ein Begriff, hatte 2012 bereits seine Fernsehsparte verkauft, im April 2014 seine Unterhaltungssparte. Im Herbst 2014 spaltete der Konzern sich auf: in die Geschäftsfelder Beleuchtung sowie Gesundheit und Lifestyle. Einen Teil der Beleuchtungssparte brachte Philips im Mai 2016 an die Börse und verdiente 750 Millionen Euro damit. Auch die restlichen 71,23 Prozent will Philips "in den kommenden Jahren" verkaufen, wie van Houten ankündigte. (AFP)

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  • Billigflieger
    Easyjet verbucht mehr Passagiere

    Der britische Billigflieger Eaysjet hat im ersten Quartal dank steigender Passagierzahlen mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse kletterten um 7,2 Prozent auf 997 Millionen Pfund (1,2 Milliarden Euro). In den drei Monaten bis Ende Dezember beförderte Easyjet 17,4 Millionen Passagiere - ein Plus von 8,2 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr planen die Briten, ihre Kapazitäten um neun Prozent zu erhöhen. Aussagen zum Gewinnziel machte das Unternehmen nicht. (dpa)

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  • Jahreszahlen
    SAP liegt im Plan

    Die Umstellung auf Cloudsoftware zur Miete aus dem Internet hat dem Softwarehersteller SAP im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Plus verholfen. Der Umsatz stieg 2016 um sechs Prozent auf 22,1 Milliarden Euro. Nach Steuern verdiente SAP mit 3,6 Milliarden Euro 18 Prozent mehr als im Vorjahr, als noch ein teures Abfindungsprogramm zu Buche schlug. Damit liegt SAP im Rahmen seiner Planungen. Lediglich die Umsätze mit Mietsoftware fielen mit 2,99 Milliarden Euro minimal schwächer aus als gedacht. Für das laufende Jahr passt der Softwarekonzern seine Wachstumspläne leicht nach oben an. So liegt die Latte für den angepeilten Umsatz mit 23,2 bis 23,6 Milliarden Euro nun etwa 100 Millionen Euro höher. Beim operativen Gewinn bleibt SAP bei bis zu sieben Milliarden Euro, wenn auch das untere Ende der Gewinnspanne etwas höher angesetzt ist. Für die selbst gesetzten Ziele klammert SAP Sondereffekte und Währungsschwankungen aus. (dpa)

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  • Unternehmen
    Verizon lässt Yahoo noch warten

    Die Übernahme des Kerngeschäfts des US-Internetkonzerns Yahoo durch den Telekommunikationsriesen Verizon verzögert sich um mehrere Monate. Der ursprünglich in den ersten drei Monaten dieses Jahres angestrebte Abschluss des Geschäfts verschiebe sich ins zweite Quartal. Zunächst müssten noch "abschließende Bedingungen" geklärt werden, hieß es von Yahoo. Daran werde zügig gearbeitet, um die "Übernahme so schnell wie machbar" zu vollziehen. Verizon will die zur Übernahme anstehenden Teile - Suchmaschine, Internetdienste wie Yahoo News und Yahoo Mail und das Geschäft mit Internetwerbung - mit seiner Tochter AOL verschmelzen. Geboten hatte Verizon 4,8 Milliarden Dollar. Nach der Übernahme des Kerngeschäfts wird Yahoo dann nur noch eine Investmentfirma namens Altaba sein. (AFP)

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