Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 10. März 2016
  • Unternehmen

    Wechsel an Spitze der Allianz-Vermögensverwaltung

    Die Allianz setzt in der Vermögensverwaltung auf einen personellen Neuanfang. Der Amerikaner Jay Ralph, der die Sparte seit 2012 als Vorstand leitete, tritt im Sommer vorzeitig ab, wie Europas größter Versicherer mitteilte. Nach fast 20 Jahren im Konzern wolle der 57-Jährige mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Auf Ralph folgt zum 1. Juli eine deutlich jüngere Managerin vom britischen Konkurrenten Prudential: Jacqueline Hunt. Die gebürtige Südafrikanerin ist dann die zweite Frau im Allianz-Vorstand. Finanzkreisen zufolge sind mit der Personalie zwar keine neuen strategischen Weichenstellungen für die Vermögensverwaltung verbunden, die die beiden Investmenthäuser Pimco und Allianz Global Investors (AGI) unter einem Dach vereint. Im Fokus steht die Sparte aber allemal, vor allem für den neuen Allianz-Chef Oliver Bäte. Denn die auf Anleihen spezialisierte Tochter Pimco - einst der Goldesel im Konzern - verliert nach einem spektakulären Führungsstreit und wegen der Niedrigzinspolitik der Notenbanken nach wie vor Kundengelder. Die Abflüsse haben sich allerdings verlangsamt. Bäte gibt der Tochter eine Gnadenfrist bis Jahresende, wie er auf der Bilanzpressekonferenz im Februar signalisiert hatte. (rts)

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  • Montag, 27. März 2017
  • Konjunktur
    Chinesische Industrie steigert Gewinne

    Die Gewinne der chinesischen Industrie sind in den ersten beiden Monaten des Jahres um fast ein Drittel gestiegen. Sie legten im Januar und Februar zusammen um 31,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu auf umgerechnet rund 135 Milliarden Euro, wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Dafür sorgten in erster Linie steigende Preise für Kohle, Stahl und Rohöl. 2016 insgesamt waren die Gewinne nur um 8,5 Prozent gestiegen, nachdem sie 2015 sogar gefallen waren. Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat einen insgesamt guten Start in dieses Jahr erwischt. Dazu trugen steigende staatliche Investitionen in die Infrastruktur ebenso bei wie eine robuste Kreditvergabe. Dennoch kühlt sich die Konjunktur nach jahrelangem Boom ab. Die Regierung rechnet für 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent, nachdem es 2016 mit 6,7 Prozent das kleinste Plus seit 26 Jahren gab.

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  • Unternehmen
    Mifa halbiert erneut Belegschaft

    Beim insolventen Fahrradhersteller Mifa in Sachsen-Anhalt muss erneut knapp die Hälfte der Mitarbeiter gehen. Zum Ende des Monats werde die Belegschaft von derzeit 240 auf knapp 130 verringert, teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Montag in Halle mit. Grund dafür seien fehlende Mittel, um Teile für die Produktion eines weiteren Großauftrags zu finanzieren. Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs sei in der Insolvenz nur möglich, wenn keine Verluste geschrieben würden, begründete Flöther den Schritt. Erst vor wenigen Wochen war die Zahl der Beschäftigten von etwas mehr als 500 auf 250 reduziert worden. Mifa blickt auf eine 110-jährige Tradition am Standort Sangerhausen zurück. Das Unternehmen musste zum zweiten Mal binnen zwei Jahren Insolvenz anmelden. Noch im Laufe des Frühjahrs soll ein Investor gefunden werden. Laut Flöther kommen die Gespräche mit zwei ernsthaften Interessenten gut voran. Über Details sei Stillschweigen vereinbart worden.

