Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 09. Januar 2015
  • Unternehmen

    Zulieferer Hella verdient deutlich mehr

    Vor allem die Nachfrage nach LED-Technik für Scheinwerfer und nach Elektronikbauteilen haben den Gewinn des westfälischen Autozulieferers Hella deutlich nach oben getrieben. Das im November an die Börse gegangene Unternehmen aus Lippstadt steigerte sein Halbjahresergebnis 2014/15 (Stichtag 30. November) um mehr als ein Drittel auf 151 Millionen Euro gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres, wie die Westfalen mitteilten. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent auf 2,83 Milliarden Euro.

    Als Wachstumstreiber nennt Hella neben der komplexen LED-Technik, Energiemanagement, Fahrerassistenz-Systeme und elektrische Lenkungen für den Automobil-Sektor. Mit 2,3 Milliarden Euro Umsatz (plus acht Prozent) spielt dieser Bereich die Hauptrolle im Unternehmen. Der Zulieferer reduzierte auch dank des Börsengangs seine Schulden im ersten Halbjahr um 168 Millionen Euro. Weltweit arbeiteten Ende November 31.800 Menschen für das Unternehmen. (dpa)

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  • Mittwoch, 28. Juni 2017
  • Internetkriminalität
    Auch Beiersdorf Ziel von Cyberattacke

    Der Hamburger Kosmetikhersteller Beiersdorf ist eigenen Angaben zufolge ebenfalls Opfer eines Hackerangriffs gewesen. "In der Tat wurden wir Ziel eines Cyberangriffs", sagte eine Unternehmenssprecherin. Dieser habe zum Ausfall der IT- und Telefonsysteme geführt. Davon seien neben der Hamburger Zentrale alle Standorte betroffen. Beiersdorf habe Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf die Kunden und Geschäftspartner so gering wie möglich zu halten. Beiersdorf gehört zu zahlreichen Firmen in aller Welt, die von dem am Dienstag gestarteten Cyber-Angriff getroffen wurden. Opfer waren auch die Deutsche Post und die Metro, deren IT-Systeme in der Ukraine attackiert wurden. Ziel der bislang unbekannten Hacker waren auch der größte russische Ölkonzern Rosneft und die weltgrößte Containerreederei Maersk. Bei dem Angriff geht es um eine Erpresser-Software mit Namen "Petya". Sie setzt Computer außer Gefecht, indem sie deren Festplatten verschlüsselt. Zugang erhalten Geschädigte erst wieder nach Zahlung von 300 Dollar in der Cyberwährung Bitcoin. Fachleute zogen Parallelen zu dem Angriff mit dem Schadprogramm "WannaCry", das Mitte Mai rund um den Globus Computer lahmgelegt hatte. (rts)

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  • Rüstungsindustrie
    Rheinmetall bekommt Großauftrag der Bundeswehr

    Rheinmetall soll der Bundeswehr in den nächsten drei Jahren 68 Zugausstattungen des Soldatensystems IdZ-ES liefern. Der Auftrag hat nach Angaben des Rüstungskonzerns ein Bruttovolumen von 370 Millionen Euro. Die hochmoderne, modulare Ausrüstung, die neben Bekleidung und Schutz auch Bewaffnung und umfangreiche Technik zur Kommunikation und Orientierung im Gelände umfasst, reicht für gut 2.460 Soldaten im Kampfeinsatz. Seit 2013 wird das Soldatensystem "Infanterist der Zukunft - Erweitertes System" in Afghanistan eingesetzt. (DJ)

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  • Landwirtschaft
    Weniger Schweine in deutschen Ställen

    In deutschen Ställen werden so wenige Schweine gehalten wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. 27,1 Millionen Schweine zählte das Statistische Bundesamt in seiner halbjährlichen Erhebung, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Das waren ein Prozent oder fast 276.000 Tiere weniger als noch im November 2016. Auch die Zahl der Betriebe, die Schweine halten, ist rückläufig. Gegenüber der Vorerhebung sank ihre Zahl um 700, auf 23.800 (minus 2,7 Prozent). Gerade für kleine Betriebe ist es oft schwer, kostendeckend zu wirtschaften, der Preiskampf ist hart. Zudem gelten seit 2013 schärfere Tierschutzvorschriften: Seither dürfen Zuchtsauen nur noch in Gruppen gehalten werden - bei Bauern zog das Umbaukosten nach sich. Nach den jüngsten Zahlen sind unter den Betrieben nur noch 8400 mit Zuchtsauen - ein Minus von 4,3 Prozent zum November. Der Rinderbestand verringerte sich seit November 2016 leicht um 0,8 Prozent auf knapp 12,4 Millionen Tiere. Dabei blieb der Bestand an Milchkühen fast konstant bei 4,2 Millionen Tieren. Stichtag der jüngsten Erhebung war der 3. Mai 2017. (dpa)

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  • Übernahmen
    Philips kauft US-Rivalen

    Der niederländische Medizintechnik-Hersteller Philips kauft für 1,9 Milliarden Euro den US-Rivalen Spectranetics. Das Management beider Unternehmen habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, teilte Philips mit. Spectranetics ist auf Verfahren zur Säuberung verstopfter Venen und Arterien spezialisiert. Dazu werden unter anderem Laser eingesetzt und auch kleine, mit bestimmten Medikamenten umhüllte Kapseln. Der einst für seine Unterhaltungselektronik bekannte Philips-Konzern konzentriert sich inzwischen auf Medizintechnik und Körperpflegegeräte - etwa elektrische Zahnbürsten und Rasierer. In der Medizintechnik konkurriert Philips mit Siemens. Philips bietet 38,50 Dollar in Bar pro Spectranetics-Aktie. Das ist ein Aufschlag von 27 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Papiere. (rts)

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