Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 22. März 2015
  • Franken-Freigabe

    Wirtschaft will Hilfe für grenznahe Betriebe

    Die Schweizer Wirtschaft hofft nach der Aufhebung der Franken-Euro-Bindung und der anschließenden Aufwertung der heimischen Währung auf Hilfen vor allem für grenznahe Betriebe. Diese litten unter der Entscheidung der Schweizer Nationalbank vom Januar, die seit 2011 geltende Wechselkursbindung des Franken an den Euro aufzuheben, sagte der Direktor der Industrie- und Handelskammer im Schweizer Kanton Thurgau, Peter Maag, der Zeitung "Sonntag aktuell". In manchen Firmen würden bereits Maßnahmen wie Einstellungsstopps, Arbeitszeitverlängerungen und Lohnkürzungen geprüft und umgesetzt. "Wir spüren die Aufwertung des Frankens besonders heftig", sagte der Präsident der Gewerbetreibenden in der Schweizer Grenzstadt Kreuzlingen, Andreas Haueter. Ein Einschreiten der Politik könne beispielsweise den Einkaufstourismus etwas einschränken. "Sie ist gefordert, um Themen wie Zollfreibeträge oder Importbestimmungen anzugehen", sagte Haueter. (dpa)

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  • Samstag, 24. Juni 2017
  • Übernahmen
    Sartorius kann sich weitere Zukäufe vorstellen

    Der Laborausrüster Sartorius hat seine Einkaufstour noch nicht beendet und hält auch einen größeren Zukauf für möglich. Zwar habe das Unternehmen in den letzten zwölf Monaten fünf Firmen übernommen, weshalb der Fokus zunächst auf Integration liege, sagte Vorstandschef Joachim Kreuzburg im Interview mit "Euro am Sonntag". "Bei einer attraktiven Möglichkeit können wir aber auch in diesem Jahr noch aktiv werden." Dabei sei auch eine größere Akquisition vorstellbar: "In Summe haben wir Finanzierungspotenziale von über einer Milliarde Euro." Zuletzt hatte Sartorius den schwedischen Datenanalysespezialisten Umetrics vom US-Konzern MKS Instruments für 72,5 Millionen Euro übernommen. Die Gefahr, dass Sartorius selbst zum Übernahmeziel wird, sieht Kreuzburg nicht. "Sartorius steht nicht zum Verkauf." 50,1 Prozent der Anteile würden von einem Testamentsvollstrecker verwaltet. Der Erblasser habe bestimmt, dass das Mehrheitspaket zusammengehalten werde. Eine Übernahme stehe daher nicht zur Debatte. (rts)

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  • Brand in London
    Hannover Rück erwartet keine größeren Kosten

    Die Hannover Rück sieht sich auf gutem Weg, in diesem Jahr den angepeilten Milliardengewinn zu erreichen. Zwar seien in der ersten Jahreshälfte die Kosten für Naturkatastrophen höher als im Vorjahreszeitraum, sagte Finanzvorstand Roland Vogel der "Euro am Sonntag". Allerdings seien sie unter dem Budget geblieben. Im zweiten Quartal habe es bislang keine herausragenden Großschäden gegeben. Mit größeren Belastungen durch den verheerenden Brand des Grenfell Tower in London sei nach derzeitigem Stand nicht zu rechnen. Bei dem Feuer waren mindestens 79 Menschen umgekommen. Wegen Brandgefahr räumten die Londoner Behörden in der Nacht zum Samstag fünf Hochhäuser. Vogel deutete wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank Prämienerhöhungen an. "Bei niedrigen Zinsen steigen unsere Preise", sagte er. Die Hannover Rück stelle sich darauf ein, dass die Niedrigzinsphase in der Euro-Zone noch fünf bis zehn Jahre dauern könne. (rts)

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  • Zündschloss-Verfahren
    Vergleich zwischen GM und Klägern

    Im juristischen Streit über defekte Zündschlösser hat sich der US-Autobauer General Motors (GM) mit 203 Klägern auf einen Vergleich verständigt. Die Konditionen der Einigung seien allerdings vertraulich, teilten die Anwälte des Detroiter Unternehmens mit. GM war im Frühjahr mit dem Versuch vor dem obersten US-Gericht gescheitert, Hunderte Schadenersatzklagen im Volumen von möglicherweise mehreren Milliarden Dollar abweisen zu lassen. Der US-Branchenprimus argumentierte, dass solche Klagen in seinem Insolvenzverfahren von 2009 ausgeschlossen worden seien. Bei den betroffenen Autos bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch konnten während der Fahrt der Motor ausgehen und Airbags abgeschaltet werden. Mit dem Defekt werden mehr als 120 Todesfälle in Verbindung gebracht. (rts)

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  • Schuldenkrise
    Moody's erhöht Griechenlands Rating und Ausblick

    Die Agentur Moody's hat Griechenlands Rating für langfristige Verbindlichkeiten um eine Stufe auf "Caa2" von zuvor "Caa3" erhöht. Grund sei die Freigabe weiterer Kredite an das schuldengeplagte Land durch die Euro-Finanzminister, teilten die Bonitätswächter mit. Die Eurogruppe hatte sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass die Regierung in Athen weitere 8,5 Milliarden Euro aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm erhalten soll. Die Staatspapiere haben damit trotzdem weiter Ramschstatus. Zudem hob die US-Agentur den Ausblick auf "positiv" von zuvor "stabil" an. Moody's begründete den Schritt mit zaghaften Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft. (rts)

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