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  • Unternehmen
    Thomas Cook bekennt sich zu Condor

    Der Reisekonzern Thomas Cook hält an seiner zuletzt defizitären Fluggesellschaft Condor fest. "Wir haben einen starken Verbund, die Thomas-Cook-Airlines, geschaffen, da wollen wir Condor nicht herausbrechen", sagte Konzernchef Peter Fankhauser der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der operative Verlust bei Condor von umgerechnet zwölf Millionen Euro sei der "Marktentwicklung in Deutschland geschuldet". "Andere Gesellschaften haben 2016 viel höhere Verluste gemacht." Zu Thomas Cook gehören neben Condor auch Fluggesellschaften in Großbritannien, Belgien und Skandinavien. Ein Sparprogramm soll Condor 2017 wieder in die Profitabilität führen. Eine Abkehr vom Konzept, sowohl Pauschalreiseziele am Mittelmeer als auch ausgewählte Fernziele im Liniendienst ansteuern, lehnt Fankhauser ab. "Unsere Fluggesellschaft soll weiter eine Fluggesellschaft sein und nicht bloß das Busunternehmen eines Reiseveranstalters."

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  • Sonntag, 26. März 2017
  • Bahn
    Güterwaggons sollen künftig leiser bremsen

    Die Deutsche Bahn erwartet, dass bis Jahresende knapp zwei Drittel ihrer Güterwaggons auf leisere Bremstechnik umgerüstet sind. Bisher seien 33.000 von 64.000 Wagen mit Flüsterbremsen ausgestattet, teilte die Bahn am Sonntag mit. Ende 2017 sollen es dann rund 40.000 Waggons sein. Zuvor hatte auch die "Rheinische Post" darüber berichtet. Die gesamte Flotte soll bis 2020 leiser fahren.  Außerdem will die Bahn bis dann auf weiteren 400 Kilometern den Lärmschutz am Gleis verbessern. Außer der Bahntochter DB Cargo gibt es noch eine Reihe anderer europäischer Betreiber von Güterverkehr auf dem deutschen Netz. Die Bundesregierung hatte vor Weihnachten einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, nach dem besonders laute Güterwaggons ab Ende 2020 nicht mehr auf dem deutschen Netz rollen dürfen. (dpa)

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  • Samstag, 25. März 2017
  • Handel
    Kaufhof prüft Ausstieg aus Tarifvertrag

    Die Warenhauskette Galeria Kaufhof prüft laut einem Bericht des "Manager Magazins" einen Ausstieg aus dem Einzelhandelstarifvertrag. Es gebe bereits Gespräche zwischen der Firma, die seit 2015 dem kanadischen Konzern Hudson's Bay (HBC) gehört, und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, berichtete das Magazin. Kaufhof äußerte sich nicht zu möglichen Gesprächen mit Verdi. "HBC Europe und Galeria Kaufhof bekennen sich zur Tarifbindung und zur Sozial- und Tarifpartnerschaft mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften", teilte das Unternehmen am Samstag auf Anfrage mit. Kaufhof setze sich seit vielen Jahren "für moderne und wettbewerbsfähige Vereinbarungen" ein, "die den heutigen Arbeitswelten im Textileinzelhandel entsprechen". Die Vorbesitzerin von Galeria Kaufhof, die Metro AG, hatte sich von HBC damals vertraglich zusichern lassen, dass die Warenhausfirma bis mindestens 2020 im Tarifvertrag bleibt. Allerdings ist laut "Manager Magazin" für einen Bruch der Vereinbarung keine Vertragsstrafe vereinbart. Galeria Kaufhof hatte in den vergangenen Monaten die Kaufzurückhaltung vieler Kunden zu spüren bekommen. Im wichtigen Weihnachtsquartal war das Geschäft in Deutschland und Belgien um zwei Prozent geschrumpft. Konzernchef Olivier van den Bossche hatte in dem Zuge aber angekündigt, man werde sich an die von HBC unterschriebene Sozialcharta halten. Kaufhof beschäftigt nach Angaben auf der Firmenhomepage rund 20.000 Menschen. (dpa)

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