Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 13. Oktober 2014
  • Konjunktur

    Wirtschaft rechnet mit stagnierendem Afrika-Geschäft

    Die deutsche Wirtschaft erwartet auch wegen der Ebola-Krise ein vorläufiges Ende ihres Afrika-Exportbooms. Die Ausfuhren auf den Kontinent dürften 2014 nur stagnieren, sagte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Montag voraus. Noch im Frühjahr war ein Plus von zwei Prozent erwartet worden. In den vergangenen zehn Jahren waren die Exporte trotz der weltweiten Finanzkrise um durchschnittlich fünf Prozent auf zuletzt 22 Milliarden Euro im Jahr 2013 gewachsen. "Die Ebola-Krise wird sich nicht nur auf die Volkswirtschaften der drei am stärksten betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone auswirken", sagte die Afrika-Expertin des DIHK, Rima Al-Tinawi, der Nachrichtenagentur Reuters. "Schon jetzt ist absehbar, dass auch in anderen Regionen des Kontinents der Tourismus  - einer der größten Devisenbringer - in Mitleidenschaft gezogen wird." (rts)

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  • Dienstag, 27. September 2016
  • Unternehmen
    Thomas Cook hält an Prognose fest

    Der Reiseveranstalter Thomas Cook sieht sich trotz eines schwächelnden Türkei-Geschäfts auf gutem Weg. Der in Deutschland unter "Neckermann" und "Öger" bekannte Konzern profitierte im Sommer insgesamt von starker Nachfrage und bekräftigte seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Der britische Tui-Konkurrent peilt einen operativen Gewinn von 300 Millionen Pfund an, rund 348 Millionen Euro. Die Buchungen ohne die Türkei liegen den Angaben zufolge um acht Prozent über dem Vorjahr, insgesamt allerdings vier Prozent darunter. Thomas Cook bekommt die Anschläge und die Folgen des Putschversuchs in der Türkei zu spüren. Aus diesem Grund hatte der Konzern bereits im Sommer sein Gewinnziel von bis zu 335 Millionen Pfund gekappt. Das Management rechnet auch weiter mit einer schwächeren Nachfrage in Deutschland - vor  allem für türkische Ziele. (rts)

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  • Banken
    Helaba-Chef sieht geringe Wachstumschancen

    Der Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet für die kommenden fünf Jahre mit einem weiterhin schwierigen Umfeld. "Unsere Branche wird Schwierigkeiten haben, neues Eigenkapital am Markt einzusammeln", sagte Herbert Hans Grüntker. Angesichts höherer Kapitalanforderungen und des begrenzten Zugangs zu neuem Eigenkapital seien die Wachstumschancen der Kreditwirtschaft in den nächsten Jahren beschränkt.

    Zudem dürften sich die Eigenkapitalrenditen rückläufig entwickeln. "Ein Korridor von 6,5 Prozent bis 8 Prozent ist ein realistisches Anspruchsniveau", so Grüntker. Das sei sogar "ambitioniert". Insgesamt befinde sich die Branche in einer Phase der Konsolidierung. Für die Helaba selbst äußerte sich der Manager zuversichtlich. Die Bank starte von einer "guten Ausgangsposition". (DJ)

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  • Unternehmen
    Milliardenübernahme in den USA bahnt sich an

    Der Öl- und Gaskonzern Rice Energy will seinen Konkurrenten Vantage Energy für rund 2,7 Milliarden Dollar übernehmen. Nach Angaben von Rice Energy soll das Geschäft in bar, in Aktien und durch Übernahme von Schulden abgewickelt werden. Der Zukauf solle im vierten Quartal vollzogen werden. Die Aktien von Rice Energy gaben nachbörslich mehr als vier Prozent nach. Viele Energiefirmen stehen wegen des Ölpreisverfalls unter Druck. Zuletzt kam es in der Branche vermehrt zu Übernahmen. Anfang September hatte Kanadas größter Pipeline-Betreiber Enbridge angekündigt, für 28 Milliarden Dollar den US-Rivalen Spectra Energy zu kaufen. Zudem erwirbt die US-Firma EOG Resources für 2,5 Milliarden Dollar den Rivalen Yates Petroleum. (rts)

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